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HAMBURGERZAHNÄRZTEBLATTnr. 10 // oktober 2010 // 50. Jahrgang // iSSn 0933-9299 // c 81 46www.zahnaerzte-hh.deWahl in derzahnärztekammerHamburgLeItartIkeL:aus dem InHaLt:Wahl aJH-Jahresbericht/Hagenbeckbilanz Zahnärztekammer Hamburg

2 InhaltLeitartikel 3Heftthemen in KürzeJetzt wird gewählt. Erst einmal in der Kammer undetwas später in diesem Jahr in der KZV Hamburg. Kammerpräsident und Vizepräsident appellieren im Leitartikel aufder nächsten Seite, sich aktiv an der Wahl zu beteiligen.An Existenzgründer richtet sich eine neue Seminarreihe,die Ende September startete. Über die Auftaktveranstaltungberichtet das HZB ab Seite 4. Auf Seite 8 kommen aucheinige Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu Wort.Aufruf zur Wahl in der Zahnärztekammer HamburgDie LAJH ist in diesem Heft gleich mit drei Beiträgenvertreten: Jahresbericht (S. 10), Ergebnisse einer Epi-Studiezur Mundgesundheit Hamburger Kinder (S. 12) und denBericht über die traditionelle Veranstaltung im TierparkHagenbeck (S. 14).Zum Abschluss der Wahlperiode in der Kammer ziehtsie eine knappe Bilanz der letzten vier Jahre – ab Seite 16.Leitartikel3489101012121415161822232325Aufruf zur Wahl in der ZahnärztekammerNachrichtenMeine Praxis jetzt, aber richtig! NeueSeminarreihe erfolgreich gestartetStimmen von Seminarteilnehmerinnen und-TeilnehmernTagung der VV-Vorsitzenden derVertreterversammlungen der KZVenKongressbericht EACMFS 2010Zahlreiche Motivations-Impulse zur Zahnpflege fürHamburger KinderHamburgs Kinder haben immer bessere Zähne,aber proDente schreibt Kommunikationspreis ausZum 16. Mal: „Tierische Zahnpflegestunde“ imTierpark HagenbeckBuch: Moderne Parodontologie in der Praxis, Band 1Fortbildung Praxismitarbeiterinnen 11-2010Fortbildung Zahnärzte 11-2010Buch: Mikroskopische Anatomie der Zähneund des ParodontsBuch: NavigationsimplantologiePersönlichesBuch: Rechtsratgeber für die ZahnarztpraxisMitteilungen der Kammer16181919202020212121Viel erreicht! Vorstand zieht Bilanz der15. AmtsperiodeWahl der DelegiertenversammlungMit Biss ins Alter! Prävention macht s möglichHinweise für Zahnärzte mit eigener Praxis-HomepageZahnärzteball 2011 – lassen Sie sich überraschen!Delegiertenversammlung Sitzung 10/15Ungültige AusweiseGOZ-Ecke: Heute: zur analogen Berechnung vonpräendodontischen RekonstruktionenBezirksgruppenTermine für die Azubi-Winterprüfung 2011Mitteilungen der KZV Hamburg22222222Abgabetermine 2010, Zahlungstermine 2010Wahl-Hinweis, Sitzungstermine 2010ZulassungsausschussTermine 2010 für den Online-DatenversandMitteilungen des Verlages24262626272727Sehr verehrte Frau Kollegin,sehr geehrter Herr Kollege,schon wieder sind vier Jahre vergangen und die Wahlen zur Delegiertenversammlung der16. Amtsperiode der Zahnärztekammer Hamburg stehen an.Die Delegiertenversammlung ist das höchste Gremium der zahnärztlichen Selbstverwaltung. Sie beschließt über alle Angelegenheiten von grundsätzlicher Bedeutung wie die Berufsordnung, die Fortbildung- und Weiterbildung von Zahnärzten und Mitarbeiterinnen, dieBeiträge, den Haushalt, die Höhe der Renten, und sie wählt den Vorstand und die Mitgliederder Ausschüsse.Die Kammer nimmt die beruflichen Belange aller Hamburger Zahnärzte, also Ihre Belange,wahr. Bei uns in Hamburg durch Beschlüsse und Aktivitäten von Kammerversammlung undVorstand. Und in Berlin und Brüssel durch die Bundeszahnärztekammer.Ob es um die Novellierung der GOZ, Praxisbegehungen, Qualitätsmanagement oderPatientenrechte geht, wir nehmen für Sie Ihre Interessen wahr. Und wir entwickeln vollständigneue Konzepte zum Beispiel aktuell in der Alterszahnheilkunde, für Existenzgründer und fürunsere Kolleginnen.Für alle diese Aktivitäten brauchen wir einen starken, breiten Rückhalt in der Kollegenschaft. Nur so kann es uns gelingen, unsere Standpunkte wirkungsvoll zu vertreten.Unsere Bitte an Sie: Wählen Sie!Kleinanzeigen90 Jahre Böger Zahntechnik Hamburg1. Implant Expo: Start eines neuen MesseKonzeptes in HamburgDGP und GABA verleihen DGP meridol Preis 2010Das Ziel heißt vorhersehbare ÄsthetikIonoluxPerfect Bleach OfficeImpressumHerausgeber:Zahnärztekammer Hamburg, Möllner Landstraße 31, 22111 Hamburg, Tel.: 73 34 05-0, Fax: 73 34 05-75, E-Mail: [email protected], undKassenzahnärztliche Vereinigung Hamburg, Katharinenbrücke 1, 20457 Hamburg, Tel.: 361 47-0, Fax: 36 44 70, E-Mail: [email protected] und Anzeigen: Pharmazeutischer Verlag Dr. Horst Benad, Zinnkrautweg 24, 22395 Hamburg, Tel.: 60 04 86-0, Fax: 60 04 86-86Druck: Heigener Europrint GmbH, Theodorstraße 41 n, 22761 Hamburg, Tel.: 89 10 89Redaktion: Gerd Eisentraut, Tel.: 73 34 05-17, Fax: 73 34 05 99 17, Postfach 74 09 25, 22099 Hamburg, E-Mail: riat: Regina Kerpen, Tel.: 73 34 05-18, E-Mail: [email protected] von Zuschriften und Anfragen bitte nur an die Redaktion. Die Redaktion übernimmt keine Gewähr für den Inhalt der amtlichen Mitteilungen der Körperschaften und solcher Artikel, deren Verfasser namentlich genannt sind. Für unaufgefordert eingesandte Zuschriften oder Fotos wird keineGarantie oder Rücksendung gewährt. Der Nachdruck, auch auszugsweise, ist grundsätzlich verboten, für offizielle Mitteilungsblätter anderer zahnärztlicher Landes- oder Bundesorganisationen unter voller Quellenangabe erlaubt.Für Hamburger Zahnärzte ist der Bezugspreis des Hamburger Zahnärzteblattes mit dem Mitgliedsbeitrag für die beiden Körperschaften abgegolten.HZB 10-2010Prof. Dr.Wolfgang Sprekels,Präsident derZahnärztekammerHamburgUnterstützen Sie auf diese Weise die Kolleginnen und Kollegen, die ihre Zeit aufbringen, umsich ehrenamtlich für Sie und uns alle einzubringen. Mit einer hohen Wahlbeteiligung wirddie Arbeit Ihrer Kollegen und Ihrer Kammer gestärkt.Betrachten Sie Ihr Recht zur Wahl unserer Selbstverwaltung als Ihre persönliche Verpflichtung. In Ihrem und in unser aller Interesse.Freundliche kollegiale GrüßeIhreProf. Dr. Wolfgang SprekelsPräsident Zahnärztekammer HamburgHZB 10-2010Dr. Helmut PfefferVizepräsident der Zahnärztekammer HamburgDr. Helmut Pfeffer,Vizepräsident derZahnärztekammerHamburg

4 nachrichtenAnzeigemeine prAxiS Jetzt, Aber ricHtig! neue SeminArreiHe erfolgreicH geStArtetanfang des Jahres in einem ersten grobkonzept zu papier gebracht, im april mit den referenten abgestimmt undim mai erstmals über HZb und rundschreiben angekündigt – ein langer Vorlauf für eine neue seminarreihe, dieam 25.09.2010 dann schließlich startete.Die Initiative ging von Dr. AnjaSeltmann aus, die vor 15 Jahren gemeinsam mit ihrem Ehemann ihrePraxis neu gegründet hat. „Damalshätte ich mir eine solche Fortbildunggewünscht, aber es gab sie nicht. Dadie Rahmenbedingungen und insbesondere der Investitionsaufwand dieGründung heute noch schwierigerals damals machen, möchte ich denjungen Kolleginnen und Kollegen einAngebot machen“, so die Motivationvon Dr. Seltmann zu diesem Seminar.32 reFerentenausgebucHtEntscheidend war natürlich, wiedas neue Konzept bei der Zielgruppe,den jungen Kolleginnen und Kollegen, die vor einer Niederlassung stehen bzw. diese kürzlich durchgeführthaben, ankommt. Schon die Teilnehmerzahl sagt sehr viel: Das Seminarist ausgebucht. 29 Teilnehmer habensich zu der gesamten Reihe angemeldet und weitere zu den einzelnenModulen. Und auch sie waren sichin ihrer Bewertung einig: „Gut, dassdie Kammer dieses Seminar anbietet“oder auch „das hätte ruhig schon früher kommen können“.Das große Interesse bestätigte denTrend, sich zunehmend auch für fachfremde, insbesondere betriebswirtschaftliche Seminare zu interessieren.Die Kammer hat dem bereits Rechnung getragen und wird das Angebotin diesem Bereich ausbauen.der erste bausteIn„Der Weg in die Selbstständigkeit“– so war der erste Baustein überschrieben. Anders als bei den konkretenFachthemen an den folgenden Tagen gaben die Referenten Überblickeaus unterschiedlichen Perspektiven,die den Teilnehmern interessante undneue Sichtweisen vermittelten.In seiner Begrüßung beglückwünschte Vizepräsident Dr. HelmutFotos: etIhre Anregung fiel bei der Kammerauf fruchtbarem Boden, und in vielenStunden entstand aus ihren Überle-gungen zu den Seminarinhalten einProgramm einer völlig neuen Seminarreihe. Für die vielfältigen Themenaus den Bereichen Betriebswirtschaft,Recht, Steuern, Praxisgründung, Praxisführung etc. wurden insgesamt32 (!) Referenten angesprochen.Das Erfreuliche: AlleReferentensagten sofortund gernezu und begrüßten ausdrücklich die Initiative, diese neueSeminarreihe zu entwickeln.Dr./RO Eric Banthien, Vorstandsvorsitzender der KZV HamburgDr. Peter Kurz, Hauptgeschäftsführer der ZahnärztekammerHamburgDr. Anja Seltmann, Initiatorin derSeminarreiheDr. Helmut Pfeffer, Vizepräsidentder Zahnärztekammer HamburgHZB 10-2010

nachrichten 76 nachrichtenbIn IcH auF den beruF VOrbereItet?Fotos: etInitiatorin und Moderatorin Dr.Seltmann stellte die Frage: „Ich habemein Studium beendet. Bin ich aufden Zahnarztberuf vorbereitet?“Dr. Verena Sprekels, ExistenzgründerinDr. Björn Greven, ExistenzgründerPfeffer die Teilnehmer, dass sie sichfür die gesamte Seminarreihe entschieden haben. Er ermunterte sie,über die fachliche Information hinausauch den Austausch untereinanderzu suchen. Er riet dazu, die unterschiedlichen fachlichen Blickwinkelder 32 Referenten zu nutzen und dasfür sie Wichtige aus den Vorträgenherauszuziehen. Herzlich dankte erDr. Seltmann für ihre Initiative undihr Engagement, die Seminarreihe alsModeratorin auch zu begleiten.In ihrer Einleitung bedankte sichDr. Seltmann bei der Kammer, dassihre Idee umgesetzt wurde, und beiden Teilnehmern für ihr großes Interesse. Sie betonte, dass neben derWissensvermittlung für sie auch derGedankenaustausch Gleichgesinnterwichtig sei. Vielleicht könnte sich ausdem Teilnehmerkreis sogar die eineoder andere spätere Praxispartnerschaft ergeben. Sie habe bei ihrerGründung keine Unterstützung gehabt und wolle den Kolleginnen undKollegen mit dem Seminar helfen,es besser zu machen und Fehler zuvermeiden.unterstÜtZung VOn kZV und kammerEinen Überblick über die Aufgabenvon KZV und Kammer sowie derenUnterstützungsangebote gaben KZV-Vorsitzender Dr./RO Eric Banthienund Kammergeschäftsführer Dr. PeterKurz.Nicht ganz unerwartet wurde dieFrage überwiegend verneint. DieAnwesenden fühlten sich durch ihrStudium in all den Themen, die dieSeminarreihe behandelt, durch ihreAusbildung nicht gut vorbereitet.Betriebswirtschaftliche Kenntnisse,Personalführung, Organisation, Zeitmanagement – dies waren nur einigeder Punkte, die als wichtig angesehen,bislang aber nicht vermittelt wurden.HOHer InVestItIOnsbedarFDr./RO Banthien ging zurück auf diehistorischen Wurzeln des GKV-Systems,die bismarkschen Sozialreformen. Ererläuterte, dass die KZV mit den begrenzten Mitteln der gesetzlichen Krankenversicherung wirtschaften müsse.Dies sei der Grund für Budgetierung,Honorarverteilungsmaßstäbe, Degression und Wirtschaftlichkeitsprüfung. DieKZV sei verpflichtet, diese gesetzlichenVorgaben umzusetzen. Die Mitarbeiterder KZV seien gerne bereit, die Teilnehmer des Seminars bei ihrer Gründungzu unterstützen.Dr. Kurz stellte an Beispielen dieInteressenwahrnehmung durch dieKammer in Hamburg, auf Bundesund europäischer Ebene vor. Er erläutert die Vorteile, die sich aus derPflichtmitgliedschaft und dem Körperschaftsstatuts ergeben: „Selbstverwaltung bedeutet, dass wir unsere eigenen Angelegenheiten selbst regelnkönnen.“ Als konkrete Unterstützungsangebote nannte er den Praxisbewertungsausschuss, den Praxisberatungsausschuss wie die Beratung beiFragen zur Ausstattung der Praxen,zur GOZ und bei der Suche nach Auszubildenden und Mitarbeiterinnen.Die gerade zehn Tage alte Investitionsanalyse von Institut der DeutschenZahnärzte (IDZ) und Apo Bank belegen es: Das Finanzierungsvolumen füreine Neugründung ist in den letztenJahren extrem angestiegen und liegtnun im Schnitt bei 420.000,00 . Beinur gering ansteigenden BEMA-Punktwerten, keiner GOZ-Punktwerterhöhung und steigender Zahnarztdichte keine einfachen Ausgangsbedingungen für eine Gründung. Umsowichtiger, sich auf die Gründunggründlich vorzubereiten. Denn Zielsollte trotz der erweiterten Möglichkeiten der Berufsausübung weiterhindie Selbstständigkeit sein. Sie bietetdie beste Möglichkeit, die Therapieentscheidungen selbstständig und unbeeinflusst zu treffen und Standort,Praxisgestaltung, Mitarbeiter, Schwerpunkte, Qualitätssicherung wie auchZeiteinteilung selbst zu regeln.erFOLgsFaktOren VOn grÜndungenDr. Pfeffer ging Verlaufsmusternund Erfolgsfaktoren von zahnärztlichen Existenzgründungen nach.Grundlage war eine Studie des IDZ,die 112 Gründungen über einenZeitraum von fünf bis acht JahrenHZB 10-2010begleitet hat. Überprüft wurde, welche Veränderungen es im Laufe derGründungsphasen im Hinblick aufKriterien wie Praxisform, Praxisgröße,Schwerpunkte, Mitarbeiterzahl undZeitaufwand gegeben hatte. Im Ergebnis war festzustellen, dass die einmalgetroffenen Entscheidungen von großem Bestand sind. Es ist also wichtig,sich von vornherein bei seinen Planungen für die Zukunft festzulegenund auch Erweiterungsmöglichkeitenvorzusehen. Von besonderem Interesse war natürlich die Entwicklungder Einnahmen und Ausgaben. Hierzeigte sich, dass bei der Neugründungdie Einnahmen und insbesondere derEinnahmenüberschuss zunächst niedriger als bei der Übernahme liegen,die Zahlen sich aber nach etwa fünfJahren angleichen.erFaHrungsberIcHt ÜbernaHmeNach so viel Theorie sollten dieTeilnehmer von Kollegen erfahren,wie es ihnen bei der Gründung bzw.Übernahme ergangen ist, welche Erfahrungen sie mitgeben können undwarum sie sich für die eine oderdie andere Alternative entschiedenhaben.Dr. Björn Greven erläuterte, dassseine Entscheidung sehr geprägt vonseiner persönlichen Vita und der Suche nach einer seinen fachlichen Neigungen entsprechenden Praxis ausgefallen ist. Er zeigte anschaulich, wieer verschiedene Optionen analysiertund verglichen hat, um seinen Anforderungen – zu denen auch die derFamilie gehören – am besten zu entsprechen. Es wurde deutlich, dass beieiner Übernahme zwar auf Vorhandenes gebaut, es aber gleichwohl weiterentwickelt werden kann. Wer dasäußere Erscheinungsbild der Praxisräume modernisieren will, muss entsprechend Zeit und auch Finanzmitteleinplanen. Und auch die Umstellungder Kartei auf ein digitales System fordert den Übernehmer. Vorteilhaft beider Übernahme ist insbesondere, dassein Patientenstamm und eingespieltesPersonal vorhanden ist.erFaHrungsberIcHt neugrÜndungDr. Verena Sprekels hatte sich vorzwei Jahren für eine Neugründungentschieden. Sie begründete dies damit, dass es ihr wichtig gewesen sei,ihr Praxiskonzept an dem von ihrgewünschten Standort umzusetzen.Gerade die Standortauswahl habesich für sie als außerordentlich wichtig erwiesen. Hierzu gehöre auchdas passende Objekt mit Verkehrsanbindung und Parkplätzen. Als sehrwichtig habe sie die Beteiligung vonBeratern, insbesondere ihrem Finanzberater, Rechtsanwalt, Steuerberaterund Architekten, empfunden. Es gäbeviele Berater und es sei wichtig, denfür einen selbst richtigen zu finden.Hier könne am besten das „Bauchgefühl“ entscheiden. Rückblickend seisie ganz sicher, mit der Neugründungdie richtige Entscheidung getroffen zuhaben.Am Ende dieses langen Samstagsdankte Dr. Seltmann allen Referentenund Teilnehmern für ihre Beteiligungund ihr Engagement. Der zweite Baustein findet am 27.11.2010 statt.pekuSeite 8: Stimmen von Seminarteilnehmerinnen und -Teilnehmern.Anzeige

nachrichten 98 nachrichtenStimmen von SeminAr-teilneHmerinnen und -teilneHmerntAgung der vv-vorSitzenden der vertreterverSAmmlungen derKASSenzAHnärztlicHen vereinigungen deutScHlAndS in potSdAmdr. gerd kreuzerIch habe bereits eine Zulassung und arbeite in einer Gemeinschaftspraxis. Ich möchte mich innächster Zeit aber mit einer eigenen Praxis selbstständig machen. In dieser Seminarreihe möchteich mehr erfahren über den Weg in die alleinige Selbstständigkeit, damit ich nicht ins kalte Wassergeworfen werde, sondern diesen Schritt geplant vornehmen kann. Ich habe alle Teile des Kursesbelegt, da wir im Studium nicht betriebswirtschaftlich auf das Berufsleben vorbereitet worden sind.Dies ist der erste Kurs, der intensiv über mehrere Wochenenden die für mich interessanten Themenherausarbeitet. Ich habe schon einige Tageskurse und einen BWL-Kurs für Praxisgründer gemacht,aber sinnvoller ist natürlich eine Fortbildung wie diese, um einen breiteren Einblick zu erlangen.Dr. Gerd KreuzerDie regelmäßig stattfindendeTagung der Vorsitzenden der Vertreterversammlungen der Kassenzahnärztlichen Vereinigungen Deutschlandswurde diesmal am 11. September2010 in Potsdam durchgeführt. Mitder Einführung der Hauptamtlichkeitder KZV-Vorstände hat die Vertreterversammlung vom Gesetzgeber dieAufgabe bekommen, den Vorstand zuüberwachen, und musste haftungsrechtliche Verantwortung übernehmen. In der Vertreterversammlung derKassenzahnärztlichen Bundesvereinigung sind jeweils der Vorsitzende desVorstandes und sein Stellvertreter dereinzelnen Länder-KZVen automatischMitglieder.dr. Jan behring/dr. Johannes cujéWir sind derzeit in einer Vier-Personen-Gemeinschaftspraxis mit meinem Vater Dr. Behring und Frau Dr.Küstermann niedergelassen. Dadurch erleben wir denschönen Luxus, dass für uns viele der Probleme nichtbestanden, wenn wir ganz allein dastehen würden.Daher haben wir einen gewissen Nachholbedarf, dieDinge aufzuarbeiten, die uns fehlen. Da wir uns nichtDr. Jan Behringunser Leben lang auf die Altvorderen beziehen können,müssen wir uns auch selbst damit beschäftigen. Daherholen wir uns jetzt das Wissen von draußen. BesondereSchwerpunkte haben wir vor Beginn dieser Reihe nicht.Wir lassen uns mal überraschen. Die gesamte Bandbreitean Wissen ist wichtig, die wir uns noch aneignen möchten, zumal es sicher in allen Themenbereichen Momentegibt, in denen wir uns nicht ausreichend auskennen. Somit ist dieses Angebot der Kammer für uns absolut ideal.Da die Vertreterversammlung derKZBV aus 60 Mitgliedern besteht,werden die 26 weiteren Mitgliedervon den einzelnen Länder-KZVen entsprechend ihrer Mitgliederzahl ausdem Kreis der ehrenamtlich tätigenZahnärztinnen und Zahnärzte der Vertreterversammlungen gewählt. Hierbei sollten nach Ansicht der Tagungs-Dr. Johannes Cujéantje schnorrAnzeigeVera mattesIch habe keinen Vater als Hintergrund. Meine Familiehat mit dem Zahnarztberuf nichts zu tun. Für mich gehtes darum, den Einstieg zu bekommen, was ist wichtig fürdie Selbstständigkeit, was muss ich wissen, was muss ichbeachten. Ich bin daher noch ein relativ unbeschriebenesBlatt. Ich habe daher auch alle Kurse belegt. Da ich nochbis März nächsten Jahres als Assistenzzahnärztin arbeite,ist der Zeitpunkt dieser Reihe für mich perfekt.Vera MattesFotos: etAnzeigeIch freue mich in der Reihe besonders auf die Steuerthemen und Abrechnung, aber auch auf die Erfahrungsberichte jung niedergelassener Kollegen, besucheaber alle Kurse, auf die ich sehr gespannt bin. Ich arbeitederzeit in der Praxis meines Vaters. Eines Tages wollenwir eine Übergabe machen. Er greift mir jetzt toll unterdie Arme, aber ich möchte trotzdem von unabhängigenStellen alles erfahren. Das Seminar kommt für mich daher jetzt absolut zur richtigen Zeit.Antje SchnorrHZB 10-2010HZB 10-2010Die VV-Vorsitzenden der Länder-KZVen vor ihrer Tagung in Potsdam.Dr. Thomas Lindemann als Hamburger Vertreter hinten als vierter von rechts.teilnehmer jeweils die Vorsitzendender Länder-Vertreterversammlungenaufgrund ihrer Verantwortung undihres engen Kontaktes zum hauptamtlichen Vorstand und zur Vertreterversammlung delegiert werden.Daher empfiehlt die Runde derVV-Vorsitzenden den neu gewähltenVertreterversammlungen der LänderKZVen, unbedingt dafür Sorge zutragen, dass die VV-Vorsitzenden indie VV der KZBV als Vertreter ent-sandt werden. Außerdem ergeht diedeutliche Empfehlung, den Vorstandder Vertreterversammlung der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigungaus den Reihen der ehrenamtlichenMitglieder zu bilden.

nachrichten 1110 nachrichtenKongreSSbericHt eAcmfS 2010Vom 13. bis 17.09.2010 fand in brugge, belgien, der zweijährliche kongress der europäischen Vereinigung craniomaxillofaziale chirurgie statt. besonderheiten waren die Feier zum 90. geburtstag von prof. Hugo Obwegeser,dem die sagittale spaltosteotomie zur Verlagerung des unterkiefers zugeschrieben wird. so war auch ein schwerpunkt der diesmaligen tagung die Orthognathe chirurgie. Hier wurden u.a. die mittelliniendistraktion, schlafapnoebehandlung und argumente zugunsten einer bimaxillären Vorgehensweise besprochen.Zudem berichtete Prof. BernardDevauchelle über die Gesichtstransplantation und lieferte einen Überblick über die gesamte Entwicklungder rekonstruktiven Gesichtschirurgie,bat in diesem Rahmen um Verständnisund Toleranz, bezogen auf die Patientenselektion und die Lernkurve.Masterclasses gab es in vielen Bereichen, wie die nicht-syndromaleCraniosynostose, Orbitarekonstruktion und Entwicklungen bezogen aufLappenplastiken zur Wiederherstellung komplexer Defekte. Eine relativneue Entwicklung sind die PerforatorLappen, wovon es im Körper 374 (!)Varianten gibt. Die Mikrochirurgiewurde wiederholt als 2-MannschaftTätigkeit beschrieben, wobei eineenge Freundschaft der Mannschaftendem Erfolg dienlich ist.Die 3D-Planung bei komplexenFällen konnte durch die 3D-Conebeam-CT beeindruckend demonstriert werden, wo eine postoperativeÜberlagerung der Daten gegenüberdem präoperativen Daten das Ergebnis subjektiv darstellen konnte, diesesmit einer Genauigkeit, die auch zwischen Beobachtern (inter-observervariability) unter einem Millimeterliegt. Dieses trifft für das gesamteSpektrum der Oralchirurgie sowieCraniomaxillofazialen Chirurgie zu.Die schwierigste aller Rekonstruktionen bleibt die des gesamten Unterkiefers. Hier gibt es seitens derWissenschaftler und der Wirtschafterfreuliche Neuerungen, bis hin zurWiederherstellung des Unterkiefersam Rücken mit darauffolgender Transplantation bei Entfernung des Primärtumors.sets mit kleinen Bürsten, 870 Zahnputzsets mit großen Bürsten, 1.555kleine Zahnpastatuben und 59 Jumbo-Tuben. (Quelle: LAJH)beZIrkLIcHe aktIVItÄtenDie Hamburger Schulzahnärztinnen und Schulzahnärzte (angestellt bei den Hamburger Bezirken) führten in Grundschulen bei47.763 Schülerinnen und Schülerneine Untersuchung der Zähne undbei 5.990 Kindern eine Nachuntersuchung durch und förderten somitdie frühe Behandlung der Zähne.In höheren Klassen wurden 5.921AnzeigeDr. Manfred SuhrMaxillofazialikumHohe Bleichen 1020354 HamburgzAHlreicHe motivAtionS-impulSe zur zAHnpflege für HAmburger Kinderknapp 130.000 Hamburger kinder erhielten im letzten schuljahr einen motivationsimpuls zur Zahnpflege.Verantwortlich hierfür waren die mitarbeiterinnen der Landesjugendzahnpflege Hamburg (LaJH) und die kindergarten-patenzahnärzte mit ihren teams, die in kindergärten und schulen die kinder zur eigenverantwortlichenZahnpflege anregten. Finanziert werden diese aktivitäten von den gesetzlichen krankenkassen und den zahnärztlichen körperschaften in Hamburg.Das LAJH-Kindergartenteam unddie Kindergarten-Patenzahnärzte mitihren Praxis-Mitarbeiterinnen erreichten bei ihren Besuchen in den Hamburger Kindergärten über 51.000 Kinder ab dem 3. Lebensjahr.Das LAJH-Schulteam bot in denHamburger Schulen von der Vorschule bis zur 10. Klasse Unterrichtseinheiten zur Zahngesundheit an. DieLAJH-Mitarbeiterinnen erreichten insgesamt fast 62.000 Kinder, davon inden Vorschulklassen rund 7.300 Kin-der, in der Grundschule über 47.000Kinder und in den höheren Klassennoch mal 7.600 Kinder.Zusätzlich sind neun Mitarbeiterinnen der LAJH in den HamburgerSchulen tätig. Sie betreuten unter Leitung des Öffentlichen Gesundheitsdienstes Kariesrisikokinder mit einemspeziellen Fluoridprogramm. Im Fluoridlackprogramm befinden sich zurzeit10.868 Kinder. Die Gesamtzahl derdurchgeführten Fluoridierungen betrugim vergangenen Schuljahr 17.192.Das Holzwurm-Theater spielte imAuftrage der LAJH in Kindergärtenund Schulen. Die Aufführungen von„Manni Milchzahn“ in den Kindergärten sahen 2.684 Kinder, und dieAufführungen des Stück „kalle – dieshow“ erlebten 2.115 Kinder.Zur Unterstützung der Zahnputzbemühungen verteilte die LAJH inKindergärten und Schulen im letztenSchuljahr folgende Zahnpflegemittel:36.000 große Zahnbürsten, 110.000kleine Zahnbürsten, 6.000 ZahnputzHZB 10-2010HZB 10-2010Kindern und in Förderschulen undBehinderteneinrichtungen weiteren4.982 ( 1.924 Nachuntersuchungen)in den Mund geschaut.(Quelle: Schulzahnärztlicher Dienst).Kindergartenkinder bei ihremPatenzahnarzt

12 nachrichtenHAmburgS Kinder HAben immer beSSere zäHne, Aber Hamburgs kinder haben immer bessere Zähne. 1988 hatten 12-jährige Hamburger durchschnittlich 3,1 defektestellen an den bleibenden Zähnen – im Jahre 2009 waren es nur noch 0,69 stellen.Komplett kariesfreie bleibendeZähne hatten 1988 nur 31,1 Prozentder 12-jährigen Hamburger – im Jahre2009 waren es schon fast 70 Prozent.Hamburg steht damit nach einer Mitteilung der LAJH, Landesjugendzahnpflege Hamburg, sehr gut da. DieErgebnisse einer noch nicht veröffentlichten bundesweiten wissenschaftlichen Untersuchung aus dem Jahr2009 belegen das.Untersucht wurden die Zähnevon Kindern in drei Altersgruppen.Danach hatten 2009 in Hamburgrund 95 Prozent der Erstklässler naturgesunde (bleibende) Zähne, undrund 55 Prozent hatten naturgesundeMilchzähne. Die Anzahl der Defekteverteile sich sehr ungleichmäßig: Etwaein Viertel der Kinder hat drei bis 14Defekte, 75 Prozent haben keine odernur bis zu zwei Defekte. Die Untersucher stellten fest, dass 27,9 Prozentder Kinder mit kariösen Zähnen nichtbehandelt waren. Offenbar gehennicht alle Eltern mit ihren Kindernso regelmäßig zweimal im Jahr zumZahnarzt, wie es notwendig wäre, dagerade in die Milchzähne eine Kariesschnell und tief vordringt.AnzeigeBei den 12-Jährigen hatten 69,9Prozent naturgesunde Gebisse (Milchzähne und bleibende Zähne). Die 30Prozent der 12-Jährigen mit Defektenwiesen bis zu sieben Defekte auf. 8,7Prozent der Schüler hatten behandlungsbedürftige Zähne.Bei den 15-Jährigen hatten nurnoch 48,3 Prozent ein naturgesundesGebiss, aber 23,8 Prozent der Untersuchten wiesen behandlungsbedürftige Zähne auf. Bei den Untersuchtenmit Defekten lag die Spannweite voneinem bis zu 12 Defekten an den bleibenden Zähnen.In Hamburg kam es somit zwischen 2004, dem Zeitpunkt der letzten Untersuchung, und 2009 zu einerweiteren Verringerung der Kariesdefekte. Im langfristigen Trend über15 Jahre betrug der Kariesrückgangbei den Erstklässlern 37,8 Prozent.Bei den 12-Jährigen verringerte sichim langfristigen Trend der Karieswertbei bleibenden Zähnen um 70 Prozent. Dieser Wert verringerte sich beiden 15-Jährigen von 2004 auf 2009(ältere Werte liegen nicht vor) um19,8 Prozent.Die Zahlen aus Deutschland gesamt (Quelle DAJ e. V.): Bei den 6 bis7-Jährigen liegt der Kariesindikator(DMF-T bzw. dmf-t) jetzt bei 1,87gegenüber 2,16 in 2004, bei den12-Jährigen sank der DMF-T-Indexnoch einmal von 2004 auf 2009 um0,26 Einheiten auf einen Wert von0,72 und bei den 15-Jährigen beträgter 1,41 gegenüber 2,05 im Jahr 2004.etprodente ScHreibtKommuniKAtionSpreiSAuSDie Initiative proDente zeichnet2011 mit dem Kommunikationspreiszum zweiten Mal besonders herausragende PR-Aktivitäten einzelnerZahnärzte und Zahntechniker sowieregionaler und lokaler Initiativen aus.Die eingereichten Konzepte undKampagnen sollen den Wert schönerund gesunder Zähne in den Fokus derÖffentlichkeit rücken. Bewerben können sich niedergelassene Zahnärzte,zahntechnische Innungsbetriebe sowie lokale Vereine und Initiativen inden Kategorien Print oder Interaktiv.Zur Kategorie Print zählen Druckwerke jeglicher Art, unter die Kategorie Interaktiv fallen Veranstaltungen,Messen und Internet-Auftritte.Eingereicht werden können Beiträge, die im Zeitraum vom 1. Januar2009 bis 31. Dezember 2010 durchgeführt bzw. veröffentlicht wurden.Einsendeschluss ist der 15. Januar2011.HZB 10-2010Anzeige

nachrichten 1514 nachrichtenzum 16. mAl: „tieriScHe zAHnpflegeStunde“ im tierpArK HAgenbecKbucH: moderne pArodontologie in der prAxiS, bAnd 1bilder vom pressetermineine „tierische Zahnpflegestunde“ stand am dienstag, 21. september, im tierpark Hagenbeck für das asiatischekamel „natascha“, das alpaka „pico“ und die klasse 3b der schule Hinter der Lieth auf dem stundenplan. sielernten, wie menschenkinder und tierparkbewohner die Zähne gesund und schön erhalten.Fotos: Idis EisentrautJoachim Weinlig-Hagenbeck, Chefdes Tierparks Hagenbeck, betontevor der Presse, welche wertvollenpädagogischen Inhalte der Tierparkvermitteln könne. Die ZoopädagoginKeike Johannsen vom Landesinstitutfür Lehrerbildung und Schulentwicklung wies darauf hin, dass ein Unterricht mit Tieren immer sehr lebendigzu gestalten sei. Der LAJH-Geschäftsführer Gerd Eisentraut meinte, überdie Tiere ließen sich die Kinder zurGesunderhaltung der eigenen Zähnesehr gut motivieren.Verschiedene Hamburger Mediennutzten diese Aktion zur bunten Berichterstattung.etFotos: etZum bundesweiten „Tag derZahngesundheit“ hatte die Landesarbeitsgemeinschaft zur Förderung derJugendzahnpflege in Hamburg e. V.(LAJH) zum 16. Mal insgesamt rund700 Hamburger Schülerinnen undSchüler zu einer ungewöhnlichen Aktion in den Tierpark eingeladen: Sieerkundeten unter der fachkundigenFührung der LAJH-Zahngesundheitslehrerinnen Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Zähne bei Löwen,Elefanten und Mandrills.LAJH-Mitarbeiterin Karin Höfer zeigt den Kindern den Stoßzahn eines Elefanten.LAJH-Mitarbeiterin Regina Moc (auch oben) erzählt den Kindern Wissenswertes über Löwen.bilder aus dem sat.1-beitragAnzeigebilder aus dem rtL-beitragHZB 10-2010HZB 10-2010Zahnfleischerkrankungen nehmenzu: Etwa die Hälfte der Bevölkerungleidet an einer Form der Parodontitis.Zudem kommt der Parodontologieals Schnittstelle zur Allgemeinmedizin ein immer höherer Stellenwert zu.Das neue Fachbuch von Spitta stelltvor allem praxisrelevante Aspekte fürein modernes Behandlungskonzeptvor. Besonderer Wert wird auf dieEinbindung interdisziplinärer Themengelegt, was dem Charakter der Parodontologie aus heutiger Sicht Rechnung trägt. Der erste Band bef

Kassenzahnärztliche Vereinigung Hamburg, Katharinenbrücke 1, 20457 Hamburg, Tel.: 361 47-0, Fax: 36 44 70, E-Mail: [email protected] . Bei uns in Hamburg durch Beschlüsse und Aktivitäten von Kammerversammlung und Vorstand. U