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87. Tagungfür Naturheilkunde16. – 18. November2018Burnout & Co. –Ursachen, Prävention undTherapie aus dem Blickwinkelder NaturheilkundeHeilpraktikerverbandBayern e.V.

Besuchen Sie unsere and Bayern e.V.Landesverband des FachverbandDeutscher Heilpraktiker e.V.Baumkirchner Straße 20, Rückgebäude81673 MünchenTelefon 089/43 55 26-0Telefax 089/43 55 aktikerverband-bayern.deGestaltung:Werbestudio Jochen SchlemmermeyerMuggenthalerstraße v, Clipdealer, Fremdenverkehrsamt München

87. Tagung fürNaturheilkundevom 16. – 18.11.2018Burnout & Co. –Ursachen, Präventionund Therapie ausdem Blickwinkelder NaturheilkundeRosenwurz

Bildnachweis:HP Dorothea Schwierskott,Fremdenverkehrsamt München

Inhaltsverzeichnis4 – 19 Grußworte20 – 21 Grußwort des Vorstandesund der Fachfortbildungsleitung22 – 25 Workshops26 – 31 Vorträge32 – 33 Jubilare34 – 40 Ausstellerverzeichnis42 – 45 Ausstellung/Übersichtsplan46 LageplanHotel Hilton München Park47 LageplanHeilpraktikerverband BayernBaumkirchner Straße 2048 Wichtige Hinweise3

Grußwortdes BayerischenMinisterpräsidentenDr. Markus SöderIm Mittelpunkt der 87. Tagung für Naturheilkunde steht dieDiskussion über Anpassungs- und Belastungsstörungen inder Arbeitswelt. Untersuchungen zeigen, dass die Zahl derBetroffenen zunimmt. Bei der Suche nach Lösungen kannauch die Naturheilkunde hilfreich sein. Deshalb wollen IhreExperten bei Ihrer Tagung in München darüber beraten, wiesie therapeutisch zur seelischen und körperlichen Genesungvon Menschen beitragen können, die an solchen Störungenleiden.Dabei geht es vor allem um die Stärkung der individuellenWiderstandskraft. Aber es geht auch um die Erhöhung derBelastbarkeit des Einzelnen und um seine Fähigkeit, sichrasch zu erholen. Das sind drei ganz wesentliche Faktorenzur Verbesserung der Gesundheit in der Arbeitswelt.Deshalb ist es gut, wenn die Erfahrungen aus der täglichenBehandlungsarbeit offen ausgetauscht und ganzheitliche,naturheilkundliche Lösungsansätze diskutiert werden.Herzlichen Dank und gute Wünsche!Dr. Markus Söder4

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Grußwortder Bayerischen Staatsministerinfür Gesundheit und PflegeMelanie Huml, MdLPsychische Erkrankungen stehen heute an vierter Stellealler gesundheitlichen Beeinträchtigungen.Auch die Zahl der Krankschreibungen wegen seelischerKrisen steigt. Nach Ansicht vieler Experten tragen auch dieAnforderungen der modernen Arbeitswelt dazu bei, dasssich Beschäftigte mitunter überfordert fühlen. Mit demdiesjährigen Tagungsthema »Burnout & Co. — Ursachen,Prävention und Therapie aus dem Blickwinkel der Naturheilkunde« reagiert der Heilpraktikerverband Bayern e.V. aufdiese Entwicklung. Ich begrüße Sie ganz herzlich zur87. Tagung für Naturheilkunde in München.Burnout beschreibt im Allgemeinen einen Zustand dertotalen Erschöpfung. Oft stehen manifeste Krankheitsbilder,wie etwa eine Depression, dahinter. Daher ist es wichtig,dass Betroffene möglichst frühzeitig professionelle Hilfe inAnspruch nehmen. Ohne Zweifel gibt es Patientinnen undPatienten, die vom ergänzenden Einsatz naturheilkundlicherMethoden profitieren. Die Naturheilkunde kann als komplementäres Angebot mit Aspekten der Ernährung, Bewegung,Entspannung und der Nutzung der natürlichen Kräfte vonWasser, Licht, Kälte und Wärme oder pflanzlichen Mittelneinen Beitrag zur Behandlung leisten.Das Thema psychische Gesundheit ist auch ein zentralesAnliegen des bayerischen Gesundheitsministeriums. Mitunserer Jahresschwerpunktkampagne 2016/2017 »Bitte störmich! — Aktiv gegen Depression« haben wir bewusst dazuermutigt, offener mit psychischen Störungen umzugehen.6

Denn ein Rückzug der Betroffenen aus Angst vor gesellschaftlicher Ausgrenzung kann nicht unser Ziel sein.Als Gesundheitsministerin und Ärztin liegen mir zudemGesundheitsförderung und Prävention besonders amHerzen. Zugleich sind sie eine gesamtgesellschaftlicheAufgabe. Das unterstreichen die 124 Partner, die sichmittlerweile in unserem Bündnis für Prävention zuden Zielen des bayerischen Präventionsplans bekannthaben. Ich freue mich, den HeilpraktikerverbandBayern e.V. zu den Gründungsmitgliedern zählen zukönnen! Ich danke Ihnen herzlich für Ihr Engagementund hoffe, dass wir beim Thema Prävention auch inZukunft gemeinsam an einem Strang ziehen.Für Ihre Tagung wünsche ich Ihnen interessanteVorträge, fruchtbare Diskussionen und wertvolleAnregungen für Ihre Praxis!Melanie Huml7

Grußwortdes Vorsitzendender CSU-Fraktionim Bayerischen LandtagThomas Kreuzer, MdL»Kaum irgendein Umstand kann schädlicher auf dieGesundheit wirken als die Lebensweise unserer Tage:ein fieberhaftes Hasten und Drängen aller im Kampfeum Erwerb und sichere Existenz. Es muss das Gleichgewicht hergestellt werden zwischen der Lebensweiseund dem Verbrauch an Nervenkraft«, wusste schonkein geringerer als Sebastian Kneipp, der als Begründer der heutigen Naturheilverfahren gilt. Knapp 200Jahre nach seinem Tod gelten Erschöpfung, Depressionen und Angstzustände zu den häufigsten Erkrankungen. Umso wichtiger und umso richtiger ist es, dassder Heilpraktikerverband Bayern e.V. seine 87. Tagungdiesem Thema widmet.Die Naturheilkunde hat gerade in Bayern große Bedeutung – nicht zuletzt durch die Lehre von SebastianKneipp. Als CSU-Landtagsfraktion wollen wir deshalbdie integrative und komplementäre Medizin weiterfördern. Deshalb setzen wir uns dafür ein, dass eineProfessur für Naturheilkunde (NHK) eingerichtet wird,um die Forschung im Bereich der komplementären undintegrativen Medizin weiter zu stärken, und dass derBund die Forschungsmittel für die Naturheilkundeinsgesamt erhöht (Lt-Drs. 17/21457). Auch im Bereichder psychischen Erkrankungen kann die Naturheilkundeim wahrsten Sinne heilsam sein.Der regelmäßige Austausch über Behandlungsmethoden und -erfolge trägt entscheidend zur Qualitätssicherung und Weiterentwicklung der Möglichkeitender Naturheilkunde bei.8

Ich wünsche allen Beteiligten eine erfolgreiche Tagungund anregende Diskussionen. Denn klar ist: Gesundheitist mehr als nur die Abwesenheit von Krankheit. FürPfarrer Sebastian Kneipp war schon zu Lebzeiten klar,welche Bedeutung ein gesunder Lebensstil hat. SeineErkenntnisse für Prävention und Gesundheitsförderungsind auch heute noch hochaktuell.IhrThomas Kreuzer9

Grußwortdes Vorsitzenden derSPD-Fraktion imBayerischen LandtagMarkus Rinderspacher, MdLWir leben in einer atemlosen, immer schneller werdenden Zeit. Die Digitalisierung bringt viele Vorteile. Siebirgt jedoch auch Gefahren – für die Gesellschaft, fürunser Zusammenleben und für jeden einzelnen von uns.Ständig erreichbar zu sein, aber auch das Gefühl, ständig auf dem neuesten Stand sein zu müssen, kann unsunter einen enormen Druck setzen. Abschalten zukönnen, sich Zeit zu nehmen für Hobbies, Familie undFreunde oder auch mal Müßiggang zu pflegen, fälltuns immer schwerer. Dabei sind Phasen der Erholungund des Ausgleichs vom Stress des Alltags so wichtigfür unsere psychische und physische Gesundheit.Die alarmierenden Zahlen des TK Gesundheitsreports2017 bestätigen uns in der SPD-Landtagsfraktion inunserer Einschätzung, dass es sich um ein Problemhandelt, dass auch politisch angegangen werden muss.Daher diskutieren wir die Einführung einer Anti-StressVerordnung. Wir fordern ein Recht auf Nicht-Erreichbarkeit, um den Druck auf die Beschäftigten abzumildern,rund um die Uhr verfügbar sein zu müssen. Wir wollendie Digitalisierung der Arbeitswelt im Sinne der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gestalten. Die Möglichkeiten, zeitlich und örtlich flexibel arbeiten zu können,dürfen nicht einseitig zu Gunsten von Unternehmengenutzt werden. Stattdessen sollen sie genutzt werdenkönnen für eine bessere Vereinbarkeit von Familie undBeruf.Es ist wichtig, dass die Menschen bei Ihnen, sehr geehrte Damen und Herren, Hilfe finden in belastenden Situationen, die von den Anforderungen des Arbeitsalltagsausgelöst werden. Der ganzheitliche Ansatz der Natur-10

heilkunde hilft den Menschen, zu Balance und innererAusgeglichenheit zu finden.Umso begrüßenswerter ist es, dass Sie sich in Ihrerdiesjährigen Tagung diesem brandaktuellen Themawidmen. Dafür danke ich Ihnen und wünsche Ihneneine erfolgreiche Tagung mit interessanten Vorträgenund gewinnbringenden Diskussionen.Markus Rinderspacher11

Grußwortdes Vorsitzenden der FraktionFREIE WÄHLER im BayerischenLandtagHubert Aiwanger, MdLBurnout ist eines der zentralen und bedeutsamsten Themen der Gegenwart. Zunehmende Arbeitsverdichtung, durchgängige Erreichbarkeit dank neuer Medien, Stress und Unsicherheit kennzeichnen immer häufiger den beruflichenAlltag vieler Menschen. Gleichzeitig verlieren familiäreWerte an Bedeutung. Vor diesem Hintergrund verwundertes nicht, wenn die Krankenkassen enorme Zuwächse anpsychischen Erkrankungen melden und die entstehendenKosten dramatisch steigen. Insofern begrüße ich es außerordentlich, dass für die 87. Tagung für Naturheilkunde gerade das Thema „Burnout & Co. – Ursachen, Präventionund Therapie aus dem Blickwinkel der Naturheilkunde“ausgewählt wurde.Als FREIER WÄHLER setze ich mich für sichere Arbeitsverhältnisse und gute Arbeitsbedingungen ein. AtypischeBeschäftigungsverhältnisse wie etwa Leih- und Zeitarbeitsowie befristete Verträge sollen Ausnahmen bleiben undnicht weiter ausufern, denn diese haben neben der Ungewissheit der Betroffenen auch eklatante Auswirkungenauf die sozialen Sicherungssysteme zur Folge. Verlässliche Arbeitsbedingungen sind ein wichtiger Bestandteil,um psychischen Erkrankungen und Burnout vorzubeugen.Prävention steht für uns FREIE WÄHLER an vordersterStelle. Wir setzen uns für eine Stärkung der Präventionin ganz Bayern ein und fordern eine umfassende Präventionsstrategie, die bereits im Kindesalter mit einer fundiertenGesundheitsbildung ansetzt und sich über das Erwachsenenalter bis zu den Senioren erstreckt. Nur durch einZusammenwirken aller können wir eine wirksame Prävention umsetzen.12

Gerade in Bezug auf die Burnout-Prophylaxe bedeutetdas, auch die Möglichkeiten und Chancen des ganzheitlichen Ansatzes der Naturheilkunde zu erkennen undsinnvoll zu nutzen. Starke emotionale Erschöpfung undÜberforderung machen eine individuelle Herangehensweise an den Einzelnen, seine persönliche Lebenssituation und seines sozialen Umfelds notwendig. Hier bietetdie Naturheilkunde viele Potentiale, die im Interesse desEinzelnen und auch der Gesellschaft insgesamt genutztwerden sollten.In diesem Sinne sehe ich einer erfolgreichen Tagungmit interessanten Vorträgen und angeregter Diskussionentgegen.Hubert Aiwanger13

Grußwortder Vorsitzenden der FraktionBÜNDNIS 90/ DIE GRÜNENim Bayerischen LandtagKatharina Schulze, MdLFür Ihre diesjährige Tagung wünsche ich Ihnen einenguten Verlauf, viele neue Erkenntnisse und anregendeGespräche!Thema Ihrer nunmehr schon 87. Tagung ist Burnout ausdem Blickwinkel der Naturheilkunde. Auch aus meinemBlickwinkel einer Politikerin ist dies ein zentrales Aufgabenfeld.Psychische Erkrankungen treffen zunehmend auchjunge Menschen. Laut dem Bericht der BayerischenStaatsregierung zur psychischen Gesundheit bei Kindern und Jugendlichen in Bayern hat jeder vierte Heranwachsende in Bayern eine psychische Störung oder istin seiner Entwicklung verzögert. Im Jahr 2014 nahmensich 48 Heranwachsende unter 20 Jahren das Leben,zumeist als Folge einer Depression. Bayern liegt damitleicht über dem Bundesdurchschnitt. Nach tödlichenUnfällen sind Suizide in der Altersgruppe der 15- bis19-Jährigen die zweithäufigste Todesursache.Unser Ziel ist, dass psychische Erkrankungen aus derTabuzone herausgeholt werden. Deshalb müssen wirEltern, Großeltern, ErzieherInnen, LehrerInnen sowieauch FlüchtlingshelferInnen und andere Bezugspersonenansprechen und sie für dieses Thema noch mehr sensibilisieren und sie darüber informieren, wo fachliche Hilfe zur Verfügung steht. Eine Depression, Burnout oderMagersucht darf heute kein Tabu mehr sein. PsychischeErkrankungen können jeden treffen, wir können aber mitqualifizierter Hilfe etwas dagegen tun.Es ist gut, dass Ihre Tagung sich mit diesem zentralenThemenfeld beschäftigt und somit einen weiteren Beitrag dazu leistet, dass Depression, Burnout und andere14

psychische Krankheiten nicht länger tabuisiert werden.In vielen Medien gibt es leider gelegentlich erschreckendmarktschreierische Berichte, etwa wenn bekannt wird,dass prominente Persönlichkeiten psychisch erkranktsind. Nicht die Auflagensteigerung sollte das Ziel sein,wenn über Depression und Suizid berichtet wird, sondern die Aufklärung der LeserInnen und die Prävention.Wenn psychische Krankheiten nicht mehr tabuisiertund psychisch Kranke nicht mehr stigmatisiert werden,kann den Betroffenen sehr oft wirkungsvoll geholfenwerden. Leider gab es kürzlich einen Rückschritt durchdie Vorlage eines CSU-Gesetzentwurfes, der das Vorurteil, psychisch Erkrankte seien vor allem eine Gefahr,noch bestärkt hat. Es ist gut, dass dagegen umfassender Protest laut und dass dieses Gesetz darum ganzwesentlich entschärft wurde. Aber wir brauchen in derbayerischen Gesetzgebung einen konsequenten Paradigmenwechsel. Die Hilfe für die Betroffenen muss imVordergrund stehen und deutlich ausgebaut werden!Neben den sehr schweren und ganz besonders einschneidenden Formen der Depression sind aber auchErschöpfungszustände und Burnout nicht zu verharmlosen. Es ist gut, dass Ihre Tagung diese in den Vordergrund stellt!Oftmals werden Burnout-Erkrankungen ausgelöst undverstärkt durch Überlastung in der Arbeit. In den letzten Jahren gibt es hier Entwicklungen, die auch neueHerausforderungen bedeuten. So gibt uns die Digitalisierung viele neue Chancen, stellt uns zugleich aberauch vor neue Herausforderungen: permanente Erreichbarkeit, Mehrarbeit und umfassende Leistungskontrolle. Die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit,abhängiger und selbstständiger Tätigkeit, zwischenSelbstbestimmung und Selbstausbeutung laufen Gefahr zu verschwimmen.Hier wollen wir Beschäftigte und Selbstständige schützen. Deshalb müssen wir den Arbeitsschutz an diedigitale Arbeitswelt anpassen, betriebliche Mitbestimmungsrechte stärken und mit einem eigenständigenBeschäftigtendatenschutzgesetz vor umfassenderLeistungskontrolle schützen. Solo-Selbständige undKreative müssen zukünftig für alle Lebenslagen sozialabgesichert sein und sie müssen fair entlohnt werden.15

Nur wenn die heutigen Sozial- und Arbeitsstandardsweiterhin gelten, entstehen fairer Wettbewerb und guteArbeitsbedingungen in der digitalen Arbeitswelt. Derdigitale Wandel der Arbeitswelt hat bereits begonnen.Diesen Strukturwandel wollen wir positiv gestalten –auch damit es nicht immer neue Ursachen für Burnout& Co. gibt.Somit ist es an den politischen AkteurInnen, an denTarifparteien, an allen, die unsere Lebens- und Arbeitswelt gestalten, jeweils einen Beitrag zur Präventiondieser psychischen Erkrankungen zu leisten. Dazukommen dann die Formen von Prävention und Therapie, mit denen Sie sich an diesen beiden Tagen inMünchen beschäftigen werden. Es sollte uns gemeinsam gelingen, dass all dies gemeinsam wirkungsvolldafür sorgt, den Betroffenen zu helfen.Ich wünsche Ihnen und Ihrer Tagung alles Gute undvor allem, dass Sie neben dem Tagungsprogrammhinreichend Gelegenheit finden, zu entspannen undauch um die vielen schönen Seiten Münchens zu entdecken und zu genießen.Katharina Schulze16

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Grußwortdes Oberbürgermeisters derLandeshauptstadt MünchenDieter ReiterMünchen nimmt in Sachen Medizin in Deutschland eineSpitzenstellung ein. Das gilt für die Ärztedichte, dasApothekenwesen und die Forschung ebenso wie für dieZahl der Patentanmeldungen und die Beschäftigten imGesundheitswesen, darunter mehr als 4.000 Heilpraktikerinnen und Heilpraktiker. Zum ausgezeichneten RufMünchens auch auf dem Gebiet der alternativen Medizintragen nicht zuletzt die Münchner Tagungen für Naturheilkunde bei. Sie zählen zu den traditionsreichsten undbestbesuchten Veranstaltungen ihrer Art und führen dasFachpublikum aus Deutschland und Europa regelmäßigin unserer Stadt zusammen.Ihnen als Teilnehmerinnen und Teilnehmern der diesjährigen Fachtagung liegt die Naturheilkunde mit ihrem ganzheitlichen Verständnis des Erkrankungsgeschehensbesonders am Herzen. Ihre Patientinnen und Patientenvertrauen Ihrer Diagnostik und Ihren Behandlungskonzepten. Es ist sehr zu begrüßen, dass Sie sich in diesemJahr intensiv mit dem hochaktuellen Thema Burnoutbeschäftigen. Denn die Prävention und Behandlung vonDepression, Anpassungs- und Belastungsstörungen vonArbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern ist gerade auchin einer wirtschaftlich erfolgreichen Stadt wie Münchenmit ihrem enorm großen und vielfältigen Arbeitsplatzangebot von kaum zu überschätzender Bedeutung.Auch als Arbeitgeberin misst die LandeshauptstadtMünchen der Thematik »Psychische Gesundheit in derArbeitswelt« im Rahmen ihres Betrieblichen Gesundheitsmanagements schon seit langem einen hohen Stellenwert bei. So hat sie zum Beispiel als eine der ersten18

Kommunen deutschlandweit bereits 1991 eine eigenePsychosoziale Beratungsstelle für ihre Beschäftigten insLeben gerufen.Wegen der allgemeinen Zunahme von Burnout und durchberufliche Anforderungen ausgelösten Belastungsstörungen in der gesamten Arbeitswelt brauchen wir auf diesemGebiet alle Anstrengungen von Arbeitgebern und Schulwie Komplementärmedizin.Deshalb wünsche ich Ihnen als Teilnehmerinnen und Teilnehmern der 87. Tagung für Naturheilkunde viele wertvolle und praxistaugliche neue Erkenntnisse zudiesemwichtigen Thema und heiße Sie sehr herzlich in Münchenwillkommen!Dieter ReiterDie Drucklegung der Grußworte erfolgte vor derWahl zum Bayerischen Landtag am 14.10.2018.19

Verehrte Freunde der Naturheilkundeund unseres Berufs,liebe Kolleginnen und aSchwierskottAnjaRiegerMit unserem »brand-aktuellen« Tagungsthema greifen wir ein sich rasant ausbreitendes Leiden unsererGesellschaft auf.Erschöpfung, Depression und Angst sind immer häufiger werdende Beschwerden unserer Zeit. Nahezujeder dritte Berufstätige arbeitet am Limit und fühltsich stark erschöpft oder gar ausgebrannt. Laut demTK Gesundheitsreport 2017 verzeichneten die Krankenkassen zwischen 2000 und 2016 einen Anstiegvon psychisch bedingten Fehlzeiten aufgrund vonDepression, Anpassungs- und Belastungsstörungenvon Arbeitnehmern/innen um rund 88%. Eine besondere Zunahme wird sogar bei Auszubildenden in derAltersgruppe von 16 bis 25 Jahren mit 108% registriert!Diese Entwicklung ist höchst alarmierend!In Zeiten von zunehmender Reizüberflutung, Leistungsdruck und Überforderung wird die Resilienz des Menschen zunehmend belastet, was zur erheblichen Zunahme der an Burnout-Syndrom leidenden Menschenführt.Nach der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist Burnout keine eigenständige Krankheit, sondern ein Problem »mit Bezug auf Schwierigkeiten bei der Lebensführung«.Insbesondere der individuelle und komplexe Ursachenmechanismus des Burnout-Syndroms erfordert inPrävention und Behandlung eine Betrachtungsweise,die den Menschen in seinem psychosozialen Umfelderfasst.20

Hierfür bietet die Naturheilkunde durch ihren ganzheilichen Ansatz unter Einbeziehung der individuellen inneren und äußeren Lebenssituation vielfältigediagnostische und therapeutische Möglichkeiten.Unser diesjähriges Tagungsthema ist sowohl ausmedizinischer als auch aus wirtschaftlicher undpolitischer Sicht »brand-aktuell«.Wir freuen uns, Ihnen eine äußerst informativeFachtagung anbieten zu können, die das Thema»Burnout & Co.« von verschiedenen Seiten beleuchtet und begrüßen Sie hierzu ganz herzlich!Heilpraktikerverband Bayern e.V.VorstandMaria Thalhammer-BauerWolfgang HeggeFachfortbildungsleitungDorothea SchwierskottAnja Rieger21

Freitag, 16.11.2018WorkshopsOrt: Heilpraktikerverband Bayern e.V.Baumkirchner Straße 20, Rückgebäude81673 MünchenVormittagA09.00 – 12.00HP Markus Maucher, MünchenViszerale Osteopathie bei Erschöpfungszuständen von Niere und NebenniereEine Schlüsselstelle in der Bewältigung vonStress nehmen die Nebennieren als Produktionsort der Stresshormone ein. DauerhafterStress führt häufig zur funktionellen Insuffizienz der Nebennieren und zum Burnout. Mitder viszeralen Osteopathie können wir gezieltauf diese Organe einwirken. Der Workshopvermittelt die theoretischen Grundlagen fürdie wichtigsten Untersuchungs- und Behandlungsmethoden von Nieren und Nebennieren,welche praktisch geübt werden.BHP Renate Meier, MünchenDer Einsatz von Nosoden bei chronischenErschöpfungszuständenChronische Schwäche- und Müdigkeitszustände können unterschiedlichste Ursachenhaben: chronische Infektionen, Überreaktionen auf medikamentöse Therapie/Impfungen,mitochondriale Blockaden durch Antibiose,Belastungen durch chemische Substanzen,Wohngifte etc.Der Workshop vermittelt die diagnostischeVorgehensweise und die Behandlung mittelsentsprechender Nosoden.22

Freitag, 16.11.2018WorkshopsOrt: Heilpraktikerverband Bayern e.V.Baumkirchner Straße 20, Rückgebäude81673 MünchenVormittagC09.00 – 12.00HP Georg von Hannover, GmundAus der Praxis - für die Praxis: bewährteTherapiekonzepte für Schilddrüse,Nebennieren & Co.Da die Schilddrüse als Steuerung des vegetativen Nervensystems eine sehr wichtige Rollein der Stressbewältigung spielt, muss sie beimKrankheitsbild Burnout unbedingt berücksichtigt werden. Das filigrane Zusammenspiel desneurohormonellen Systems erfordert eine subtile Regulierung der Schilddrüse, wenn es umdie richtige Verarbeitung von Belastungssituationen geht. In diesem Workshop werdenBedeutung und Folgeerscheinungen vonSchilddrüsenfehlfunktionen, sowie die Diagnose und therapeutischen Möglichkeitenbesprochen und praktisch demonstriert.Nachmittag 14.00 – 17.00DHP Michael Knödlseder, MünchenBremsen lösen –manuelle Therapien bei BurnoutEin Burnout zeigt sich frühzeitig an Reaktionen des vegetativen Nervensystems. Mit Techniken und Griffen aus verschiedenen Gebieten der Manualtherapie können wir diesesSystem beeinflussen und die damit oftmalseintretende Abwärtsspirale des Burnoutseffizient stoppen. Der Workshop vermitteltbewährte Methoden zur Lösung von Blockaden bei den ersten Anzeigen eines Burnouts.Die Praxis steht wie immer im Vordergrund.Der Workshop ist v.a. gedacht für manualtherapeutische Einsteiger, aber auch fürKollegen, die wichtige Griffe wiederholenund an sich selbst ausprobieren wollen.23

Freitag, 16.11.2018WorkshopsOrt: Heilpraktikerverband Bayern e.V.Baumkirchner Straße 20, Rückgebäude81673 MünchenNachmittag 14.00 – 17.00EPeter Hansen-Volkmann, LübeckDer Einsatz von Mikronährstoffe beiErschöpfungZentrale Ursache fast aller modernen Krankheiten ist ein gestörter Darm mit einer darausresultierenden Fehlverdauung und Minderaufnahme essenzieller Vitamine und Mikronährstoffe. Dies führt zu ausgeprägten Regulationsstörungen in Form von Blockaden undStauungen im Energiesystem. Die Folgen sindvielfältig und reichen von Allergien bis hin zuStress und psychischen Erkrankungen.In diesem Workshop werden effektive Lösungen der orthomulekularen Medizin und regulationsmedizinische Verfahren vorgestellt,um die Homöostase des Körpers wiederherzustellen.FHP Bernd Hertling, GrafingPhytotherapeutisch und spagyrischeRezepturen bei StresssymptomenDie Diagnose Burnout macht dem Betroffenen oft deutlich, dass es so, wie bisher nichtweitergehen kann. Es geht dabei meist umProbleme des Lebensrhythmus und die vielzitierte fehlerhafte work-life-balance. Die ungesunde Eile und Hast bei den Verrichtungenin Arbeit und Alltag erwecken den WunschLebens.In diesem Workshop werden spagyrischpflanzliche Mittel vorgestellt, die regulierendund unterstützend auf diese Problematikeinwirken können.24

Freitag, 16.11.2018WorkshopsOrt: Heilpraktikerverband Bayern e.V.Baumkirchner Straße 20, Rückgebäude81673 MünchenAbendG18.00 – 21.00HP Dieter Grabow, Inning-BachernGebüH - Abrechnung sachgerecht,professionell und problemlosFür eine beanstandungsfreie Abrechnung mitPKV und Beihilfe ist eine gute Kenntnis derZiffern des GebüH unerlässlich. Aber auch dieKombinationsmöglichkeiten, die verschiedenen Sätze der Abrechnung sowie die von denLeistungsträgern vorgegebenen Ausschlüssemüssen bekannt sein, um sachgerecht abrechnen zu können. Der sachgerechte Umgang mitder Gebührenverordnung für Heilpraktiker isteine wichtige Grundlage für eine erfolgreichePraxis.HDr. rer. nat. Annemarie Neuner-Kritikos,MattseeBurnout, Depression, Schlafstörungen undCo. – Labordiagnostik und TherapiekonzepteIm Workshop werden Grundlagen der Pathophysiologie und Biochemie neuroendokrinologischer Funktionsstörungen, der Stressreaktion und der Funktionsweise von Neurotransmittern behandelt. Dazu werden zahlreicheFälle funktioneller Neurotransmitterdysbalancen (Depression, Burnout, Schlafstörungen,etc.) vorgestellt, die aufzeigen, wie wichtigdie Erhebung von Laborparametern ist, umkonservative bzw. alternative Therapiemöglichkeiten zu erstellen.25

Samstag, 17.11.2018VorträgeOrt: Hilton München ParkAm Tucherpark 7, 80538 München09.00Eröffnung, AnspracheGrußworte der Ehrengäste10.15 – 10.45Pause – Besuch der Ausstellung10.45 – 11.30Dr. med. Christian Schopper, Zürich»ER-SCHÖPFUNG« wählen – Verständnisund Therapie von ErschöpfungDie Erschöpfung ist ein Alarmsignal desEnergiekörpers und begünstigt Praecancerosen und Vorstadien von Autoimmunerkrankungen. Die Endstufe des Burnout kannals Störung des Selbsts und des Selbstwertgefühles betrachtet werden. Der Vortragermöglicht ein tieferes Verständnis von Erschöpfung und zeigt Selbstfürsorge, Selbstwahrnehmung und die Nutzung der Kräftedes Lebendigen als therapeutischen Weg.11.30 – 12.00 Pause – Besuch der Ausstellung12.00 – 12.45 HP Petra Kropf, Gars am InnAugendiagnostische Hinweiszeichen –Erschöpfung und AsthenieDie Augendiagnose gibt wesentliche Hinweise auf organische und konstitutionelleZusammenhänge bei Müdigkeit und Erschöpfungszuständen, die in einen Burnout übergehen können.Der Vortrag zeigt anhand von Bildmaterialdie spezifische Zeichensetzung im Augeund leitet therapeutische Konsequenzen ab.12.45 – 14.15 Mittagspause – Besuch der Ausstellung26

Samstag, 17.11.201814.15 – 15.00HP Günther H. Heepen, BambergSpagyrische Therapiekonzepte bei Burnout,Stress und nervlicher ErschöpfungBei Burnout, Stress und nervlicher Erschöpfung bietet die spaygrische Heilweise vielfältige Therapieansätze. Im Mittelpunkt stehen die fünf Fluide, welche von bedeutendenSpagyrikern wie Cesare Mattei und TheodorKrauß entwickelten wurden.Der Vortrag stellt diese fünf »elektrischenFluida« ausführlich dar, die in vielfältigerWeise hervorragend bei Stress und nervlichen Erschöpfungszuständen eingesetztwerden können.15.00 – 15.30 Pause – Besuch der Ausstellung15.30 – 16.15 HP Uschi Eichinger, WeinheimTatort Zelle – Wo Burnout wirklichstattfindetVon der konventionellen Medizin wird Burnout nach wie vor schwerpunktmäßig in die»Psychoecke« gesteckt. Die Naturheilkundeweiß das besser – neben Stress spielendiverse körperliche Ursachen wie Vitalstoffmängel, Darmprobleme, erschöpfte Nebennieren, chronische Infektionen uvm. einewichtige Rolle. Sie lassen sich mit modernerLabordiagnostik heute leicht nachweisen,und einmal gefunden, auch wirksam beheben. Der Vortrag zeigt am Patientenbeispiel die Burnoutdiagnostik und -behandlung in der Praxis der Referentin.16.15 – 16.45Pause – Besuch der Ausstellung27

hyphypoo --AAPremium OrthomolekulariaOrthomolekulareDarmpflegeFür die körperliche und mentale Gesundheit*1. Allgemeiner Zellschutz – mit REHA 1**Unterstützt den Säure-Basen-HaushaltLachsöl (Omega-3-Fettsäuren), Spurenelemente,Vit. B-Komplex plus, Magnesium-Calcium als Carbonate2. Dünndarmpflege – mit ODS 1A***Erhält die SchleimhäuteSchwarzkümmelöl (Omega-6-Fettsäuren),Vit. AE Lycopin, 3-SymBiose, Kalium spe3. Dickdarmpflege – mit ODS 2****Für eine gesunde VerdauungLachsöl und Schwarzkümmelölim Wechsel, 3-SymBiose plus,Magnesium-Calciumals CarbonateInfo-Anforderung für FachkreiseFax: 49 (0)451 30 41 79 oder E-Mail: [email protected] -A Besondere Reinheit in höchster Qualitäthypoallergene NahrungsergänzungD-23569 Lübeck, Tel. 49 (0)451 307 21 21, hypo-a.deshopshop.hypo-a.de.hypo-a.de*Folat, Niacin, Pantothensäure, Riboflavin, Vitamin B12 und B6 tragen zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei.** Vitamin E trägt dazu bei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen. Zink trägt zu einem normalen Säure-BasenStoffwechsel bei. *** Vitamin A trägt zur Erhaltung normaler Schleimhäute bei. Zink trägt zu einem normalenFettsäurestoffwechsel bei. Vitamin D und Zink haben eine28Funktion bei der Zellteilung. *** Calcium trägt zur normalenFunktion von Verdauungsenzymen bei. Vitamin B6 trägt zu einem normalen Eiweiß- und Glycogenstoffwechsel bei.

Samstag, 17.11.2018VorträgeOrt: Hilton München ParkAm Tucherpark 7, 80538 München16.45 – 17.30Karin Buchart, TEH Akademie, UnkenBehandlungskonzepte der TraditionellenEuropäischen Heilkunde (TEH) beiErschöpfung und BurnoutDer Workshop stellt wichtige Heilpflanzender TEH vor, welche die innere Ruhe undGelassenheit stärken und bei Erschöpfungund Burnout helfen. Im Mittelpunkt stehendabei die Betrachtung der Heilpflanzen ausdem Salzburger Pinzgau und deren Anwendung. Die Bedeutung von Ernährung undLebensmitteln, die sich auf den Darm unddamit auch auf die Psyche auswirken,werden beleuchtet.Öffnungszeiten der AusstellungSamstag: 09.00-18.00 UhrTon- und Bildaufnahmen der Vorträgeund Seminare nicht gestattet.29

Sonntag, 18.11.2018VorträgeOrt: Hilton München ParkAm Tucherpark 7, 80538 München09.00 – 09.45 Dipl.-Biologin Christiane Pies, EckernfördeDie Therapie der Nebennierenschwäche –ein Schlüssel zur Behandlung vonErschöpfung und BurnoutBei schwerer Erschöpfung und Burnoutproduzieren die Nebennieren unzureichendCortisol. In der Folge werden die anderenHormondrüsen buchstäblich auf Sparflamme geschaltet, damit sich der Organismusnicht noch weiter verausgabt. Sind die Ressourcen schlie

der Naturheilkunde 16.–18.November 2018 Heilpraktikerverband Bayern e.V. 87.Tagung für Naturheilkunde. . www.heilpraktiker-akademie-bayern.de www.heilpraktikerverband-bayern.de. 87. Tagung fr . Deshalb ist es gut, wenn die