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09 2019bergische-wirtschaft.netJETZT ONLINE!bergischeWIRTSCHAFTIHK-Magazin für Wuppertal, Solingen und LEUM SOLINGENNachgefragtEMPLOYER BRANDINGFRAUEN POWERwww.bergische.ihk.de

EDITORIALMEHRFRAUEN POWER!Foto: Malte ReiterRegional verwurzelt,international verbunden.Liebe Leserinnen und Leser,Höchste Ansprüche an die Beratungsqualität und langjährige Verankerung in der Region:Das sind die Eckpfeiler unserer Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungstätigkeit. Zu unserenMandanten zählen bedeutende mittelständische und kommunale Unternehmen. Als größte Kanzleiin Wuppertal und dem Bergischen Land bietet Ihnen Breidenbach und Partner mit 120 Mitarbeiternfachübergreifendes Spezialwissen und internationales Know-how unter einem Dach.Breidenbach und Partner PartG mbBFriedrich-Engels-Allee 32 42103 WuppertalTel.: 49 (0) 202 493 74 0 www.breidenbach-wp.de100Jahre-Breidenbach.dees geht voran – allerdings nur langsam.Deutschlands Chefetagen werden weibli cher. Anfang August war den Medien zuentnehmen, dass die Zahl der Frauen inder Vorstandsebene börsennotierter Un ternehmen in Deutschland zum achtenMal in Folge gestiegen sei. Der Frauen anteil erreichte zum Stichtag 1. Juli denHöchstwert von 8,7 Prozent – noch An fang 2015 lag er bei nur 4,8 Prozent.Im ersten Halbjahr gab es 61 Topmana gerinnen in den 160 Unternehmen derBörsenindizes Dax, MDax und SDax, be legt eine Studie des Beratungs- und Prü fungsunternehmens EY. Doch – es sitzenden 61 Frauen immer noch 640 männlicheVorstandsmitglieder gegenüber, zwei vondrei Unternehmen werden ausschließlichvon Managern gelenkt.EY-Experte Markus Heinen rechnete vor,dass es noch fast 20 Jahre dauern würde,bis ein Drittel der Vorstandsposten mitFrauen besetzt sei, wenn die Zahl derFrauen in den Vorstandsgremien weiterso langsam wachse.Im Bergischen Städtedreieck könnte esnoch länger dauern, bis ein Drittel derFührungspositionen in den hiesigen Un ternehmen von Frauen bekleidet ist – Ge schäftsführer- und leitende Angestellten positionen eingerechnet. Momentan sindin unserer Region lediglich etwa 21 Pro zent Frauen in leitenden Positionen tätig,davon nur zehn Prozent im Top-Manage ment. In unserem aktuellen Titelthemaversuchen wir herauszufinden, welchenUrsachen dieser Umstand geschuldet istund was passieren muss, damit mehrweibliches Führungspotenzial unsererWirtschaft zugutekommt. Denn die Frau enpower ist sicher da, wenn man sich inunserer Region umschaut.Momentan sindin unserer Regionlediglich etwa21 Prozent Frauenin leitendenPositionen tätig,davon nur zehnProzent im TopManagement.genommen und ist eine Bereicherung fürdie gesamte Region. Die Kuppel mit einemDurchmesser von zwölf Metern wird imGalileum zum 360-Grad-Bildschirm undschafft so die perfekte Illusion des Ster nenhimmels, so dass die Besucher zu ei ner spannenden Reise zu den Sternen auf brechen können. Das Programm umfasstmehr als 15 Shows pro Woche und reichtvon klassischen Astroshows über Kinder programme bis hin zu Musikveranstaltun gen. Schon auf dem Weg vom Hauptbahn hof zum Galileum werden Besucher mitdem neu gestalteten Planetenweg – einerGrünanalage der Stadt Solingen – aufdas Erlebnis eingestimmt. Klettergerüste,Pflastersteine und Dekorationen bedienensich an Elementen aus Astronomie undRaumfahrt. So kann es mit dem Bergi schen Städtedreieck auch auf Kometen schweifen und Raketen aufwärts gehen.Wir wünschen Ihnen mit unseren weiterenspannenden Beiträgen viel Freude!Herausragende weibliche Führungsper sönlichkeiten – es gibt trotz der Statistiketliche in unserer Region – berichten vonihrem Werdegang und ihrer persönlichenPerspektive auf das Thema und bestär ken darüber hinaus andere Frauen, selbst bewusster im Beruf nach der „Macht“ zuMichael Wengegreifen.Wer nach den Sternen greifen möchte, IHK-Hauptgeschäftsführerkann dies im Bergischen Städtedreieckab sofort im Galileum in Solingen-Oh ligs ohne Weiteres tun. Die Sternwartemit angeschlossenem Planetarium hat imJuli nach dreijähriger Bauzeit im ehema ligen Kugelgasbehälter ihren Betrieb auf 3

INHALTKURZ NOTIERT6 Ralph Jakobs neuer Geschäftsführer bei der Vaillant GmbH7 Heimat-Shoppen-Aktionstage im Bergischen Städtedreieck8 Gesucht: die besten Gründer NRWs9 Trauer um Viktor vom Baur und Wolfgang vom HagenTITELTHEMA10 Selbstbewusst und mutig – Frauen in Führung16 Experteninterview – Jenseits der QuoteSCHWERPUNKT36 Unternehmenskultur – Rituale aufbrechenPORTRAIT18 Systemhaus Erdmann20 RosenHeim22 We Are Kiosk24 Wagner Klinikbedarf10 Titelthema – Fatiha Essinnou steht für eine neue Generationvon Frauen in Führungspositionen.36 Schwerpunkt – In den Workshops von Innodrei erfahren Teilnehmer,wie Unternehmenskultur funktioniert.IHK-NEWS26 Berufliche Perspektiven durch Teilqualifizierungen27 Zahlenspiegel 2019 erschienen27 Social-Media-Tipps28 IT-Sicherheitstag NRW: Jetzt Ausstellerplätze sichern29 Teilnehmer für Ökoprofit gesucht38 Nachgefragt – Joachim Beck untersucht in einer Studiedas Employer Branding im Bergischen Städtedreieck.KULINARISCHES40 Junkbrunnen SolingenREGIONAL38 Nachgefragt – Studie zu Employer Branding42 Auf eine Reise zu den Sternen – Galileum Solingen44 Grünes Städtedreieck – Planetenweg am Galileum46 K3: Kompetenzzentrum Autonomes FahrenSTANDARDS48 Bekanntmachungen49 Handelsregister65 Insolvenzen66 Foto des Monats44 Grünes Städtedreieck – Melanie Wachenfeld-Schöpp von der StadtSolingen freut sich über den neuen Planetenweg, der Besucher zumGalileum lotst.42 Auf eine . Reise zu den Sternen – Dr. Sebastian Fleischmann ist40 Kulinarisches – Pascal Koslowski betreibt mit seinem Bruder PatrickPhysiker und Mitglied der Walter-Horn-Gesellschaft, die den Umbaudes alten Gaskessels zum Galileum in Solingen betreut hat.den Junkbrunnen in Solingen.IMPRESSUM: Herausgeber und Eigentümer: Bergische Industrie- und Handelskammer Wuppertal-Solingen-RemscheidHauptgeschäftsstelle: Heinrich-Kamp-Platz 2 · 42103 Wuppertal (Elberfeld) · Telefon: 0202 2490-0 · Telefax: 0202 2490-999 · www.bergische.ihk.deGeschäftsstellen: Kölner Straße 8 · 42651 Solingen · Telefon: 0212 2203-0 · Elberfelder Straße 77 · 42853 Remscheid · Telefon: 02191 368-0Verantwortlich für den redaktionellen Inhalt (Chefredaktion): Hauptgeschäftsführer Michael Wenge · Telefon: 0202 2490-100 · Telefax: 0202 2490-199Redaktion: Thomas Wängler · Telefon: 0202 2490-110 · Telefax: 0202 2490-119 · [email protected] · Csilla Letay · Telefon: 0202 2490-115Telefax: 0202 2490-119 · [email protected] · Frauke Fechtner · Telefon: 0202 2490-116 · Telefax: 0202 2490-119 · [email protected] 2019bergische-wirtschaft.netJETZT ONLINE!bergischeKONTAKTWIRTSCHAFTRedaktion Bergische WirtschaftT. 0202 2490-111Thomas Wängler:[email protected] Letay:[email protected] ihk.deIHK-Magazin für Wuppertal, Solingen und LEUM SOLINGENNachgefragtNACHHALTIGE MITARBEITERBINDUNG FÜR KMUVerlag, Gesamt herstellung, Anzeigenverwaltung, Layout: wppt:kommunikation GmbH · Treppenstraße 17-19 · 42115 Wuppertal · Telefon: 0202 42966-0Telefax: 0202 42966-29 · www.wppt.de · Verantwortlich: Süleyman Kayaalp (Geschäftsführung) · Projektleitung: Britta Commandeur · Tel. 0202 [email protected] · Anzeigenleitung: Simone Schmidt · Tel. 0202 42966-24 · [email protected] Druck: Silber Druck oHG 34253 LohfeldenErscheinungstermin: 6. September 2019Die „Bergische Wirtschaft“ ist das offizielle Organ der Bergische IHK Wuppertal-Solingen-Remscheid und wird kam mer zugehörigen Unternehmenim Rahmen ihrer Mitgliedschaft ohne besondere Bezugsgebühr geliefert. ISSN 0944-7350. Der Inhalt dieses Magazins wurde sorgfältig erarbeitet.Herausgeber, Redaktion, Autoren und Verlag übernehmen dennoch keine Haftung für Druckfehler. Für unverlangt eingesandte Manuskripte und Fotoswird keine Gewähr übernommen. Nachdruck – auch auszugsweise – nur mit Quellenangabe gestattet. Mit Namen oder Initialen gezeichnete Beiträgegeben die Meinung des Verfassers, aber nicht unbedingt die der IHK wieder. Der Bezug der IHK-Zeitschrift erfolgt im Rahmen der grundsätzlichenBeitrags pflicht als Mitglied der IHK.4Verbreitete Auflage:12.365 Exemplare(Stand IVW 3. Quartal)IVW-Mitgliedsnummer:07103-1735109 2019Beilagenhinweis:Medienagentur SchröderWir bitten um freundliche Beachtung.Titelbild:Süleyman KayaalpAbgebildet:Miriam NoronhaFRAUENPOWERwww.bergische.ihk.de5

KURZ NOTIERTDie diesjährige Heimat-Shoppen-Aktion„Reinschnuppern“ steuert mit den Aktionstagen am 13. und 14. September in Wuppertal und Remscheid sowie vom 16. bis 21.September in Solingen ihren Höhepunktenentgegen. Unzählige Fachhändler undDienstleister aus dem Städtedreieck bietenan diesen Tagen zahlreiche MitmachAktionen und Angebote an.Ein besonderer Programmpunkt ist derTanz-Flashmob, zu dem die Bergische IHKgemeinsam mit ihren KooperationspartnernANZEIGETanzend durch den Einzelhandel. Ben WichertsTeam vom Urban Art Complex zeigt, wie es geht.B. Boll Medien Remscheider Maschinenbauer Flott feiertgruppe übernimmt 165 Jahre UnternehmensgeschichteVolksbotenDas Jubiläum feiert das Unternehmen mitIm Jahr 1854 gründete Friedrich AugustDie neuen Auszubildenden auf derRathaustreppe in Wuppertal-Barmen.Die B. Boll Mediengruppe hat AnfangJuli über ihr Tochterunternehmen, dasRemscheider Medienhaus, den BergischenVolksboten in Burscheid übernommen.Bisher erschien der Bergische Volksboteals Unterausgabe der WestdeutschenZeitung mit Sitz in Wuppertal. Zukünftigwird der Bergische Volksbote in einergemeinsamen Ausgabe mit der bisherigenAusgabe Wermelskirchen des RemscheiderGeneral-Anzeigers erscheinen. Der tradi tionsreiche Bergische Volksbote hat eineverbreitete Auflage von 919 Exemplaren.Die Leser in Burscheid behalten ihregewohnte umfangreiche Berichterstattungaus Burscheid, ergänzt um noch mehrInformationen aus der unmittelbarenUmgebung, wie zum Beispiel der Nach barstadt Wermelskirchen.Ralph Jakobs neuer Geschäfts führer bei der Vaillant GmbHDer Aufsichtsrat der Vaillant GmbH hat Ralph Jakobs mit Wirkungzum 1. November zum Geschäftsführer des Unternehmens bestellt.Ralph Jakobs wird als Nachfolger von Dr.-Ing. Norbert Schiedeckfür das Ressort Technik verantwortlich zeichnen. Dr.-Ing. NorbertSchiedeck ist seit April 2014 Geschäftsführer Technik und leitetdas Ressort seit seiner Bestellung zum Vorsitzenden der Geschäftsführung im Mai vergangenen Jahres in Personalunion.Ralph Jakobs (50) ist ein international erfahrener Manager mitgroßer Erfahrung in den für das Ressort Technik relevanten Bereichen. Nach seinem Maschinenbau-Studium an der RWTH Aachentrat er 1996 als Trainee in den Volkswagen-Konzern ein. Dort übernahm er unter anderem Aufgaben in den Bereichen Produktion,Qualitäts- und Projektmanagement. Später bekleidete er operativeFührungsfunktionen inDeutschland und in denUSA. Diese Funk tionendeckten ein breites technisches Themenspektrum ab.Von 2016 bis Mai 2019 leiteteRalph Jakobs als Vice President die Forschungs- undEntwicklungsaktivitäten einesJoint Ventures des VolkswagenKonzerns in China und wardort für 2.000 MitarbeiterRalph Jakobs ist zum Geschäfts verantwortlich.führer Technik bei der Vaillant GmbHin Remscheid ernannt worden.6Weitere Informationen zu den einzelnenAktionen in den Stadtteilen und Stadtzentrenfindet sich hier: www.gemeinsam-heimatshoppen.de. Die Choreographie für denTanz gibt es unter facebook.de/gemeinsamheimatshoppen.09 2019Arnz mit nur wenigen Arbeitskräften einkleines Familienunternehmen, das Bohr winden und Brustbohrmaschinen vonhöchster Qualität entwickelte und fürden deutschen Markt fertigte. Das Familien unternehmen Arnz Flott GmbH Werkzeugmaschinen entwickelte sich in den Jahrzehnten danach immer weiter und wuchszu einem leistungsstarken internationalenUnternehmen heran. Flott ist laut eigenenAngaben Technologieführer im Bereichindustrielle Bohrmaschinen, die komplett inRemscheid gefertigt und montiert werden.Zuletzt flossen zehn Jahre Entwicklungs arbeit sowie die langjährige Erfahrung inder Bohrtechnik in die neue „Plus Serie“Bohrmaschinen. Herausgekommen sind –so das Unternehmen – innovative Maschinenmit einfacher Bedienung und vielen neuenFunktionen.RINKE Anzeige 4c 2019.qxp RINKE IHK 10.05.19 16:39 Seite 6seinen Kunden und Mitarbeitern bei einemEmpfang im Remscheider Werkzeugmuseum.Die Geschäftsführer bei Flott: Jan Peter Arnz,Francisco Carlon, Peter Becker, Alfonso Carlon (v.l.)ANZEIGEFoto: Vaillant GmbH24 neue Auszubildende in zwölf Berufen haben Anfang Augustbei der Stadt Wuppertal ihren Dienst aufgenommen. Das Spektrumder Berufe ist so breit wie die Dienstleistungen, die die Stadtanbietet: Ein Elektroniker ist ebenso dabei wie die Fachangestelltefür Medien- und Informationsdienste, Forstwirte oder eine medizinische Fachangestellte. Auch die eher „klassischen“ Verwaltungsberufe wie Verwaltungsfachangestellte sind vertreten. Eher ungewöhnlich ist die städtische Ausbildung zum Koch, zur Tierpflegerinoder zum Straßenwärter. Der Nachwuchs in der Verwaltung wirddurch weitere junge Menschen gesichert: Im September beginntdie Ausbildung in den Verwaltungsberufen im Beamtenverhältnisunter anderem im dualen Studium. Außerdem wird auch bei derFeuerwehr, in den Alten- und Altenpflegeheimen sowie denKinder tageseinrichtungen ausgebildet. Online-Bewerbungen fürdas Ausbildungsjahr 2020 sind bereits jetzt auf dem Karriereportalder Stadtverwaltung unter www.wuppertalent.de möglich.und der Tanzschule Urban Art Complex amSamstag, 14. September, um 15 Uhr amDöppersberg in Wuppertal-Elberfeld einlädt.Die Tanzschritte kann jeder erlernen – undes ist jeder einge laden, am 14. Septembermitzutanzen.Foto: FlottWuppertaler Stadtverwaltungbegrüßt 24 neue AzubisFotos: Bergische IHK/ From Above Drone ProductionsFoto: Stadt WuppertalHeimat-Shoppen-Aktionstage im Bergischen StädtedreieckSEHR ERFAHRENMENSCHEN BERATEN. FÜR IHREN ERFOLG brusinko – stock.adobe.com7

KURZ NOTIERT25 JahreBGSA Beratungsgesellschaft für Stand ortanalyse und -erschließung mbHFunckstr. 142115 WuppertalHM Ottmar Hill Erich MassbergMedizin- und Rehatechnik OHGSchützenstr. 192 a42659 SolingenSAN BELT Rückenstützsysteme VertriebsGmbH c/o Herrn Peter WolfErasmusstr. 2342653 Solingen50 JahreMetaq GmbHDüsseldorfer Str. 105 b42115 WuppertalTrauer um Viktor vom BaurZufällig hat die neue Wuppertaler DepenVerwaltungsetagen. Mit ihren Ninetyninedance der jungen Hotelmarke NinetynineHotels – Wuppertal ist nach Heidelberg derHotels dem Namen entsprechend genau 99 zweite Standort, weitere 18 sind geplant –Zimmer. Die ehemalige Dresdner Bank anwill sich die Centro-Gruppe im Budgetder Ecke Neumarktstraße/Kasinostraße inLifestyle-Segment positionieren. Über 70Elberfeld erstrahlt seit Kurzem als Hotel inHotels in Deutschland und Österreich gehöfrischem hippem Look. Die Hamburger Cen- ren dem Unternehmen. In Wuppertal seitro-Gruppe hat das ehemalige Bankhaus indie Konkurrenz in dem Segment gering.zwei Jahren aufwendig umgebaut und neu „Und ein gutes Produkt mit guter Manngestaltet. In der ehemaligen Kassenhalleschaft wird sich überall durchsetzen“, istsind jetzt Rezeption, Lobby, Restaurant und sich Lorenz Maurer, Director of Operations,Bar, die fließend ineinander übergehen,sicher. Auch sei die Lage zwischen Luisenuntergebracht. Wo früher die Vermögensviertel und Fußgängerzone der Elberfelderberatung war, können die Gäste in einemInnenstadt günstig – insbesondere auch fürFitnessbereich ihr Workout machen. EntNicht-Hotelgäste, die das Mittagstischanspannen lässt sich danach in den in Dschun- gebot an der Bowl-Bar nutzen oder abendsgel-Optik gehaltenen Zimmern auf den Exeinen Cocktail an der Bar trinken möchten.Die Bergische IHK trauert um ihr Ehren mitglied Viktor vom Baur,Die Bergische IHK trauert außerdem um Wolfgang vom Hagen,der am 18. August 2019 im Alter von 88 Jahren verstorben ist.der am 2. August 2019 im Alter von 83 Jahren verstorben ist. DerVom Baur war ein fleißiger, freundlicher und hilfsbereiter Unter„Gastgeber aus Leidenschaft“ leitete viele Jahre erfolgreich dienehmer, der seit Anfang der 50er-Jahre bis hin zur Jahr tausend Geschicke der Wolfgang vom Hagen Management Consultingwende sehr erfolgreich die Geschicke des Wuppertaler Traditions GmbH sowie der Culinaria Gastronomiebetriebsgesellschaft mbHunternehmens J.H. vom Baur Sohn GmbH & Co. KG gelenkt hat.in Wuppertal. Seine erste Direktionsstelle trat der gelernte KochSeit 1968 hat er immer wieder die Zeit gefunden, um seine funund Hotelkaufmann 1963 im Hotel „Hessischer Hof“ in Frankfurtdierten Kenntnisse in die Gremien der Bergischen IHK einzubringen. an, 1975 wurde er Generaldirektor von Mövenpick Deutschlandund Mitglied der Konzernleitung. Nach zwei Jahren als DirektionsBis 1976 war Viktor vom Baur Mitglied im Außenwirtschaftsauspräsident von Mövenpick verließ er 1994 das Unternehmen undschuss. Fast 30 Jahre – von 1972 bis 2001 – war er Mitglied imgründete die Wolfgang vom Hagen Management Consulting.Ausschuss für Industrie, Technologie und Umwelt sowie von 1993bis 2001 Mitglied des Bezirksausschusses Wuppertal der BergiNeben zahlreichen weiteren ehrenamtlichen Tätigkeiten hat sichschen IHK. Von 1993 bis 1996 hat er sich zwischenzeitlich auch im Wolfgang vom Hagen auch in den Gremien der wirtschaftlichenAusschuss für Industrie und Forschung des Deutschen IndustrieSelbstverwaltung engagiert. Von 1989 bis 2001 war er Mitglied imund Handelskammertags (DIHK) engagiert. Ebenso war Viktor vomIHK-Bezirksausschuss Wuppertal. Des Weiteren war er von 1993Baur von 1977 bis 2001 – also nahezu ein Vierteljahrhundert –bis 2001 Mitglied in der IHK-Vollversammlung sowie von 1997Mitglied der IHK-Vollversammlung. Darüber hinaus hat er in denbis 2001 zudem Vizepräsident der Bergischen IHK. Wolfgang vomJahren von 1991 bis 2001 als Vizepräsident die Arbeit der KammerHagen war ebenfalls ein engagierter Verfechter der Interessen dermitgestaltet. Hierbei hat er sich stets als engagierter VerfechterWirtschaft des Bergischen Landes. Mit ihm hat die Region einender Interessen der bergischen Wirtschaft hervorgetan.anerkannten Pionier der Hotel- und Gastronomiebranche verloren.Hermann-Josef Lürwer GmbHBogenstr. 842697 Solingen90 JahreHeinrich Söhnchen GmbHHahnerberger Str. 13742349 Wuppertal100 JahreMax Heinrichs OHGInhaber Frederik Heinrichs e.K.Mangenberger Str. 27842655 SolingenANZEIGEN STATTUNSICHTBAR BLEIBENBuchen Sie jetzt Ihre Anzeige!Simone Schmidt · Tel. 0202 HallenbauBürocontainerSeecontainerJahres MIETRÜCKLÄUFER bis 50% unter NEU59590 Geseke / B1 ( 0 29 42 - 98 80 0www.deutsche-industriebau.de8Trauer um Wolfgang vom HagenNinetynine Hotel eröffnet in WuppertalFoto: Centro Hotel Group/Jens SchwarckeJUBILÄENDas Entrée des neuen Ninetynine Hotels in Wuppertal.Gesucht: die besten Gründer NRWsMit dem Gründerpreis NRW sucht dieNRW-Bank erneut die besten GründerNordrhein-Westfalens. ErfolgreicheGründerinnen und Gründer aus NordrheinWestfalen können sich ab sofort für denGründerpreis NRW 2019 bewerben.Unternehmensgründung und Wirtschaftsentwicklung an der Bergischen UniversitätWuppertal, drei Gewinnerinnen und Gewinner. Ob Handwerksbetrieb, Techno logieStart-up oder Industrieunternehmen –bei der Bewertung werden alle Facettenunternehmerischen Handelns berücksichtigt. Zu den Auswahlkriterien gehören derwirtschaftliche Erfolg und die Kreativitätder Geschäftsidee. Außerdem fließen Ansätzezu gesellschaftlichem Engagement, Umwelt schutz, Nachhaltigkeit und Familien freund lichkeit ein.Mit insgesamt 60 000 Euro Preisgeld zeichnen das Wirtschaftsministerium und dieNRW-Bank innovative Geschäftsideen,neuartige Produkte und Unternehmer persönlichkeiten aus. Der GründerpreisNRW richtet sich an junge Unternehmensowie Freiberufler aus den BereichenHandwerk, Industrie und Dienstleistung,die zwischen 2014 und 2017 an den Startgingen und ihren Hauptsitz in NordrheinWestfalen haben.Der Gründerpreis NRW wird zum achten Malvergeben und zählt zu den bundesweit höchstdotierten Wettbewerben. Die Preisverleihungfindet am 18. November in Düsseldorf statt.Aus allen Einreichungen wählt eineFachjury unter Vorsitz von Prof. ChristineVolkmann, Inhaberin des Lehrstuhls fürWeitere Informationen zum Wettbewerbund die elektronischen Teilnahmeunterlagenfinden Sie im Internet unter www.gruenderpreis.nrw.09 2019Management-Forum der TAW zu Konflikten im UnternehmenDas Bergische Management-Forum der Technischen AkademieDas 21. Bergische Management-Forum beginnt am 26. SeptemberWuppertal (TAW) beschäftigt sich in diesem Jahr mit dem Themaum 16 Uhr und endet voraussichtlich gegen 19.30 Uhr.„Konflikte in Unternehmen“. Im Rahmen der Veranstaltung wirdVeranstaltungsort ist der Hauptsitz der TAW, Hubertusallee 18,eine kreative Herangehensweise an Konfliktlösung aufgezeigt. Mit42117 Wuppertal.Hilfe eines interaktiven Unternehmenstheaters wird die Entwicklung von Lösungen und das Zusammen führen unterschiedlicherEin Get-together mit Imbiss und Möglichkeit zum weiterenSichtweisen auf eine zwischenmenschliche Fragestellung beleuchtet. Erfahrungsaustausch und Networking bildet den Abschluss derVeranstaltung. Die Teilnahme ist kosten frei, eine verbindlicheDie Teilnehmer des Forums entdecken neue Möglichkeiten für dieAnmeldung ist erforderlich.Zusammenarbeit in ihrem Unternehmen oder mit Kunden. EbensoDas detaillierte Programm und die Möglichkeit zur Anmeldunglassen sich Unternehmensvisionen oder Führungsgrundsätze mitfinden Sie unter www.taw.de/afpu. Die Anmeldung ist auch perdieser Methode erarbeiten. Dabei müssen Teilnehmer nicht aufE-Mail möglich: [email protected] Bühne mitspielen, dies ist die Aufgabe von Schauspielern.ANZEIGEWir unterstützen Sie!Elektrofahrräder fürIhre Arbeitnehmer!Steuerminderungbeim Arbeitgeberohne Steuerbelastungbeim ArbeitnehmerTREUMERKURWirtschaftsprüfung SteuerberatungUnternehmensberatungHofaue 37 42103 WuppertalTelefon 49 202 4 59 60 - 0Telefax 49 202 4 59 60 [email protected]

Frauen in FührungLuft nach oben. Denn die BundesrepublikDeutschland landet in einem EU-Ver gleich von Eurostat nur im unteren Drittel(Quelle: Statista). Eurostat beziffert denAnteil der weiblichen Führungskräfte* fürdas Jahr 2017 auf 29,4 Prozent und ver weist Deutschland auf Platz 20 von ins gesamt 28 – und damit weit hinter dieSpitzenreiter Lettland (46,3 Prozent), Po len und Slowenien. Das Statistische Bun desamt spricht von 29,2 Prozent Frauenin leitender Position im Jahr 2017 – dassei „damit niedriger als ihr Anteil an allenErwerbstätigen (46,5 Prozent).“Die Ursachen für die Unterrepräsentationvon Frauen als Chefinnen sind vielfältig,einen der wichtigsten Gründe sehen bergi sche Führungsfrauen aber vor allem in derProblematik der Vereinbarkeit von Berufund Familie.SELBSTBEWUSSTUND MUTIGIm Bergischen Städtedreieck sind etwa 21 Prozent der Führungs positionen und davon lediglich zehn Prozent im Top-Managementvon Frauen besetzt, weniger als im Bundesdurchschnitt. Über Ursachen,Chancen und wie bergische Führungsfrauen die Situation erleben –eine Momentaufnahme.„Eine Frauenquote bringt nichts, wennes kaum Frauen gibt, die sich die Füh rung eines Unternehmens zutrauen“, sagtFelicia Ullrich, Geschäftsführerin des So linger Unternehmens U-Form Testsysteme.„Mädchen müssen schon früher gefördertund in ihrem Selbstbewusstsein gestärktwerden.“ Damit Frauen dem Druck imIn einer männerdominierten Branche hat sichUnternehmerin FatihaEssinnou ihren Weg nachoben gebahnt.10beruflichen – größtenteils männlichen –Wettbewerb standhalten und eine Füh rungspersönlichkeit entwickeln könnten,müssten sie selbstbewusst erzogen wer den, meint Ullrich. Mädchen sollte mitauf den Weg gegeben werden, dass ihrGeschlecht für ihre Berufswahl nicht ent scheidend ist.Dass das Geschlecht in der Berufsweltnach wie vor eine Rolle spielt, belegt dieSchaffung einer Quotenregelung: Um bes sere Rahmenbedingungen für die Gleich berechtigung von Frauen zu schaffen,ist die „Frauenquote“ – das Gesetz zurgleichberechtigten Teilhabe von Frauenund Männern – im Januar 2016 nach jah relangen Debatten in Kraft getreten. Undpolarisiert immer noch. Sie zielt darauf ab,den Anteil von Frauen in Führungspositi onen endlich signifikant zu erhöhen. Zwarist seit Einführung der festen Geschlech terquote von 30 Prozent der durchschnitt liche Frauenanteil in Aufsichtsräten vonbörsennotierten und paritätisch mitbe stimmten Unternehmen von 22,1 Prozentauf 34 Prozent gestiegen. Der Frauenan teil in Vorständen ist jedoch immer nochsehr gering, nur knapp acht Prozent derVorstandsposten wurden 2017 von Frauenbesetzt, wie die Süddeutsche Zeitung imJanuar 2018 berichtete. Alle weiteren Un ternehmen sind dazu verpflichtet, sich einpersönliches Ziel zur Erhöhung des Frau enanteils in ihren Führungsebenen zu set zen. Doch ein Mindestziel ist dabei nichtvorgegeben – es kann auch bei Null liegen,wobei die Zielquote allerdings nicht unterden aktuellen Stand sinken darf. Zuletztmachten in diesem Frühjahr 53 deutschebörsennotierte Unternehmen durch einenReport der Albright-Stiftung Schlagzeilendamit, dass sie „0 Prozent Frauen“ in ihremVorstand anstrebten.Vereinbarkeit von zwei RollenFelicia Ullrich ist Mutter von zwei Kin dern und hat in ihren Schwangerschaf ten so lange wie möglich gearbeitet. Nicht,weil ihr Unternehmen es nicht anders zu gelassen hätte, sondern weil sie es wollte.„Die Vereinbarkeit von Beruf und Familieist eine Frage der Organisation und ichsage nicht, dass es leicht ist. Jede Frauhadert mich sich und den zwei Rollen,denen sie gerecht werden muss. Ich will,dass junge Frauen wissen, dass es völlignormal ist zu hadern“, sagt die Geschäfts führerin. Vorurteile gegenüber Frauen, diegleichzeitig eine Führungsposition undKinder haben, kennt sie auch. „EinigeMenschen, auch andere Frauen, habenkein Verständnis dafür und lassen einendas auch spüren. Als Mutter sind Sie inden Augen anderer immer noch mehr fürdie Kinder verantwortlich als der Mann“,berichtet sie. Für Ullrich brechen nach 20Jahren als Geschäftsführerin bald span nende Monate an, in denen sie sich Zeitfür sich nimmt, um daraus neue Kraft zuschöpfen. Pläne für diese Sabbatical-Zeitgibt es schon: „Ich werde ein Buch schrei ben und mit meiner Freundin um die Weltreisen. Danach nehme ich die Geschäfts führung wieder auf.“ Jetzt sei der richtigeZeitpunkt für Felicia Ullrich, ihrer Kreati vität mehr Raum zu geben und sich, wennauch nur mittelfristig, einem neuen Pro jekt zu widmen.EU-Vergleich – Luft nach obenProblem Kinderbetreuung –Warum Frauen nicht arbeitenBesonders der Blick ins europäische Aus land zeigt: Es ist hierzulande noch deutlichFatiha Essinnou gehört ebenfalls zu den 21Prozent leitenden Frauen im Bergischen09 2019Städtedreieck. Sie ist Inhaberin des Unter nehmens ESS Metall-Halbzeug in Solin gen. Und davon überzeugt, dass es mehrFrauen in Führung gäbe, wenn Familieund Beruf besser miteinander zu verein baren wären. Die Mutter zweier Kinder hatselbst erlebt, wie schwierig es ist, eine an gemessene Betreuung für den Nachwuchszu finden. „Dass Kinder zu bekommen be deutet, den eigenen Job an den Nagel zuhängen, habe ich selbst erfahren. Meineerste Tochter kam zur Welt, als ich nochangestellt war. Private Betreuung für Kin der bis drei Jahren konnte ich mir damalsnicht leisten, die Großeltern waren selbstberufstätig“, erinnert sie sich. In letzterKonsequenz führten diese Umstände siein die Arbeitslosigkeit – und das für überzwei Jahre. „Danach konnte ich zwarwieder in derselben Branche arbeiten, al lerdings mit niedrigerem Gehalt und ei ner Position unter meiner alten“, sagt sie.„Meine zweite Tochter kam zur Welt, alsich bereits selbstständig war. Ich habe ineinem Büro ein Bett aufgestellt und michzwischendurch zurückgezogen. Natürlichist das keine Lösung für alle Unterneh men, aber es zeigt, dass die Betreuung vonKindern der Grund ist, warum Mütter aus*Vorstände, Geschäftsführerinnen und Führungskräfte in Handel, Produktion und Dienstleistungender Arbeitswelt verschwinden“, sagt sie.Flexible Arbeitszeitmodelle und Möglich keiten wie ein mobiles Büro in den eige nen vier Wänden seien essenziell, wennes um die Vereinbarkeit von Familie undBeruf geht. „Wo der gesetzliche Rahmennicht ausreicht, um die Kinderbetreuungsicherzustellen, da sollten Verständnis undder Wille für eine Lösung der Geschäfts leitung vorhanden sein“, sagt FatihaEssinnou.Nina Postler spricht einen weiteren we sentlichen Faktor bei der Vereinbarkeitvon Familie und Beruf an. Unverzichtbarsei ihrer Meinung nach auch ein unter stützendes Umfeld. „Der Spagat zwischenBeruf und Familie kann nur gelingen,wenn man gut organisiert ist, sich regel mäßig mit den Kollegen abspricht und na türlich einen verlässlichen Partner hat“,sagt die Leiterin des Bereichs Geschäfts kunden bei der Deutschen Bank in Rem scheid und Solingen. Ihr Arbeitgeber hatin zahlreichen Regionen ein fortschrittli ches und familienfreundliches ElternzeitRahmenwerk etabliert, das nicht mehrzwischen Vater und Mutter unterscheidet,sondern einen geschlechterneutralen An satz verfolgt.Gründerin MiriamNoronha hat dieWuppertaler Gruppeder bundesweiten„Female FutureForce“-Communityins Leben gerufen.11Fotos: Süleyman KayaalpTITELTHEMA

TITELTHEMAKerstin Fröhlich schätzt diegegenseitige Unterstützung und den Know-howAustausch in Netzwerken.Unabhängig von Geschlechtervorgabenhandhabt hier in der Region auch die Bergi sche Krankenkasse das Thema – und hatlaut eigenen Angaben überdurchschnitt lich viele Führungspositionen mit Frauenbesetzt. „Wir richten uns nicht nach Quo tenvorgaben, sondern nach der Leistungund dem Willen unserer Mitarbeiter“, sagtSabine Stamm, als Vorständin der Kran kenkasse selbst eine Frau in Führungs position. „Das ist die Grundlage dafür,dass wir erfolgreich sind und jede zweiteFührungsposition bei uns mit einer Fraubesetzt ist. Mit Teilzeitmodellen, flexib len Arbeitszeiten und einem Eltern-KindBüro schaffen wir dafür den Rahmen“,erklärt Stamm.Stärke entwickeln –Mit Rollenklischees aufräum

IHK-Magazin für Wuppertal, Solingen und Remscheid bergische fi 09 2019 bergische-wirtschaft.net www.bergische.ihk.de fi KONTAKT Redaktion Bergische Wirtschaft T. 0202 2490-111 Thomas Wängler: [email protected] Csilla Letay: [email protected] [email protected]