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kboDIALOGMärz 2016Die Mitarbeiterzeitung der Kliniken des Bezirks Oberbayern – kboAusgabe 15Schöner arbeiten bei kboSeit rund zwei Jahren gibt es für Sie alskbo-Mitarbeiter immer mehr Maßnahmenzur Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben.Welche das genau sind, erfahren Sie aufErfolgreich bauen bei kboDer zweite Bauabschnitt des NeubausPsychiatrie am kbo-Isar-Amper-KlinikumMünchen-Ost ist fertig. Wann dieEröffnung gefeiert wird, lesen Sie aufViel zu gewinnen bei kboSchicken Sie uns das richtige Lösungswort des kbo-Ostergewinnspiels und mitetwas Glück gewinnen Sie ein kboÜberraschungspaket. Mehr dazu aufSeite 20Seite 4Seite 28kbo-Mitarbeiterbefragung 2016Wie bereits in der Novemberausgabe von kboDIALOG angekündigt,gibt es in 2016 wieder eine kbo-weite Mitarbeiterbefragung.Die kbo-Mitarbeiterbefragung startet am 05. April 2016In unseren Vorbereitungen sindwir ein erhebliches Stück vorangekommen. Zwischenzeitlich liegtauch die gemeinsame Abstimmung mit dem Betriebsrat vor.Nachstehend wollen wir Ihnen dieEckdaten zum zeitlichen Rahmen,zum Einsendeschluss und zu dengrundsätzlichen organisatorischenRahmenbedingungen geben.Ein ausgezeichneterArbeitsplatzFür eine bestmögliche Vergleichbarkeit der Ergebnisse nehmenwir – wie bei der letzten kboweiten Mitarbeiterbefragung– wieder an der Befragung desInstituts Great Place to Work teil.Die Befragung wurde gezielt fürdas Gesundheits- und Sozialwesen entwickelt und stellt in mehreren Dimensionen dar, inwieweitIhr Arbeitsplatz ein „Great Placeto Work“, also ein ausgezeichneter Arbeitsplatz ist. Ein ausgezeichneter Arbeitsplatz ist definiertals ein Arbeitsplatz, an dem dieMitarbeiter den Menschen vertrauen, für die sie arbeiten, stolzsind auf das, was sie tun, undFreude an der Zusammenarbeit imTeam haben. Die Bewertung erfolgtin den Kategorien: Glaubwürdigkeit, Respekt, Fairness, Stolz und Teamorientierung.Ablauf der BefragungDen Fragebogen erhalten Sie persönlich mit der GehaltsabrechnungMärz 2016 an Sie adressiert. In2009 mussten Sie selbst die Zuordnung innerhalb der einschlägigenBerufsgruppenordnung vornehmen.Das führte teilweise zu Irritationenund damit fehlerhaften Angaben.Für die bevorstehende Mitarbeiterbefragung optimieren wir diesenAblauf. Sie erhalten mit Ihrer Gehaltsabrechnung den für Sie richtigzugeordneten Fragebogen innerhalb der zutreffenden Berufsgruppe. Die Vorselektion und Zuordnungübernehmen die Personalabteilungen der kbo-Gesellschaften.Die Zuführung des Merkmals„Bereiche/Abteilungen“ auf demFragebogen ordnen Sie, wie beider letzten Mitarbeiterbefragung,durch Ankreuzen selbst zu. Die Sortierung erfolgt dabei überwiegendnach den Standorten der jeweiligenkbo-Einrichtung.Um einen Benchmark-Vergleichmit anderen Einrichtungen desGesundheits- und Sozialwesens erzielen zu können, kommt der Standardbogen des Instituts Great Placeto Work in unveränderter Form zurAnwendung. Neu in 2016 ist einzusätzlicher kbo-Fragebogen mitneun Fragen, der dem Standardbogen angeheftet ist. Der Zusatzbogen beinhaltet gezielt Fragenzur Marke kbo, zu unserem kboLeitbild und den kbo-Führungsleitlinien. Damit wollen wir gezieltdie Entwicklung unseres Führungsverständnisses und die Führungsarbeit der zurückliegenden dreiJahre durch Sie bewerten lassen.Um Ihre Anonymität sicherzustellen, senden Sie den ausgefüllten Fragebogen direkt an GreatPlace to Work. Der letzte Tag derBefragung ist der 18. April 2016.Anschließend erfolgt die Auswertung der Ergebnisse durch GreatPlace to Work. Um auch hier auszuschließen, dass Einzelpersonenrückverfolgt werden können, werden die Ergebnisse in Mitarbeitergruppen Fortsetzung auf Seite 2Liebe Kolleginnen,liebe Kollegen,kurz vor Ostern wurde der 1. kboInnovationspreis Mental Health Sozialpsychiatrie verliehen. Welche Arbeiten ausgezeichnet wurden, lesen Sie in dieser Ausgabe.Zum Sprecher der Ärztlichen Direktoren bei kbo wurde Prof. Dr.Peter Zwanzger, Ärztlicher Direktor kbo-Inn-Salzach-Klinikum,bestellt. Sein Vertreter ist Prof. Dr.Volker Mall, Ärztlicher Direktorkbo-Kinderzentrum München.Pünktlich zu Ostern erscheint derneue kboDIALOG – wie immerzuverlässig mit einem Suchgewinnspiel und fünf kbo-Überraschungspaketen. Viel Glück!Kurz nach Ostern startet einekbo-weite Mitarbeiterbefragung.Alle Kolleginnen und Kollegenbei kbo erhalten einen Fragebogen. Nehmen Sie teil, denn jedeMeinung zählt! Natürlich ist IhreTeilnahme freiwillig und anonym.Viel Spaß beim Lesen wünschtIhnenMichaela [email protected] Panik vor der AngstNeue Erkenntnisse in der AngstforschungUnter der Leitung von Prof. Dr.Peter Zwanzger, Vizepräsident derGAF, kamen hochkarätige Wissenschaftler zusammen, um wissenschaftliche Themen rund um dieEntstehung und Behandlung vonAngsterkrankungen zu diskutierenund zu fördern.Neben dem wissenschaftlichenTeil mit Vorträgen aus dem grundlagenwissenschaftlichen und demklinischen Bereich fand am Samstagvormittag traditionsgemäß dievon der GAF ausgerichtete Weiterbildungsveranstaltung statt, diesehr gut besucht war und großenAnklang fand. Ärzte und Psychotherapeuten erfuhren während desspannenden Vormittags neuesteErkenntnisse aus den Bereichen Psychopharmakotherapie, Psychotherapie, Neurobiologie und Kinder- undJugendpsychiatrie. Herausragendin den Forschungsbemühungenim Bereich der Angsterkrankungensind die neurobiologischen Entstehungsbedingungen von Angst, dieWirkmechanismen von Psychotherapie und die Weiterentwicklungvon traditionellen Psychotherapieverfahren, wie beispielsweise derExpositionstherapie, aber auch dieFortschritte bei komplexen und bisher schwer behandelbaren Formender Angsterkrankung. Insgesamtkann das kbo-Inn-Salzach-Klinikumerneut auf eine gelungene und exklusive Veranstaltung mit namhaftenReferenten und hohen Besucherzahlen zurückblicken.Fortsetzung auf Seite 2Prof. Jürgen DeckertProf. Andreas WarnkeProf. Jürgen HoyerZu ihrer jährlichen Tagung tratdie Gesellschaft für Angstforschung (GAF) am 13. und 14.November 2015 im kbo-Inn-Salzach-Klinikum Wasserburg am Innzusammen. Die Veranstaltungwurde eröffnet durch Herrn Prof.Dr. Zwanzger, Ärztlicher Direktoram kbo-Inn-Salzach-Klinikum,sowie Frau Dr. Borrmann-Hassenbach, Vorstandsbereich Medizinund Qualitätssicherung bei kbo.Prof. Borwin BandelowProf. Peter ZwanzgerDr. Margitta Borrmann-HassenbachProf. Hoyer, Prof. F. J. Freisleder

AKTUELLESSeite 2Fortsetzung von Seite 1Mit dem Fokusthema Angst besetzt daskbo-Inn-Salzach-Klinikum einen wichtigen Schwerpunktbereich aus demThemenkomplex psychosomatischerStörungen. Der in diesem Zusammenhang in Wasserburg etablierte BereichSchwerpunktkompetenz Angsterkrankungen zielt auf eine multimodaleVersorgung von Angsterkrankungenaller Facetten und Schweregrade aufhöchstem Niveau. Hierzu gehört eindifferenziertes Angebot bestehend ausspezifischer Pharmakotherapie, Verfahren der kognitiven Verhaltenstherapiesowie klinisch-psychotherapeutischexperimentellen inikumFortsetzung von Seite 1mit einer bestimmten Mindestgröße dargestellt. Die ausgefülltenFragebögen erhält nur das externe Befragungsinstitut. Die erstenErgebnisse liegen Ende Mai 2016vor. Die Ergebnispräsentation fürdie einzelnen kbo-Einrichtungenist für Juni 2016 vorgesehen. Dazuwerden wir Sie jedoch noch gesondert informieren.Kultur-AuditNeu in der kbo-Mitarbeiterbefragung 2016 ist außerdem, dass wiram Kultur-Audit, das das InstitutGreat Place to Work parallel zurMitarbeiterbefragung anbietet,teilnehmen. Das Kultur-Audit wirddurch den Arbeitgeber, insbesondere durch die Geschäftsführungen/Krankenhausleitungen unddie Qualitätsmanagementbeauftragten durchgeführt.Das Kultur-Audit analysiert eingesetzte Personalinstrumente im Unternehmen, bewertet sie und setztsie in Beziehung zu den Ergebnissen der Mitarbeiterbefragung. Mitder Teilnahme am Kultur-Auditerhalten wir Transparenz über dieBewertung unserer eingesetztenPersonalmaßnahmen und erhaltenweitere Anregungen, mit welchenMaßnahmen sich die Arbeitsplatzkultur weiterentwickeln lässt.Was hat sich in den vergangenenJahren bei kbo verändert? Wie haben wir uns weiterentwickelt? Beteiligen Sie sich an der Befragungund nutzen Sie die Gelegenheit füreine Rückmeldung zu Ihrem Arbeitsumfeld.Petra Ertl,kbo-KommunalunternehmenkboDIALOGMärz 2016Psychiatrische Tagesklinik und Institutsambulanz schließen VersorgungslückeDachau und Umgebung: Eröffnung ist Mitte 2016 geplantAuf die s en M oment ha ben Patienten, Angehörige und das psychiatrischeVersorgungsnetz in und umDachau mehr als zehn Jahre gewartet: Ab Mitte 2016werden eine psychiatrischeTagesklinik und Institutsambulanz in Trägerschaft deskb o - I s ar- A mp er- Klinikum sPatienten aufnehmen und behandeln können.HELIOS Amper-Klinikums Dachauwird die psychiatrische Tagesklinikmit 20 Plätzen angesiedelt sein,vorbehaltlich der endgültigenZustimmung der Regierung vonOberbayern. Bislang wurden vieleder Dachauer Patienten im kboIsar-Amper-Klinikum München-Ostaufgenommen, mehr als 40 Kilometer entfernt. Für diese Patientenwird die wohnortnahe Versorgungeine große Erleichterung sein.„Mir ist es ein persönlichesAnliegen, dass die Menschenvor Ort eine qualitativ hochwertige psychiatrische Behandlungbekommen können. Durch dieTagesklinik und die Institutsambulanz ist nun gesicher t,dass die Patienten wohnortnahbehandelt werden können“, betonte Bezirkstagspräsident JosefMederer. Direkt in der Nähe desWohnortnah und hochqualifiziert„Ich freue mich sehr über dieEröffnung der kbo-Tagesklinik inDachau, denn Hilfen für Menschenmit einer psychischen Erkrankungmüssen schnell und einfach zurVerfügung stehen. Daher bauenwir die Wohnortnähe unserer Angebote kontinuierlich aus“, erläutert Martin Spuckti, Vorstand kbo."Wir bieten an über 20 Standortenin Oberbayern eine wohnortnahepsychiatrische Versorgung an."„Das kbo-Isar-Amper-KlinikumDachau ist ein weiterer Eckpfeilerunserer konsequenten Regionalisierung der vergangenen Jahre.Unser Ziel ist es, den Menschendie psychiatrische Hilfe anbietenzu können, die sie benötigen. DieTagesklinik und InstitutsambulanzDachau werden zusammen mit derpsychiatrischen Klinik in Fürstenfeldbruck, die im Herbst 2016 eröffnet, alle psychischen Erkrankungenbehandeln können“, erläutert JörgHemmersbach, Geschäftsführer deskbo-Isar-Amper-Klinikums.Auf die qualifizierten Therapieangebote verweist auch Dr. GabrieleSchleuning, Chefärztin der kboTagesklinik Dachau: „Patientenund Angehörige brauchen kurzeWege für eine Behandlung. DieBereitschaft für eine Therapiesteigt dadurch. Sehr wichtig istuns die gute Zusammenarbeit mitniedergelassenen Kollegen sowieden Partnern aus dem psychiatrischen Versorgungsnetz. Wirwerden zeitnah eine Infoveranstaltung planen, um den Austauschmit den Partnern zu intensivierenund damit die Grundlage für einegute Behandlung der Patientensicherzustellen.“Im Herbst 2016 wird das psychiatrische kbo-Isar-Amper-KlinikumFürstenfeldbruck eröffnen. Mitinsgesamt vier Stationen und 88Betten sowie einer Tagesklinikund Institutsambulanz könnendort alle psychischen Erkrankungen behandelt werden. Zukünftigkönnen sich dann auch Patientenaus Dachau in Fürstenfeldbruckstationär behandeln lassen.Henner LütteckeVon links nach rechts: Martin Spuckti, Vorstand kbo, Jörg Hemmersbach, Geschäftsführer kbo-Isar-Amper-Klinikum, Dr. Gabriele Schleuning,Chefärztin kbo-Isar-Amper-Klinikum Dachau, Josef Mederer, Bezirkstagspräsident von Oberbayern, Dennis Weber, HIH Real Estate GmbHINHALTAKTUELLESEditorial . 1kbo-Mitarbeiterbefragung 2016 . 1-2Keine Panik vor der Angst . 1-2Psychiatrische Tagesklinikund Institutsambulanz schließenVersorgungslücke. 2Dr. Ingrid Schäfer ist stellvertretendeVorsitzende der DATPPP Bayern. 3Ein Therapiehund amkbo-Kinderzentrum München . 3Offene Sprechstunde bei PC- undInternetsucht . 3Richtfest für den zweiten Bauabschnittin München-Ost . 4Sehr gute Bewertung für kbo-KlinikumTaufkirchen . 4Prof. Dr. med. Peter Brieger wird neuerÄrztlicher Direktor des kbo-Isar-AmperKlinikums . 5Clearingeinrichtung für wohnungsloseMenschen mit einer psychischenErkrankung . 5Seelische Krisen sind häufig . 6Krisendienst Psychiatrie erhält neuenMarkenauftritt . 7AUS DEN HÄUSERNNeue Therapie in der Praxis –1 Jahr Biofeedback. 8Erfolgreiches Überwachungsaudit derkbo-Lech-Mangfall-Kliniken . 8Palliativmedizinischer Konsiliardienst . 8Neue Wege der Kooperation an derkbo-Lech-Mangfall-KlinikGarmisch-Partenkirchen . 8Großer Jubel nach Examen amkbo-Inn-Salzach-Klinikum . 9Erasmus Plus – Eine Erfahrung fürs Leben .910 Jahre Deeskalationsmanagement . 10Fürstenfeldbruck: Wir brauchenVerstärkung . 1030 Jahre Mittwochsgruppe . 10Besuch der Konsilärzte . 11Wichtiger Versorgungspunktfür MS-Patienten. 11Integriert und eingebunden . 11NAH DRANWas ist Arbeitstherapie?. 14Angehörige willkommen! . 15Abschied von Laura Kappl . 15Kinderbetreuung am Buß- und Bettagist voller Erfolg . 151. kbo-Innovationspreis Mental Health . 16Herbsttagung der Bundesdirektorenkonferenz . 16Lions Cup in der SoccArena. 16Duales Pflegestudium ankbo-Berufsfachschule . 17Sichtbares Zeichen gegenKrankenhausstrukturgesetz . 17Sicherheitsbeauftragte imMaßregelvollzug . 17"Restlicht" am Haarer Rathaus . 18Der "Bunte Haufen"gewinnt mit 13:1 . 18Ausbildungsstart . 19NACHGEFRAGT/KOMMENTARNeue Referentin im kbo-VorstandsbereichRehabilitation und Teilhabe . 12Schüler fragen – Politiker antworten . 12„Nein, das verkaufe ich ihnen nicht “ . 13PERSONALENTWICKLUNGkbo-Mitarbeiterbefragung –und dann? . 20Zusätzliche Kinderbetreuungsmöglichkeiten im kbo-Inn-Salzach-Klinikum . 20Mit Elternkompetenz gewinnen . 21Personalentwicklung imkbo-Kommunalunternehmen . 21Personalentwicklungsmaßnahmenim kbo-Heckscher-Klinikum . 21Personalentwicklungsmaßnahmen imkbo-Sozialpsychiatrischen Zentrum . 22Familienfreundlichkeit imkbo-Kinderzentrum München . 22Personalentwicklung in denkbo-Lech-Mangfall-Kliniken:Investitionen in unsere Mitarbeiter . 23HINTERGRÜNDE & WISSENOffenheit für Angst und Depression . 23Die Wirkung von Akupunkturüberzeugt auch Skeptiker . 24Neue Sprecher der Ärztlichen Direktoren . 24PANORAMAkbo-Fachsymposium zur ambulantenVersorgung . 25kbo-Kinderzentrum München Spendenempfänger beim 20. BMW AdventsBenefizkonzert . 25Afrika hautnah in 3D . 26Patientenrechte im Mittelpunkt . 26Kreative Wege aus der Isolation . 27Ausstellungsprojekt „Brot und Fisch“ . 27kbo-Oster-Rätselspaß . 28Vorhang auf für die Gewinner . 28Hilfe im Auftrag des Christkinds . 29Geballte Unterhaltungskunst beimMontagsbrett l . 2910-jähriges Betriebsjubiläum bei derkbo-Service . 29Bayerisch-japanische Mischung mitAha-Effekt . 30kbo-Sozialpsychiatrisches Zentrumwird zum Drehort. 30VERANSTALTUNGENG’sund sein, g’sund bleib n 2016 . 31Gesundheitsförderung an derpsychiatrischen Institutsambulanz . 31Abendbrot im Abendrot . 31Selbsthilfefachtag im LandkreisWeilheim-Schongau . 31SeelenART 2016 . 32autkom: Neuer Veranstaltungskalenderund 3. bayernweiter Fachtag. 32Boys Day 2016 . 32

März 2016AKTUELLESkboDIALOGSeite 3Dr. Ingrid Schäfer ist stellvertretendeVorsitzende der DATPPP BayernDer im Oktober 2015 neu gegründete Landesverband Bayern derDeutschen Arbeitsgemeinschaftder Tageskliniken für Psychosomatik, Psychiatrie und Psychotherapie (DATPPP) hat Dr. IngridSchäfer vom kbo-Isar-AmperKlinikum München- Ost zurstellvertretenden Vorsitzendengewählt.Dr. Schäfer nahm vor drei Jahrenzum ersten Mal am Jahrestreffen derArbeitsgemeinschaft in Münchenteil, bei der der ärztliche Leiter derPsychosomatischen Tagklinik Westendstraße Dr. Igor Tominschek fürdie Beteiligung der Münchner Tageskliniken warb. Sie war von der Ideesofort begeistert und engagiertesich für das Entstehen des Münchener Netzwerkes der psychiatrischenund psychosomatischen Tageskliniken, das später zu einem bayrischenNetzwerk ausgeweitet wurde undaus dem die Gründung des Landesverbands Bayern der DATPPP am07. Oktober 2015 hervorging. Vorsitzender ist Dr. Igor Tominschek.„In Bayern gibt es nach wie vorweniger Tageskliniken als in anderenBundesländern“, erklärte Dr. IngridSchäfer. „Dabei können wir voneinander so vieles lernen. Gerade derAustausch im multiprofessionellenTeam ist wichtig und die Tageskliniken sind ja eine Therapieform, dieimmer öfter gefragt ist. Ich wünschemir, dass das Angebot weiter ausgebaut wird“, so Schäfer. Das kbo-IsarAmper-Klinikum ist mit seinen achtTageskliniken im Verband vertreten.Dr. Ingrid Schäfer ist seit 23 Jahrenam kbo-Isar-Amper-Klinikum München-Ost tätig, davon 18 Jahre imkbo-Atriumhaus. „Ich bin überzeugtdavon, dass die Zahl der tagesklinischen Plätze in den nächsten Jahrenweiter steigen wird“, sagt sie. „Teilstationäre Therapien sind ein hervorragendes Angebot für alle Patienten,für die eine alleinige ambulanteWas ist die Deutsche Arbeitsgemeinschaft der Tageskliniken?Die DATPPP ist ein eingetragener Verein, der seit 2004 besteht.Mitglieder sind Mitarbeiter aus psychiatrischen Tageskliniken,aber auch einzelne Tageskliniken bzw. Institutionen. Förderung der Forschung und Evaluation Qualitätssicherung im tagesklinischen Bereich Weiterbildungen gesundheitspolitische Informationen Organisation von wissenschaftlichen Tagungen und Kongressen Beratung von Angehörigen und Patientenorganisationen Beratung von Tageskliniken mit wissenschaftlicher, fachlicher oder ökonomischer FragestellungMitglied kann jeder werden, der in seiner beruflichen oder ehrenamtlichenArbeit die Satzungszwecke unterstützt. Aber auch Krankenhäuser mitTageskliniken oder eigenständige Tageskliniken und andere Institutionenkönnen eine Mitgliedschaft beantragen.Quelle: DATPPPEin Therapiehund amkbo-Kinderzentrum MünchenDer neueste Mitarbeiter imkbo-Kinderzentrum Münchenist mit seinen sechs Monatennicht nur der allerjüngste,sondern hat auch vier Beine,Schlappohren und ein knuddelweiches Fell: Leo, ein sechsMonate alter Havaneser-Welpe. Mit dem therapeutischenEinsatzes des Hundes sollen dieKinder und Jugendlichen amkbo-Kinderzentrum Münchenin Zukunft noch besser behandelt werden können.Die Psychologin und Besitzerinvon Leo, Dr. Maria Licata, freut sichsehr, dass im kbo-KinderzentrumMünchen die tiergestützte Therapie bald ein fester Bestandteil inder täglichen Arbeit wird: „DieTherapie mit Hunden ist bei einerVielzahl von Störungen einsetzbarund hat einen nachweislich positiven Effekt auf den Therapieverlauf, zum Beispiel bei Kindern mitBindungs- und Angststörungen,Autismus oder geistigen Behinderung. So kann ein Therapiehunddabei helfen, den kleinen Patientenihre Ängste zu nehmen und Vertrauen zu schaffen.“Bis es soweit ist, muss Leo allerdings zunächst in einer speziellenHundetherapieschule ausgebildet werden. Etwa ein Jahr wirdder Grunderziehungskurs unddie Ausbildung zum Therapiehund dauern und rund 5.000Euro kosten. Möglich gemachtwerden kann dies nur dank dertatkräftigen Unterstützung zahlreicher tierlieber Spender, die dieAusbildungssumme im Rahmeneiner Spendenaktion bereits zumTeil finanziert haben.Dr. Licata ist sich sicher, dass dasGeld gut angelegt ist: „Mit Leokönnen wir die Kinder und Jugend-lichen im kbo-KinderzentrumMünchen in Zukunft noch besserbehandeln als bisher.“Daher: Herzlich willkommen, lieberLeo, und viel Erfolg bei Deiner Arbeitim kbo-Kinderzentrum München!Astrid Dennerle,kbo-Kinderzentrum MünchenHavaneser-Welpe Leo soll für das kbo-Kinderzentrum München zumTherapiehund ausgebildet werden. kbo-Kinderzentrum MünchenDr. Ingrid Schäfer wurde zur stellvertretenden Vorsitzenden der DATPPPBayern gewählt.Therapie zu wenig, vollstationäreBehandlung aber nicht unbedingterforderlich bzw. nicht gewünschtist“, erklärt Schäfer. Der Kontaktzum häuslichen Umfeld bleibt erhalten und kann in die therapeutischenPlanungen miteinbezogen werden.Wir gratulieren Dr. Ingrid Schäferzu ihrer neuen Position und wünschen ihr weiterhin viel Freude undErfolg bei ihrem Engagement!Monika DreherOffene Sprechstunde beiPC- und InternetsuchtChatten, gamen, surfen, bloggen, twittern: Das alles ist ausunserer Welt nicht mehr wegzudenken. Problematisch wirdes aber, wenn die Menschen sichin die virtuellen Welten flüchten und den Bezug zur Realitätverlieren.„Betroffen sind Männer und Frauen gleichermaßen, unabhängigvom Alter“, erläutert Oberärztin Dr.Susanne Pechler. Für die Betroffenen gibt es seit 02. Februar 2016eine offene Sprechstunde im Herzen von München in der Leopoldstraße 175. „Betroffene, aber auchEltern, können sich hier vorstellenund beraten lassen“, so Pechler.Neben der Beratung bietet dieÄrztin auch ein Screening an, umbeurteilen zu können, ob bereitseine Gefährdung oder Erkrankungvorliegt. „Wichtig ist eine qualifizierte und grundsätzliche Anamnese, um die Behandlung planenzu können.“ Eine Überweisungeines Arztes ist nicht notwendig,nur ihre Versichertenkarte müssen die Interessierten vorlegen.„Falls sich im Gespräch herauskristallisiert, dass der Patient behandlungsbedürftig ist, könnenwir ihm auch eine tagesklinischeoder stationäre Behandlung anbieten“, so Pechler. Die offeneSprechstunde wendet sich an Patienten ab 17 Jahren.Henner LütteckeDr. Susanne Pechler ist die Initiatorinder chen-NordPsychiatrische Tagesklinikund AmbulanzLeopoldstraße 17580804 MünchenInteressierte können sich direktbei Oberärztin Dr. SusannePechler telefonisch unter:01522 2693488 oder per E-Mailan [email protected]

AKTUELLESSeite 4kboDIALOGMärz 2016Richtfest für den zweiten Bauabschnitt in München-OstTraditionen werden gepflegt,gerade bei Baumaßnahmen.Mehr als 250 Handwerker, Mitarbeiter und Politiker kamenzum traditionellen Richtfest fürden zweiten Bauabschnitt desNeubaus Psychiatrie Anfang Dezember 2015 zum kbo-Isar-Amper-Klinikum München-Ost. DieHandwerker und Baufirmen hatten es sich redlich verdient, dennder zweite Bauabschnitt ist absolut im Zeitplan. Die bereits stehenden Gebäude lassen erahnen,wie das zukünftige Klinikzentrumam kbo-Standort München-Ostaussehen wird.„Wir sind auf einem guten undrichtigen Weg. Der Neubau deszweiten Bauabschnitts Psychiatrieam Standort München-Ost ist einwichtiger Meilenstein, um auchzukünftig eine moderne, an denBedürfnissen der Patienten und Mitarbeiter orientierte Psychiatrie undBehandlung anbieten zu können“,kommentierte BezirkstagspräsidentJosef Mederer das Richtfest für diedrei Gebäudeteile 56 B (zukünftigGeriatrie), 56 C (zukünftig Gerontopsychiatrie) und 56 D (zukünftigPsychosomatik).Eröffnung im Herbst 2017Ab Herbst 2017 werden dort insgesamt zwölf Stationen einziehen.Bereits im vergangenen Jahr wurdendie drei Gebäudeteile 56 A (Neurologie und Sucht), 56 VS (Patientenaufnahme und Ambulanz) sowie56 E (Psychiatrische Stationen) eröffnet.Geschäftsführer Jörg Hemmersbach warf einen Blick in die jüngereVergangenheit, die den Neubau erstermöglichte: „Nach Inbetriebnahme des ersten Bauabschnitts in 2014war es möglich, unsere alte Aufnahmeklinik Haus 12 abzureißen. DiesesGebäude aus den Siebzigerjahrendes vergangenen Jahrhunderts galtbei seiner Fertigstellung auch alsmodernes Haus, wurde aber rechtbald der fachlichen Entwicklung derPsychiatrie nicht mehr gerecht undprägte den Standort Haar, obwohlviel gute Arbeit geleistet wurde, alseine Psychiatrie der Vergangenheit.Von links nach rechts: Jörg Hemmersbach, Geschäftsführer kbo-Isar-Amper-Klinikum, Josef Mederer, Bezirkstagspräsident von Oberbayern, Johannes Thalmeier,Abwesenheitsvertreter Pflegedirektion, Prof. Dr. Dr. Margot Albus, M. Sc., Ärztliche Direktorin kbo-Isar-Amper-Klinikum, Dr. Urs Brunner, Firma Brunner (Bau),Reinhard Engelbrecht, Leiter der Bauverwaltung, Bezirk OberbayernAls wir dann mit dem Abriss begannen, war dies für mich ein sichtbarerSchritt, dass wir die Vergangenheithinter uns lassen und tatsächlichin eine neue Epoche für das kboIsar-Amper-Klinikum aufbrechen.Wir haben diesen Schritt dann auchmit einem Abrissfest gewürdigt“, soHemmersbach weiter. In die Planungder drei neuen Häuser 56 B bis Dsind die Erfahrungen aus dem ersten Bauabschnitt eingeflossen. „Wirhaben die Stationen entsprechendden spezifischen Bedürfnissen derGeriatrie, der Gerontopsychiatrieund der Psychosomatik geplantund architektonisch umgesetzt“, soHemmersbach.Solide FinanzierungErnst Brinckmann, Bezirk Oberbayern, erinnerte an die Vorbereitungen und die Bereitschaft,finanzielle Mittel zur Verfügung zustellen: „Bauvorhaben wie diese zurealisieren, Versorgung zu gestaltenund dabei auch einmal neue Wegezu gehen, setzt die Bereitschaft zurInvestition voraus. Dafür brauchtes ein solides, finanzstarkes Unternehmen im Hintergrund. Nur so istes möglich, den für eine staatlicheFörderung benötigten Eigenanteilbeizutragen und die Zustimmungunseres kbo-Verwaltungsrates zuerhalten, von dem heute nebenHerrn Mederer auch Herr GerhardWimmer hier bei uns ist.“ Tatsächlich konnten die Baumaßnahmennur durch die Teilförderung durchdas Bayerische Staatsministeriumfür Gesundheit und Pflege, durchden Bezirk Oberbayern sowie durchEigenmittel des kbo-Isar-Amper-Klinikums ermöglicht werden.Der Dank aller Redner ging insbesondere an die Planer, dieFachplaner, die Bauleitung, die Bezirksbauverwaltung, die AbteilungBau und Technik des kbo-Klinikumsund natürlich die Handwerker.Henner LütteckeII. BauabschnittDer Neubau Psychiatrie und Neurologie umfasst zwei Bauabschnitte:Bauabschnitt I: Häuser 56 A (Neurologie inklusive Stroke-Unit undIntensivmedizin, Suchtstationen) 56 VS (Aufnahme, Ambulanz sowieInfopforte) und 56 E (psychiatrische Stationen)Bezug der drei Häuser: April 2014 bis Juli 2014Bauabschnitt II: Häuser 56 B bis D (insgesamt zwölf Stationen)Die drei Häuser sind als Ersatz für die Stationen gedacht, die derzeitin Haar II sind. Haar II wird 2017 aufgegeben.Bauzeit: Mai 2015 (Aushub Rohbau) bis Herbst 2017: geplante Eröffnung der HäuserHaus 56 B: primär für die Geriatrie geplant, enge Verzahnung mitder Klinik für Neurologie dazu auch mit der physikalischen Medizinund TherapiebeckenHaus C: gerontopsychiatrische StationenHaus D: Klinik für Psychosomatik, Psychiatrie und PsychotherapieInsgesamt stehen 10.000 qm Nutzfläche zur Verfügung.Die Eröffnung ist geplant für Herbst 2017.Kosten: ca. 50 Millionen Euro, gefördert durch das Ministerium,den Bezirk Oberbayern sowie mit EigenmittelnSehr gute Bewertungfür kbo-Klinikum Taufkirchen (Vils)Erneut stellen die Patienten dem kbo-Isar-Amper-Klinikum Taufkirchen (Vils) eingutes Zeugnis aus. Bereitsseit 2007 befragt das kbo-Klinikum die Patienten zweimaljährlich zu verschiedenen Aspekten des Aufenthalts undder Behandlung.Ein wichtiger Gradmesser derBehandlung ist die Weiterempfehlungsquote für die Klinik. 87Prozent der Patienten stimmtenmit Ja, damit wurden die Re-kordmarken aus den Jahren 2011und 2007 eingestellt. „Auf diesenWert sind wir natürlich sehr stolz.Genauso wie auf die herausragende Beurteilung von 90 Prozentder Patienten, die unsere Klinikmit sehr gut und gut beurteilt haben“, erklärt Pflegedirektor Hermann Schmid. Insgesamt zeigtendie Ergebnisse die sehr gute undpatientenorientierte Arbeit überalle Berufsgruppen hinweg. Daszeigt sich auch in weiteren Bewertungen: 85 Prozent der Patientengaben der ärztlichen Betreuungeine sehr gute bis gute Note.Noch besser schnitt die Pflege ab,denn 93 Prozent der Befragtengaben der „pflegerischen Betreuung auf Station insgesamt“ dieBewertung völlig zutreffend bzw.eher zutreffend.Sehr gut abgeschnitten hat beidieser Patientenbefragung die Station N1 (Huntington). Hier lagen sowohl die Weiterempfehlungsquotewie auch die Gesamtbewertung derKlinik bei 100 Prozent.Besonders erfreulich ist die Tatsache, dass erstmals seit Befra-gungsbeginn im Jahr 2007 bei derAufklärung über Medikamente(„Mir wurde erklärt, warum ichMedikamente nehmen soll undwie sie wirken.“) die Zielmarke,75 Prozent, um 2 Prozentpunktemit 77 Prozent übertroffen wurde. „Gerade dieser Aspekt ist unswichtig. Je besser Patienten verstehen, warum Medikamente für dieweitere Behandlung wichtig sind,um so eher werden die Patientendie Medikamente auch einnehmen. Medikamente sind ein wichtiger Baustein in der Behandlungder psychischen Erkrankungenund auch der Rückfallprophylaxe“, erläutert Schmid.An der Patientenbefragunghaben insgesamt 144 Patiententeilgenommen, dass entsprichteiner Rücklaufquote von 63,2Prozent. Die Teilnahme an derPatientenbefragung ist freiwilligund anonym. Pro Jahr befragtdas kbo- Isar-Amper-KlinikumTaufkirchen (Vils) zweimal seinePatienten, stets im April und imOktober.Henner Lüttecke

März 2016kboDIALOGAKTUELLESSeite 5Prof. Dr. med. Peter B

der Dachauer Patienten im kbo-Isar-Amper-Klinikum München-Ost aufgenommen, mehr als 40 Kilo-meter entfernt. Für diese Patienten . für MS-Patienten . 11 Integriert und eingebunden . 11 NACHGEFRAGT/KOMMENTAR . ambulanz schließen Versorgungslücke