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Rundschreiben zurAbiturprüfungsordnungvom 21.06.2019Bezug:Abiturprüfungsordnungvom 21.07.2010 (GVBl. S. 222)1

InhaltVORWORT . 41.VORBEREITUNG UND DURCHFÜHRUNG DER SCHRIFTLICHEN PRÜFUNG . 41.1Anforderungsbereiche . 41.2Themen und Gliederung der Prüfungsaufgaben . 41.3Ergänzende Angaben zu den Aufgabenvorschlägen . 51.4Vorlage der Aufgabenvorschläge . 61.5Aufgaben für die Nachholprüfung und die Wiederholung einer Prüfungsleistung . 61.6Entscheidung über die dem Prüfling vorzulegenden Aufgaben . 71.7Nachteilsausgleich für behinderte Prüflinge . 71.8Rückfragen und Monita . 101.9Übermittlung und Bekanntgabe der den Prüflingen vorzulegenden Aufgaben . 101.10Hilfsmittel . 111.11Einlesezeit . 111.12Besprechung der Aufgaben der schriftlichen Prüfung . 112.VORBEREITUNG UND DURCHFÜHRUNG DER MÜNDLICHEN PRÜFUNG. 122.1Aufgabenstellung für die mündliche Prüfung . 122.2Themen für die mündliche Prüfung . 122.3Vorlage der Aufgaben . 122.4Gestaltung der mündlichen Prüfung . 122.5Bewertung . 132.6Mündliches Prüfungsfach aus dem gesellschaftswissenschaftlichen Aufgabenfeld . 132.7Information des Fachprüfungsausschusses über den Leistungsstand des Prüflings . 142.8Zuhörende bei mündlichen Prüfungen . 142.9Teilnahme von Schulbehörden anderer Bundesländer . 143.SONSTIGE HINWEISE . 152

3.1Zweite Ausfertigung des Zeugnisses der allgemeinen Hochschulreife .153.2Aufbewahrungsfrist für Prüfungsakten .153.3Abgangszeugnis.153.4Widerspruch .153.5Freie Waldorfschulen .154. FACHSPEZIFISCHE HINWEISE UND CHECKLISTEN ZUR ÜBERPRÜFUNG IM HINBLICK AUFFORMALE VORGABEN . 16Bildende Kunst .16Biologie .21Chemie .25Darstellendes Spiel .30Deutsch .35Englisch .42Ethik .51Französisch.52Gesellschaftswissenschaftliche Fächer .67Griechisch .75Informatik .80Italienisch und Spanisch .85Latein .94Mathematik . 100Musik . 104Philosophie . 107Physik. 108Evangelische und Katholische Religionslehre . 111Russisch . 114Sport . 119DECKBLATT ZU DEN AUFGABENVORSCHLÄGEN EINES KURSES . 126BEGLEITSCHREIBEN ZU DEN AUFGABENVORSCHLÄGEN EINER SCHULE . 1273

VorwortDie folgenden Ausführungen zu einzelnen Abschnitten der Abiturprüfungsordnung ergänzen bzw. erläutern diese und setzen die von der KMK in den Bildungsstandards fürdie Fächer Deutsch, Mathematik, Englisch und Französisch sowie für alle anderen Fächer in den „Einheitlichen Prüfungsanforderungen in der Abiturprüfung“ (EPA) verbindlich festgelegten Rahmenbedingungen um.Ziel dieser länderübergreifend gültigen Regelungen ist es, die Transparenz und Vergleichbarkeit der Anforderungen in der Abiturprüfung unter den Ländern sicherzustellen. (Alle vorliegenden EPA und Bildungsstandards stehen auf der GymnasiumsHomepage zum Herunterladen zur Verfügung: www.gymnasium.bildung-rp.de, Link:Lehrpläne / EPA / Bildungsstandards Abitur)Die als Anlage beigefügten fachspezifischen Hinweise enthalten Regelungen zurDurchführung der schriftlichen und mündlichen Prüfung in den einzelnen Fächern. Siesind bei der Erstellung der Aufgabenvorschläge zu beachten.1.Vorbereitung und Durchführung der schriftlichen Prüfung1.1 AnforderungsbereicheDie EPA und die Bildungsstandards unterscheiden für die Abiturprüfung drei Anforderungsbereiche.Die Aufgaben der schriftlichen Prüfung sind so zu gestalten, dass jeder Anforderungsbereich entsprechend den EPA / Bildungsstandards für die einzelnen Fächer vertretenist.Die in den EPA / Bildungsstandards enthaltenen Beispielaufgaben dienen der Orientierung bei der Erstellung schriftlicher Prüfungsaufgaben.1.2 Themen und Gliederung der PrüfungsaufgabenDie Anzahl der einzureichenden Aufgabenvorschläge ergibt sich aus § 18 der Abiturprüfungsordnung.Die Aufgaben für die schriftliche Prüfung müssen aus verschiedenen Sachgebieten derLehrpläne für die Qualifikationsphase entnommen sein; dabei sind im neunjährigen Bildungsgang und im beruflichen Gymnasium mindestens zwei Halbjahre der Qualifikationsphase, darunter mindestens eines der Jahrgangsstufe 13, zu berücksichtigen, beimachtjährigen Bildungsgang mindestens zwei Halbjahre der Qualifikationsphase, darunter mindestens eines der Jahrgangsstufe 12. Die Aufgaben müssen eine selbstständigeLösung erfordern und hinsichtlich der Anforderungen vergleichbar sein.4

In den Fächern Deutsch, Englisch, Französisch und Mathematik werden die ausgewählten Aufgaben vom fachlich zuständigen Ministerium durch zentrale Elemente ergänzt; in den einzelnen Fächern geschieht dies wie folgt:Deutsch:die ausgewählten zwei Aufgaben der Schule werden um eine weitere Aufgabe ergänzt und demPrüfling zur Wahl gestellt;Englisch und Französisch:die ausgewählte Aufgabe der Schule wird je Fachum eine Aufgabe ergänzt und dem Prüfling zurBearbeitung vorgelegt;Mathematik:die ausgewählten zwei Aufgaben der Schule werden um eine weitere Aufgabe ergänzt und demPrüfling zur Bearbeitung vorgelegt.In den Fächern Deutsch, Mathematik, Englisch und Französisch sind für die Formulierung der Aufgaben die vorgegebenen Operatorenlisten zu verwenden (siehe Anlagen).Gebiets- bzw. themenübergreifende Aufgaben bieten sich z.B. an, wenn Anwendungsbezüge oder Vernetzungen thematisiert werden sollen.Es ist wünschenswert, dass bei Parallelkursen von den Fachlehrkräften gemeinsameAufgabenvorschläge eingereicht werden, sofern die unterrichtlichen Voraussetzungendies erlauben.Die vom Prüfling zu bearbeitenden Aufgaben bestehen je nach den fachspezifischenBestimmungen aus Arbeitsmaterialien und zugehörigen Arbeitsaufträgen. Sind die Arbeitsaufträge gegliedert, müssen sie in einem inneren Zusammenhang stehen. Dabeiist darauf zu achten, dass die Arbeitsaufträge nicht zu kleinschrittig formuliert sind,sondern dass sie eigenständige, begründete Lösungswege ermöglichen.All die Materialien, die explizit auf das Abitur vorbereiten und für die Schülerinnen undSchüler im Handel erhältlich sind, dürfen nicht als Abiturvorschläge verwendet werden.Dies gilt auch für Aufgabensammlungen und damit verbundene Erwartungshorizonte,die als Druckveröffentlichungen vorliegen.1.3 Ergänzende Angaben zu den AufgabenvorschlägenDen Aufgabenvorschlägen sind folgende Angaben beizufügen: Angabe der zu erwartenden Prüfungsleistungen (Lösungsskizze, Stichworte möglich), eine Zuordnung der Teilaufgaben zu den Anforderungsbereichen der EPA / Bildungsstandards (vgl. Nr. 1.1), falls der Lehrplan des jeweiligen Faches Themen und Reihenfolge der Behandlung nicht verbindlich festlegt: Angaben darüber, in welchen Halbjahren der gymnasialen Oberstufe die den Aufgabenvorschlägen zugrunde liegenden Themenbehandelt wurden,5

Angaben zu den unterrichtlichen Voraussetzungen entsprechend den fachspezifischen Hinweisen. Falls dort keine Regelung getroffen ist, sind Angaben zu denunterrichtlichen Voraussetzungen dann beizufügen, wenn es zum Verständnis derAufgabenstellung oder der Lösungsskizze erforderlich ist.In jedem Fall muss die Möglichkeit offengehalten werden, dass Prüflinge andere als dieerwarteten Lösungswege einschlagen und trotzdem die Aufgabe sachgerecht bearbeiten.Das Vorlesen von Texten in der schriftlichen Prüfung ist grundsätzlich nicht zulässig.Die Texterfassung ist eigenständig vom Prüfling zu leisten.1.4 Vorlage der AufgabenvorschlägeDie Schulleiterin oder der Schulleiter überprüft die Aufgabenvorschläge auf formaleRichtigkeit.Den Aufgabenvorschlägen sind die fachspezifische Checkliste und ein Deckblatt vorzuheften, auf dem u. a. die Anschrift der Schule, das Fach und die Kursbezeichnung vermerkt werden, und das von der Fachlehrkraft bzw. den Fachlehrkräften und der Schulleiterin oder dem Schulleiter unterschrieben wird. Die Aufgabenvorschläge werden ineinem offenen Umschlag (zum Zweck der Arbeitserleichterung bitte DIN A4-Umschlägemit einem Haftstreifen, d.h. mit einer abziehbaren Folie unter der Lasche) zusammengefasst, auf dem die gleichen Angaben wie auf dem Deckblatt zu vermerken sind. Beigemeinsamen Aufgabenvorschlägen für Parallelkurse ist nur ein Umschlag mit einemDeckblatt vorzulegen.Die Schulleiterin oder der Schulleiter sendet die Umschläge in einem fest verschlossenen Sammelumschlag als Einschreiben oder Paket mit Rückschein an die Leiterin oderden Leiter der Abteilung Gymnasien des fachlich zuständigen Ministeriums. In einemBegleitschreiben sind die Zahl der Umschläge je Fach und die Gesamtzahl der Umschläge anzugeben.Die Aufgabenvorschläge für die bilingualen Fächer Histoire und Géographie sind in 2facher Ausfertigung vorzulegen.1.5 Aufgaben für die Nachholprüfung und die Wiederholung einer PrüfungsleistungAuch bei der Nachholprüfung erkrankter Prüflinge und bei der Wiederholung einer Prüfungsleistung gemäß § 31 der Abiturprüfungsordnung ist das oben beschriebene Verfahren einzuhalten. Dies gilt auch hinsichtlich der nach § 18 der Abiturprüfungsordnungvorzulegenden Anzahl der Aufgabenvorschläge.In den Fächern Englisch und Französisch gibt es sowohl für die Prüfungstermine imJanuar (G9, IGS) als auch für die im Mai (G8GTS, BG, Koll/AG, FWS) jeweils einenzentralen Nachschreibtermin, zu dem die betroffenen Schulen zentrale Hör- und Leseverstehensaufgaben erhalten.6

Langfristig erkrankte Prüflinge in G9 und IGS nehmen ggf. am regulären Termin oderam zentralen Nachschreibtermin für G8GTS, BG, Koll/AG, FWS teil. Für langfristig erkrankte Prüflinge, die keinen dieser Termine wahrnehmen können, werden individuelleLösungen getroffen.Für die Fächer Deutsch und Mathematik gibt es keine zentralen Nachschreibtermine;für alle Nachschreiber erfolgt die Aufgabeneinreichung durch die Schule, d.h. in beidenFächern werden jeweils 4 Aufgabenvorschläge eingereicht. Der zusätzlich eingereichteVorschlag ersetzt inhaltlich die beim regulären Termin übermittelte zentrale Aufgabenstellung. Das bedeutet u.a.: In Deutsch muss unter den 4 Aufgaben eine Erörterung aufder Basis eines pragmatischen Textes sein. In Mathematik muss sich mindestens einDrittel der Aufgaben auf Analysis beziehen.1.6 Entscheidung über die dem Prüfling vorzulegenden AufgabenIm fachlich zuständigen Ministerium werden die eingereichten Aufgabenvorschläge geprüft. Die nach § 18 Abiturprüfungsordnung vorgeschriebene Anzahl wird ausgewählt.Die Prüfung der Aufgabenvorschläge und die Auswahl erfolgen durch Auswahlkommissionen, deren Mitglieder und Vorsitzende von der Leiterin oder dem Leiter der Gymnasialabteilung berufen werden. Die Kommissionen handeln im Auftrag des fachlich zuständigen Ministeriums. Ihre Hinweise sind zu beachten.Die zentral gestellten Aufgaben werden an dem der jeweiligen schriftlichen Prüfung vorausgehenden Unterrichtstag gesondert elektronisch versandt.1.7 Nachteilsausgleich für behinderte Prüflinge1.7.1 Rechtmäßigkeit des NachteilsausgleichsSchulen sind aufgrund der gesetzlichen Regelungen verpflichtet, behinderten Schülerinnen und Schülern den erforderlichen en Nachteilsausgleich zu gewähren.Nachteilsausgleiche umfassen gemäß §32 AbiPro „die zum Ausgleich der Behinderungerforderlichen Arbeitserleichterungen der äußeren Prüfungsbedingungen“. Sie dürfensich nicht auf die Umfänge oder die Anforderungen der Prüfungen beziehen.Der Nachteilsausgleich ist auch schon für die Kursarbeiten im Prüfungshalbjahr zu gewähren.1.7.2 Voraussetzung für die Gewährung eines NachteilsausgleichsVoraussetzung für die Gewährung eines Nachteilsausgleichs durch die Schule ist dierechtzeitige Beantragung und die Vorlage eines fachärztlichen Attestes.1.7.3 Vorgehen an der Schule Der Schüler oder die Schülerin (bzw. die Sorgeberechtigten) stellt rechtzeitig, inder Regel vor Beginn des Prüfungshalbjahres, einen Antrag auf Gewährung einesNachteilsausgleichs bei der Schule. Dem Antrag ist eine Bescheinigung beizulegen, die geeignet ist, eine Entscheidung bzgl. des Nachteilsausgleichs zu treffen.7

Bei hör- oder sehbeeinträchtigten Schülerinnen oder Schülern muss eine der regional zuständigen Schulen für Gehörlose und Schwerhörige bzw. die Landesschule für Blinde und Sehbehinderte in den Entscheidungsprozess einbezogen werden. Diese benennen der Schule eine zuständige Förderschullehrkraft. Folgende Kontaktpersonen stehen den Schulen als Ansprechpartner bei den Förderschulen zur Verfügung:SchuleKontaktpersonE-Mail (Epos) / TelefonLandesschule für Blindeund Sehbehinderte, NeuwiedFrau Sybille [email protected] für Gehörlose und Schwerhörige,NeuwiedHerr Bernd GünterLandesschule für Gehörlose und Schwerhörige, Wilhelm-Hubert-CüppersSchule, TrierHerr Wolfgang RomannPfalzinstitut für Hören undKommunikation, AugustinViolet-Schule, FrankenthalFrau Iris g-rp.de06233/4909-0 Diese zuständigen Förderschullehrkräfte beraten die Schülerinnen und Schülernauch im Vorfeld zu Fragen des Nachteilsausgleichs. Das vorsitzende Mitglied der Prüfungskommission trifft die Entscheidung über denNachteilsausgleich, bei hör- oder sehbeeinträchtigten Schülerinnen oder Schülernauf Basis der Vorschläge der Förderschullehrkraft und ggf. in Absprache mit dieser. Die Festlegung des Nachteilsausgleichs muss bis spätestens zu Beginn des Prüfungshalbjahres erfolgen und wird dem Prüfling schriftlich mitgeteilt. Antrag undBewilligung sind Bestandteil der Prüfungsunterlagen. Sollte der Nachteilsausgleich eine Anpassung der zentralen Elemente in der Abiturprüfung erfordern, so informiert die Schule den Verantwortlichen im Ministeriumfür Bildung (Abteilung 4C) spätestens zu Beginn des Prüfungshalbjahres darüber,worin der Nachteilsausgleich konkret besteht und wer die zuständige Förderschullehrkraft ist. Die Förderschullehrkraft kann bei der Schaffung der angemessenen Vorkehrungen für die schriftliche oder mündliche Prüfung einbezogen werden.1.7.4 Formen des NachteilsausgleichsWenn als Nachteilsausgleich eine Zeitverlängerung gewährt wird, hat die Schule einengesonderten Zeitplan zu erstellen. Hierbei ist auf einen gemeinsamen Beginn der Bearbeitung der Aufgaben oder Aufgabenteile zu achten.8

Beispiele für einen NachteilsausgleichAnpassung der äußeren Prüfungsbedingungen durch eine längere Einlese- und/oder Bearbeitungszeit einen eigenen Raum die Benutzung technischer/behinderungsspezifischer HilfsmittelBeispiele für einen Nachteilsausgleich speziell für sehbeeinträchtige Prüflinge Individuelle Adaption der Texte und Abbildungen bzgl. Schriftgröße, Farbe, Kontrast etc. Ersetzen der Lesetexte durch eine Hörfassung Abspielen der Audiodatei in einem separaten Raum und dreimaliges Hören desDokumentes zum HörverstehenBei der Erstellung der schuleigenen Aufgaben können die Förderschullehrkräfte unterstützend beraten. Wird die Unterstützung der zuständigen Förderschullehrkraft bei derAdaption der Aufgaben benötigt, so werden ihr rechtzeitig vor der Prüfung die Aufgabenals bearbeitbare Worddokumente in der Schule zur Verfügung gestellt.Die Anpassung der zentralen Aufgaben wird im Ministerium für Bildung, Abteilung 4C,in Mainz durch von der zuständigen Förderschule beauftragte Förderschullehrkräfte inder Regel 4 Wochen vor der Prüfung vorgenommen.Beispiel für einen Nachteilsausgleich speziell für hörbeeinträchtigte PrüflingeErsetzen der Hörverstehensaufgabe durch eine erweiterte Schreibaufgabe: Die Zusatzaufgabe kann sich an den zu bearbeitenden Text der jeweiligen Themenvorschläge anschließen (z.B. Bearbeitung eines weiteren Aspekts des Themas oder einer Karikatur). Die Zusatzaufgabe sollte weitgehend dem Anforderungsbereich II zugeordnetsein. Die Bearbeitungszeit für die erweiterte Schreibaufgabe beträgt 240 Minuten (also60 Minuten mehr als für die anderen Schülerinnen und Schüler). Die zusätzliche Schreibaufgabe fließt (mit 20%) in die Bewertung der gesamtenTextanalyse ein. Die Gesamtnote setzt sich also aus 80% für Textanalyse und20% für das Leseverstehen zusammen. Es muss keine von der restlichenTextanalyse getrennte Bewertung (Inhalt / Sprache) vorgenommen werden. Es ist auf den gemeinsamen Beginn der Bearbeitung der Aufgabe zum Leseverstehen zu achten. Auf der sogenannten Checkliste, die die Fachlehrkraft den Vorschlägen als Deckblatt beilegen muss, informiert diese die Auswahlkommission darüber, dass eineSchülerin oder ein Schüler mit Nachteilsausgleich (erweiterte Schreibaufgabe)mitgeprüft wird.9

1.8 Rückfragen und MonitaBei Rückfragen, Beanstandungen und Zurückweisungen von Aufgabenvorschlägendurch die Auswahlkommission verständigt deren Vorsitzende oder Vorsitzender oderein von ihr oder ihm beauftragtes Mitglied der Kommission telefonisch die Schulleitungunter Angabe der Gründe, die zu der Rückfrage geführt haben. Diese informiert unverzüglich die betroffene Lehrkraft. Falls erforderlich setzt die oder der Vorsitzende einenTermin für die Vorlage geänderter oder neuer Aufgabenvorschläge fest.Zur Klärung der Rückfragen oder Beanstandungen kann es erforderlich sein, dass zwischen der oder dem Vorsitzenden oder einem Mitglied der Auswahlkommission und derbetroffenen Lehrkraft ein Gespräch geführt wird. Um dies zu ermöglichen, stellt dieSchule sicher, dass die Lehrkräfte ihre Prüfungsvorschläge zu den Sitzungsterminender jeweiligen Auswahlkommission, die den Schulen rechtzeitig mitgeteilt werden, bereithalten und dass sie telefonisch erreichbar sind.Falls Beanstandungen grundsätzliche Probleme aufwerfen, stehen die RegionalenFachberaterinnen und Fachberater für Gespräche zur Verfügung.1.9 Übermittlung und Bekanntgabe der den Prüflingen vorzulegenden Aufgaben1.9.1 Dezentrale AufgabenDas fachlich zuständige Ministerium sendet nach der Auswahl der dezentralen Aufgaben die Deckblätter, denen die genehmigten Aufgaben/Themen für den jeweiligen Kurszu entnehmen sind, nebst den eingereichten Vorschlägen, in verschlossenen und versiegelten Umschlägen unmittelbar an die Schulleitung (zu Hd. der Schulleiterin oderdes Schulleiters) zurück. Diese bewahrt die Umschläge bis zur Prüfung sicher auf. DieUmschläge mit den dezentral gestellten Aufgaben dürfen erst zu Beginn der jeweiligenschriftlichen Prüfung geöffnet werden.Ein Mitglied der Schulleitung öffnet den Umschlag für die jeweilige Prüfung unmittelbarvor Beginn der schriftlichen Arbeit in Anwesenheit der Prüflinge, soweit nicht einer derbeiden nachfolgend genannten Ausnahmefälle vorliegt: Sofern für die Prüfung umfangreiche oder aufwändige, z.B. experimentelle Vorbereitungen erforderlich sind, ist genehmigt, dass der Umschlag für das betroffeneFach einen Unterrichtstag vor der Prüfung geöffnet wird. Der Umschlag ist auch dann vor der Prüfung zu öffnen, wenn dies vom fachlichzuständigen Ministerium aus anderen Gründen und mit Fristangabe außen aufdem Umschlag vermerkt ist.Aus wichtigem Grund kann das fachlich zuständige Ministerium Ausnahmen zulassen.1.9.2 Zentral gestellte AufgabenDie zentral gestellten Aufgaben werden an dem der jeweiligen schriftlichen Prüfung vorausgehenden Unterrichtstag gesondert elektronisch versandt.10

Das Verfahren zur Übermittlung der Aufgaben wird in einem gesonderten Schreiben erläutert.Die Aufgaben werden dann von der Schulleitung in entsprechender Anzahl ausgedrucktund sicher aufbewahrt.In Mathematik und Deutsch werden die Aufgaben gemeinsam mit den dezentral gestellten Aufgaben an die Schülerinnen und Schüler ausgegeben.In Englisch und Französisch gliedert sich die Prüfung in die Teile Hörverstehen, Leseverstehen und die dezentral gestellte Schreibaufgabe, die nacheinander bearbeitetwerden. Der Ablauf der Prüfung ist in den fachspezifischen Hinweisen dieser Fächergeregelt.1.10 HilfsmittelDie Verwendung von Hilfsmitteln in der schriftlichen Abiturprüfung ist in § 18 Abs. 3 derAbiturprüfungsordnung geregelt.1.11 EinlesezeitSofern eine Einlesezeit notwendig ist, wird sie in angemessenem Umfang gewährt undnicht auf die Bearbeitungszeit angerechnet (§ 19 Abs. 4, 2. Halbsatz der Abiturprüfungsordnung).1.12 Besprechung der Aufgaben der schriftlichen PrüfungDie Aufgaben, die den Prüflingen in der schriftlichen Prüfung vorgelegt wurden, dürfenvor Bekanntgabe des Prüfungsergebnisses nicht im Unterricht besprochen werden.11

2.Vorbereitung und Durchführung der mündlichen Prüfung2.1 Aufgabenstellung für die mündliche PrüfungDie Aufgabenstellungen für die mündliche Prüfung unterscheiden sich in Grund- undLeistungsfach von denen für die schriftliche Prüfung. Die fachspezifischen Hinweiseenthalten konkretere Angaben, wie dies im Einzelnen umgesetzt werden soll.Die mündliche Prüfung stützt sich auf mindestens zwei Aufgaben, die dem Prüflingschriftlich vorgelegt werden. Der Umfang der vom Prüfling vorzubereitenden Aufgabensowie der zugehörigen Texte und Materialien muss der Dauer der Vorbereitungszeit, imRegelfall 20 Minuten, Rechnung tragen. Aufgabenstellung und Materialien sind demPrüfling in angemessener Form vorzulegen.2.2 Themen für die mündliche PrüfungDie Themen für die mündliche Prüfung müssen aus unterschiedlichen Sachgebietender Lehrpläne ausgewählt werden, die in der Qualifikationsphase behandelt wurden.Sie müssen aus mindestens zwei der vier Abschnitte der Qualifikationsphase stammen.Es ist nicht gestattet, im Vorfeld der Prüfung in Absprache mit dem Prüfling den Stoffeines Abschnittes auszuschließen. Die Verabredung einer Schwerpunktbildung ist jedoch möglich, diese sollte aber nicht zu eng gefasst werden.Grundsätzlich sind Aufgaben, die im Unterricht so weit behandelt wurden, dass ihre Lösung keine selbständige Leistung mehr darstellt, nicht zulässig.2.3 Vorlage der AufgabenDie Aufgaben der mündlichen Prüfung und die Angabe der zu erwartenden Prüfungsleistungen (Lösungsskizze, Stichworte möglich) sind von der Prüferin oder dem Prüferrechtzeitig – spätestens aber am letzten Unterrichtstag vor der Prüfung – dem Protokollführenden Mitglied und der oder dem Vorsitzenden des Fachprüfungsausschusses vorzulegen.2.4 Gestaltung der mündlichen PrüfungDie Prüfung ist so zu gestalten, dass der Prüfling Leistungen in allen Anforderungsbereichen erbringen und jede Note erreichen kann.Zur mündlichen Prüfung gehört, dass dem Prüfling ausreichend Gelegenheit gegebenwird, die von ihm vorbereiteten Lösungen der Prüfungsaufgaben zusammenhängendvorzutragen sowie ein an die vorgelegten Aufgaben anknüpfendes Prüfungsgespräch.Beim Vortrag der vorbereiteten Lösungen entsprechen ein bloßes Ablesen der Aufzeichnungen aus der Vorbereitung und eine nicht auf das Thema bezogene Wiedergabe gelernten Wissens nicht dem Zweck der Prüfung.12

Das Prüfungsgespräch ist so zu führen, dass zum einen noch offene Fragen aus dengestellten Prüfungsaufgaben geklärt werden, zum anderen soll das Gespräch Gelegenheit geben, die Themenstellung zu vertiefen und zu erweitern, wobei größere fachliche und überfachliche Zusammenhänge zu berücksichtigen sind. Das alleinige Abfragen von Detailkenntnissen und Fakten wird dem Ziel der Prüfung nicht gerecht.2.5 BewertungBei der Bewertung der Leistungen in der mündlichen Prüfung sind neben den fachlichen Anforderungen folgende Gesichtspunkte zu berücksichtigen: der Grad der Selbständigkeit und der Umfang notwendiger Hilfen, die Fähigkeit des Prüflings, einen Sachverhalt zusammenhängend und sachgerecht darzustellen, auf mündliche Fragen und Einwände einzugehen und selbstweitergehende Überlegungen in das Prüfungsgespräch einzubringen, die Fähigkeit des Prüflings zu analysieren, zu differenzieren und zu relativieren.Liegen der Prüfung mehrere Aufgaben oder Aufgabenteile zu Grunde, ist deren zeitlicher Anteil an der Prüfung bei der Bewertung zu berücksichtigen.Es ist darauf zu achten, dass die Aussagen des Protokolls das Ergebnis der Bewertungnachvollziehbar erkennen lassen und der für die Prüfung festgesetzten Note nicht widersprechen.2.6 Mündliches Prüfungsfach aus dem gesellschaftswissenschaftlichen AufgabenfeldIst ein Fach des gesellschaftswissenschaftlichen Aufgabenfeldes mündliches Prüfungsfach, so kann der Prüfling zwischen Sozialkunde/Erdkunde und Geschichte wählen. IstSozialkunde/Erdkunde Prüfungsfach, so wird der Prüfling i.d.R. in einem Teilfach geprüft; im Rahmen des Prüfungsgesprächs können jedoch auch geeignete Aspekte desanderen Teilfaches integriert werden, dabei können Schr

In den Fächern Englisch und Französisch gibt es sowohl für die Prüfungstermine im Januar (G9, IGS) als auch für die im Mai (G8GTS, BG, Koll/AG, FWS) jeweils einen zentralen Nachschr