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5. bis 7. KlasseUnterrichtsmaterial zu denThemen Wahlen und Demokratiemit praxisnahen Beispielen ausdem Alltag der Schüler!Mit Anbindung an das interaktive Online-Toollogo!Wahlcity auf www.logo.tivi.de, demsendungsbegleitenden Online-Angebot derZDF Nachrichtensendung für Kinder

1Liebe Lehrerinnen, liebe Lehrer,logo! feiert in diesem Jahr 20. Geburtstag. Anlässlich des Jubiläums und passend zum Superwahljahr 2009 setzt sich logo!intensiv mit den Themen Wahlen und Demokratie auseinander – interaktiv und auf die Bedürfnisse von Schülern abgestimmt. In dem Ihnen vorliegenden Arbeitsheft „Demokratie erleben“ finden Sie vielseitige Unterrichtsanregungen zu diesenThemen. Inhaltlicher Schwerpunkt der Arbeitsblätter sind das Erlernen, Bewerten und Erleben der Demokratie am Beispieldes eigenen sozialen Umfeldes. Zusätzlich sollen die sozialen Kompetenzen geschärft und die politisch-soziale Toleranz gefördert werden.Die Inhalte der Arbeitsblätter sind für Schüler der 5. bis 7. Klasse aller Schultypen und in Abstimmungmit den Lehrplänen aufbereitet.20 Jahre logo!,ndungdie Kindernachrichtensedes ZDFSeit 1989 hat die Kindernachrichtensendung des ZDF anschaulich über Nachrichten aus aller Welt berichtet und beantwortetFragen zu Gesellschaft, Wirtschaft und Politik – nur für Kinderzwischen acht und zwölf Jahren gemacht und anschaulich erklärt.Bislang wurden bereits mehr als 6.000 Sendungen ausgestrahlt.Weitere logo!-Bausteine liefern ein ergänzendes wie attraktivesAngebot für Ihre Schüler, um das Thema Politik spielerisch begreifbar und verständlich zu machen.logo!Wahlcity —das interaktive WahlspielWillkommen in Wahlcity! Spielerisch erleben Kinder in dieseminteraktiven Onlinespiel, wie Wahlen funktionieren. Sie gründeneine virtuelle Partei oder treten einer anderen Partei bei. Diesebegleiten sie auf dem Weg von der Namensgebung über dieGestaltung von Inhalten, Werbung und Problemstellungen biszur Wahl. Das umfangreiche und aufwendig animierte OnlineTool logo!Wahlcity ist eine spielerische und moderne Ergänzungzu Ihrem Unterricht.Ab Juni 2009 online unter richten im FernsehenKI.KA:ZDF:Schüler- und Jugendgruppen sind aufgerufen, eine fiktivePartei zu gründen. Zur Teilnahme am Wettbewerb definierendie Jugendlichen den Kern ihrer Partei inklusive der Hauptziele in einem Mini-Parteiprogramm und gestalten ein Wahlplakat, welches die Hauptziele der Partei kommuniziert.Montag bis Freitag um 15:50 UhrMontag bis Donnerstag um 19:50 UhrSamstag um 08:50 UhrDie aktuellen Sendungen können sieben Tagenach der Ausstrahlung im Internet angesehen oderals Podcast abonniert werden: www.logo.tivi.deInhaltMehr dazu finden Sie auf Seite 11.1.Aufbau und Einsatz der Arbeitsblätter2.Die Arbeitsblätter1 Was heißt hier Demokratie?2 Demokratie – was geht mich das an?3 Meine Meinung, deine MeinungImpressum4 Die Wahl – was steckt dahinter?1. Auflage Mai 2009Herausgeberlogo!, die Kindernachrichtensendung des ZDFwww.logo.tivi.deVerantwortlich: Markus MörchenKonzeption, Pädagogische Beratung, Redaktion und Gestaltungcapito — Agentur für Bildungskommunikationwww.capito.de5 Das Superwahljahr 20096 Was ist eine Partei eigentlich genau?3.Die Arbeitsblätter für Ihren Unterricht4.Informationen und Hilfestellungen für den großenlogo!-Wettbewerb — „Sei mit von der Partei!“Wir erklären mit Blick auf die genannten Internet-Links, dass wirkeinerlei Einfluss auf die Gestaltung und Inhalte der Seiten habenund uns ihre Inhalte nicht zu eigen machen.HinweisAus Gründen der besseren Lesbarkeit wird bei Nennung mehrererPersonen (z. B. Schüler, Lehrer) durchgehend die männliche Formbenutzt. In diesen Fällen sind natürlich auch immer Mädchen undFrauen gemeint.Rollenspiel „Gründet eure eigene Partei!“5.Teilnahmebogen6.Feedback-Formular „Auf Ihre Meinung kommt es an!“

nsatz1 Aufbau und Eiitsblätterder ArbeDie thematisch fächerübergreifend angelegten Arbeitsblättersind weitestgehend unabhängig voneinander einsetzbar. Allebieten neben theoretischen Grundlagen praktische Beispiele undAufgaben. Erläuterungen zum Einsatz der einzelnen Arbeitsblätterfinden Sie auf den folgenden Seiten.Erweiterung:Aufgabe 2: Die Schüler wählen eine „schulische Wunschsituation“ (z. B. mehr Bäume auf dem Schulhof) und erarbeitenein entsprechendes Umsetzungskonzept. Dieses kann dann beider nächsten Schulversammlung vorgelegt werden.Durch den Bezug zum aktuellen Zeitgeschehen und zu relevantenThemen der Zielgruppe dienen die Arbeitsblätter als ErgänzungIhrer bestehenden Unterrichtsmaterialien.Aufgabe 2: Welches der von den Kindern gesammeltenBeispiele eignet sich dazu, es weiterzuverfolgen? Die Schulklasse kann sich in Gruppen aufteilen und für die jeweiligenProbleme eine Aufgabenliste und Lösungsvorschläge erarbeiten.Eine weitere Ergänzung und kreative Verbindung zwischenUnterricht und aktiver Teilnahme am Geschehen bietet der großelogo!-Wettbewerb – „Sei mit von der Partei!“. Die Unterrichtsmaterialien bereiten intensiv auf die Teilnahme vor. Auf den letztenbeiden Seiten dieses Arbeitshefts finden Sie hierzu alle Informationen und Hilfestellungen.Im Folgenden finden Sie detaillierte inhaltliche und zielgruppenspezifische Erläuterungen zu den einzelnen Arbeitsblättern,Hinweise zu weiterführender Literatur sowie ausführliche Informationen und Hilfestellungen zum logo!-Wettbewerb.Die logo!-Nachrichtensendung ist eine gute und tagesaktuelle Unterstützung für Ihren UnterrichtDie Schüler können beispielsweise den Auftrag erhalten, dieaktuellen Themen aus den logo!-Nachrichten des Vortages derKlasse vorzustellen. Das schult das Bewusstsein für das aktuelleZeitgeschehen. Das sendungsbegleitende Onlineangebotwww.logo.tivi.de bietet darüber hinaus viele Möglichkeiten, aktuelle Themen zu vertiefen.Aufgabe 3: Zum Abschluss der Einheit werden Kleingruppen gebildet. In den einzelnen Gruppen klären die Schüler zunächst untereinander, welche sechs Werte sie als am wichtigsten erachten und ihren Mitschülern vorstellen möchten. In derDiskussion mit der Klasse lernen die Schüler, dass die eigenenWertvorstellungen nicht in allen Punkten mit den Werten dergesamten Klasse übereinstimmen müssen.Die logo!-RedezeitEine Demokratie lebt vom Mitmachen. Die logo!-Redezeit hilftKindern dabei, in ihrem Umfeld mitzumachen und ihren Forderungen Gehör zu verschaffen. Jede Woche ist das logo!mobil inDeutschland unterwegs und hilft bei der Lösung von Problemen.Kinder können ihre Meinung sagen und die Verantwortlichen zurRede stellen. Unter www.logo.tivi.de gibt es die aktuellen Fälleder Redezeit zum Nachlesen und Anschauen. Lassen Sie dieSchüler als Hausaufgabe die einzelnen Fälle analysieren: Welches Problem wurde am besten gelöst? Über welches Problemwürden die Schüler gerne einmal mit einem Verantwortlichenreden, weil sie selbst damit konfrontiert sind?2 Die Arbeitsblätter1 Was heißt hier Demokratie?Die Schüler lernen unterschiedliche Regierungssysteme und dieGrundlagen der Demokratie kennen. Der Einstieg erfolgt über einFallbeispiel, durch das die Schüler verschiedene Entscheidungswege kennenlernen, die sich in unterschiedlichen Regierungssystemen wiederfinden. Im theoretischen Teil werden Grundlagender Demokratie erklärt. In einer zweiten Aufgabe werden die demokratischen Grundsätze verschiedenen Fallbeispielen zugeordnet. So kann und soll sich eine Diskussion unter den Schülernund eine kritische Hinterfragung der demokratischen Grundsätzeergeben.2 Demokratie – was geht mich das an?Die Demokratie wird erlebbar gemacht. Die Schüler erkennen,wo ihnen überall Demokratie begegnet (z. B. bereits bei der Wahldes Klassensprechers), und sollen ebenso beurteilen und diskutieren, wo ihnen demokratische Entscheidungen fehlen (über einAssoziagramm). Indem sich die Schüler in Praxisaufgabe 3 fürsechs Begriffe entscheiden müssen, setzen sie sich mit demokratischen Werten auseinander. Diese Aufgabe können die Schülerauch als Hausaufgabe erledigen.3Meine Meinung, deine MeinungEinführung in die Grundlagen der Diskussion. Eine Diskussionkann schnell in einem Streit enden. Um das zu vermeiden, lernendie Schüler verschiedene Diskussionsarten und die wichtigstenRegeln einer Diskussion kennen. Die Regeln werden gemeinsamim Klassenverband erarbeitet.Lösung: Jeder sollte gleich oftzu Wort kommen können, immer höflich bleiben und den anderenausreden lassen, auf die Argumente der anderen eingehen etc.).Anschließend wird die Klasse in mehrere Gruppen geteilt. JedeGruppe wählt eins der vorgegebenen Themen aus und bestimmt,welche der vorab erlernten Diskussionsformen sie anwendet.Dazu wird jede Gruppe in zwei Teilgruppen halbiert; eine erarbeitet Pro-Argumente, die andere Kontra-Argumente. Anschließendpräsentiert die gesamte Gruppe beide Standpunkte der Klasse.Das Diskussionsthema und die erarbeiteten Argumente werdenauf dem Arbeitsblatt notiert.Erweiterung:a) Die Schüler schlagen eigene Diskussionsthemen vor, diesie gerade beschäftigen, beispielsweise das Ziel der nächstenKlassenfahrt.b) Nach der Präsentation durch die Gruppe diskutiert diegesamte Klasse über das Thema. Somit können weitere Argumente gefunden werden.

4Die Wahl – was steckt dahinter?Die Schüler erfahren vor dem Hintergrund des „Superwahljahr2009“, was Wahlen sind, wie sie durchgeführt werden und welche Voraussetzungen zur Teilnahme erfüllt werden müssen.Der Unterschied zwischen direkten und indirekten Wahlen istüber ein Schaubild dargestellt. Innerhalb dieses Schaubildes erarbeitet die Klasse die Parallelen zwischen einer politischen Wahlund einer Wahl zum Schulsprecher. Jeder Schüler vervollständigthierzu das Schaubild.In einer weiteren Praxisaufgabe wird die Klasse in mehrere Gruppen geteilt. Jede Gruppe überlegt sich Situationen, in denen siewählen müsste (insgesamt fünf).Erweiterung:Für einen spielerischen Abschluss der Unterrichtseinheit können Sie eine Scharade veranstalten. Die gefundenen Begriffewerden den anderen Gruppen pantomimisch vorgestellt. DieGruppe, die die meisten Situationen errät, gewinnt.6 Was ist eine Partei eigentlich genau?Die Schüler sollen verstehen, warum Parteien in Deutschlandnotwendig und nützlich sind und aus welchen Hauptorganen dieParteien bestehen.Wo ihnen überall im Alltag parteiähnliche Zusammenschlüssebegegnen, überlegen die Schüler in Praxisaufgabe 1.Lösung: Sportverein, Freundeskreis, Tierschutzverein,Schachclub, Schüler-Portale im Internet etc. Bei der zweitenPraxisaufgabe ist ein Lückentext gegeben, in dem die Sätzenummeriert sind. Die fehlenden Worte der Lückensätze werdenzusätzlich in die entsprechend nummerierte Zeile eines Kreuzworträtsels eingetragen.Lösung: (1) Parteiprogramm, (2) Grundgesetz,(3) Unterschriften, (4) Vorsitzende, (5) ParteiorganeLösungswort: PARTEIErweiterung Hausaufgabe:Schaut in logo!Wahlcity: Welche Parteien gibt es dort schon?Welches sind die häufigsten Themen? Welche Partei würdeeuch am meisten interessieren und warum?www.logo.tivi.de5 Das Superwahljahr 2009Was ist das Superwahljahr 2009? Und was gibt es eigentlichalles für politische Wahlen? Im Theorieteil werden die in 2009stattfindenden Wahlen mit den zu wählenden Instanzen vorgestellt. Im praktischen Teil können die Schüler vorab gelernte Begriffe in einem Rätsel wiederfinden und müssen sie anschließendmit ihren eigenen Worten erklären.Erweiterung:a) Was passiert in anderen Ländern, in denen die Wahlenz. B. durch fehlende Meinungsfreiheit oder Korruption manipuliert werden?b) Möglich ist ein weiteres Spiel, welches das Thema „dieWahl haben“ von einer anderen Seite betrachtet. Das Spiel wirdzu zweit gespielt. Auf Entscheidungsfragen, die die Schüler vorab entwickeln, müssen sie so antworten, wie sie es von ihremGegenüber erwarten. Beispiel: Soll die Schule zwei Stundenspäter beginnen? Schüler 1 ist dafür, meint aber, dass Schüler 2dagegen ist, weil dieser so früh wie möglich in seinen Sportverein gehen will. Darüber können die Schüler dann diskutieren.Argumente für kontroverse Themen finden Sie auch im Forumdes Online-Tools logo!Wahlcity auf www.logo.tivi.deWeitere Linktipps:Angebot der Bundesregierung: www.regierenkapieren.deAngebot des Deutschen Bundestages: www.kuppelkucker.deJugendportal des Deutschen Bundetages: www.mitmischen.deAngebot der Bundeszentrale für politische Bildung:www.hanisauland.deDas logo!-NachrichtenlexikonIn den Nachrichten der Erwachsenen tauchen oft schwierigeWörter auf. logo! erklärt sie von A wie Abgeordnete bis Z wieZweitstimme. Das logo!-Nachrichtenlexikon gibt es auf der Seitewww.logo.tivi.de unter der Rubrik „Wissen“ oder als gebundenesBuch im Buchhandel.Mögliche Einbindung in den UnterrichtDie Schüler können beispielsweise einen Nachrichtenbegriffim Online-Lexikon recherchieren und diesen mit ihren eigenenWorten der Klasse erklären.Das Superwahljahr 2009 bei logo!Im Vorfeld der Bundestagswahl am 27. September 2009 wirdlogo! über die Wahl berichten, Hintergründe erklären unddie Spitzenkandidaten vorstellen. Hierzu werden bereits jetztonline Fragen der Zuschauer gesammelt. Mit diesen im Gepäckmachen sich die logo!-Kinderreporter dann auf den Weg zumInterview. Die genauen Sendetermine entnehmen Sie bitte derPresse oder dem Internet. Unter www.logo.tivi.de wird es abAugust zudem ein sich ständig erweiterndes, umfangreiches Angebot zur Bundestagswahl mit vielen Erklärungen, zusätzlichenBeiträgen und einem Wahlblog geben. Analysieren Sie z.  B. mitIhrer Klasse die Interviews mit den Spitzenpolitikern und findenSie heraus, welche Hauptziele sie vertreten.Oder beteiligen Sie sich an den Foren und Diskussionen imWahlblog und in logo!Wahlcity.Nutzen Sie das aktuelle und moderne Angebot von logo!für Ihren Unterricht.

?eWas heißt hier DemokratiDagegen!Dafür!Aufgabe 1ab. Unser Klassensprecherentscheidet, denn den habenwir ja alle zusammen gewählt.c. Wir sammeln die Argumentefür beide Ziele an der Tafel undstimmen dann darüber ab.Notiere in Stichpunkten auf einem Zettel, wie die Klasse deinerMeinung nach auf Entscheidung a., b. und c. reagieren würde.König oder Volk?ÜberstimmtRecht auf deine eigene MeinungMit dieser Frage bist du schon mittendrinin einer Diskussion über Demokratie.Das Wort hast du bestimmt schon oftgehört, aber was bedeutet es eigentlich?Demokratie bezeichnet eine bestimmteStaatsordnung. Das Wort kommt aus demGriechischen und heißt übersetzt Volksherrschaft. In einem demokratischen Staatgibt es keinen Alleinherrscher, sondern dasVolk bestimmt selbst über seine Gesetze.Dafür finden regelmäßig Wahlen statt. Diegewählten Politiker bilden das Parlament.Wenn das Volk mit den Gesetzen undEntscheidungen des Parlaments nicht einverstanden ist, kann es bei der nächstenWahl neue Politiker wählen.Wahlen gelten nur dann als demokratisch,wenn sie frei, gleich und geheim sind.Frei bedeutet, dass jeder selbst darüberentscheidet, wen er wählt. Gleich garantiert, dass jede Stimme gleich viel zählt:Ein Lehrer kann mit seiner einzelnenStimme nicht die gesamte Klasse „überstimmen“. Und geheim bedeutet: Du musstkeinem verraten, für was oder wen dugestimmt hast. Demokratie beinhaltet aberauch, dass die Minderheit die Wahlentscheidungen der Mehrheit akzeptierenmuss, d. h., manchmal wird man auchüberstimmt und kann die eigene Meinungnicht durchsetzen.Bevor ein Wähler zu seiner Entscheidungkommt, muss er sich erst einmal eine Meinung bilden. Dafür ist es wichtig, sich mitanderen auszutauschen und zu beraten.Deshalb garantiert die Demokratie auchdie Rede-, Meinungs- und Versammlungsfreiheit. Das bedeutet, du darfst dichmit anderen treffen, um miteinander zudiskutieren, ebenso wie du auch öffentlichfür deine Ansichten werben oder sogardemonstrieren darfst. Wichtig dabei istaber, dass du das auf friedlichem Wegeund ohne Gewaltanwendung tust!Aufgabe 2Im Folgenden werden vier kleine Szenen aus dem Alltag beschrieben. Erkennst du, welche Situationen zu den Hauptmerkmalen derDemokratie gehören? Verbinde die zusammengehörenden Kästchen miteinander und begründe anschließend deine Wahl.A) Paul mag keine Hunde. Deshalb trägt er oft einT-Shirt mit dem Aufdruck: „Hunde weg!“.4) Versammlungs- undDemonstrationsrechtB) Die Stadt möchte eine neue Schnellstraße bauen, dafür soll ein Naturschutzgebiet verschwinden.Die Gemeinde ist empört und organisiert einengroßen, aber friedlichen Protestzug zum Rathaus.3) Meinungsfreiheit1) Geheime Wahl2) MehrheitsentscheidungC) Die Klasse wählt einen neuen Klassensprecher.Dies geschieht nicht per Handzeichen, sondernmit geheimen Wahlzetteln.D) Die Familie berät über die Wochenendplanung. Anne möchte gerne ins Schwimmbad,die beiden Brüder lieber in den Zoo. Annewird überstimmt.Sie ist zwar ein bisschen traurig darüber, abersie akzeptiert die Entscheidung.KinderrechteKinder haben Rechte, wie das Recht auf Leben, das Recht auf Bildung und das Recht auf Spielen. Die Rechte der Kinder dieser Erdestehen in der Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen. Das ist ein Vertrag, den fast alle Staaten der Erde am 20. November 1989miteinander geschlossen haben. logo! erklärt sie in einem Buch. Es heißt „Die Rechte der Kinder von logo! einfach erklärt“ und ist im Internet herunterzuladen (www.bmfsj.de Service Ratgeber) oder bei logo! kostenlos zu bestellen (solange der Vorrat reicht).Arbeitsblatt 1, capito in Zusammenarbeit mit logo!, die Kindernachrichten des ZDFAufgabe 1bDeine Klasse plant eine Klassenfahrt und ihr seid euch nichteinig, ob ihr ans Meer oder in die Berge fahren wollt.Wie soll entschieden werden? Entscheide dich für eine dernebenstehenden Möglichkeiten, indem du die entsprechendeLösung ankreuzt (a., b., c.).a. Der Lehrer entscheidet,schließlich trägt er die Verantwortung für die Klasse.

asdhicmthegsaw–etiraDemokDu hast die Wahlan?Demokratie gibt es nicht nur im Parlament bzw. im Bundestag. Auch im ganz alltäglichen Leben begegnetsie uns immer wieder. Selbst im Schulalltag findest du Demokratie, zum Beispiel bei der Wahl des Klassensprechers oder in der Schülerselbstverwaltung. Die Klassensprecher werden von der Klasse demokratischgewählt und vertreten in der Klassenkonferenz die Interessen ihrer Klasse. Die Schülerselbstverwaltungträgt dazu bei, dass in allen wichtigen Entscheidungsgremien der Schule immer auch die Schüler vertretensind und mitentscheiden dürfen.Aufgabe 1Finde weitere Beispiele, wo in deiner Schule oder inder Freizeit demokratische Entscheidungen getroffenwerden. Trage die Stichworte ein.Wahl zwischen den FächernReligion und EthikDemokratie bei mirDie logo!-RedezeitEine Demokratie lebt vom Mitmachen. In der logo!-Redezeit kannst du mitmachen und dein Problem der Öffentlichkeit zeigen. Jede Woche ist das logo!mobil in Deutschland unterwegs und hilft bei der Lösung von Problemen.Du kannst deine Meinung sagen und die Verantwortlichen zur Rede stellen. Unter www.logo.tivi.de findest du dieaktuellen Fälle der Redezeit. Zusätzlich bekommst du Tipps, wie du etwas verändern kannst.Aufgabe 2Aufgabe 3Im Wortfeld findest du Begriffe, die u. a. mit Demokratie zu tun haben. Suche die sechs Wörter heraus, die für dich amwichtigsten sind. Natürlich kannst du auch eigene Begriffe ergänzen. Bestimme auch die chtZweifeleigene Meinungsich EinspruchsrechtGeborgenheitSpaßGesetze ten schützenMehrheitKompromissDeine sechs wichtigsten Begriffe:135246Arbeitsblatt 2, capito in Zusammenarbeit mit logo!, die Kindernachrichten des ZDFFallen dir auch Beispiele dafür ein, wo Demokratie fehlt? Überlege, in welchen Situationen, in der Schule oder zu Hause, dugerne deutlich mehr Mitspracherechte hättest. Diskutiere anschließend mit deinen Mitschülern über die gesammelten Beispiele.

Meine Meinung, deine MeinungIst streiten in einer Demokratie erlaubt?Na logo! Denn schließlich darf jeder eine eigene Meinung haben. Alles andere wäre ja auch total langweilig.Gerade in größeren Gruppen ist es so aber oft schwer, eine Lösung zu finden, mit der alle leben können,und es kommt zu einer Diskussion. Das Wort „Diskussion“ kommt übrigens aus dem Lateinischen undheißt so viel wie Zwiegespräch oder Erörterung. Durch eine gute Diskussion kannst du neue Sichtweisenkennenlernen oder vielleicht sogar deine eigene Meinung ändern! Oft einigt man sich am Ende auf einegemeinsame Lösung, auch Kompromiss genannt.Damit Diskussionen besser funktionieren, gibt es verschiedene Methoden:Die Pro- und Kontra-Diskussion (wird oft auch Streitgespräch genannt): Zwei Gruppen mit völlig unterschiedlichen Standpunktensprechen über ihre Meinung. Jeder der Teilnehmer versucht die jeweils andere Seite zu überzeugen.Hier gibt es zwei gegensätzlicheMeinungen. Nicht immer wird hierbei ein Kompromiss gefunden.Die Gruppendiskussion: Eine Gruppe diskutiert ein Thema und versucht, möglichst eine gemeinsame Lösung zu finden. Die Teilnehmer können/dürfen ihre Meinung ändern.Hier soll ein Kompromiss gefunden werden.Aufgabe 1Für alle Diskussionsarten gelten drei Grundregeln, die beachtet werden müssen. Überlege, welche das sind.1.3.2.Aufgabe 2Jetzt seid ihr dran!?Bildet Gruppen und entscheidet euch für eine der beiden oben beschriebenenDiskussionsmethoden. Diskutiert in der Gruppe eins der folgenden Themen odersucht euch unter www.logo.tivi.de ein aktuelles Thema aus, das euch interessiert.Sollte auch an deutschen Schulen die Schuluniform eingeführt werden?Sollten alle umweltschädlichen Produkte verboten werden?Aufgabe 3Notiere auf dem Arbeitsblatt alle Pro- und Kontra-Argumente. Hinterher berichtetein Schüler deiner Gruppe der Klasse von eurer Diskussion.Unser Thema:Argumente dafür:Argumente dagegen:Unsere Diskussionsform:Arbeitsblatt 3, capito in Zusammenarbeit mit logo!, die Kindernachrichten des ZDFIst es gerechtfertigt, dass deine Eltern bis zu deinem 18. Lebensjahr bestimmen dürfen, wie lange du abends weggehst?

?Die Wahl – was steckt dahinter?Jeder hat zwei StimmenStell dir vor, jeder Erwachsene in Deutschland dürfteimmer über jedes Gesetz mitentscheiden. Das würde bei so vielen unterschiedlichen Meinungen ewig dauern. Deshalb gibt esin jedem demokratischen Staat Wahlen – so wie in Deutschland.Die Idee ist einfach: Die Wähler wählen Politiker, die sie und ihreMeinung vertreten. Den Ort, wo die Politiker entscheiden, nenntman Parlament oder – bei uns in Deutschland – den Bundestag.In Deutschland darf man ab 18 Jahren wählen gehen. Die Mitglieder des Bundestags werden alle vier Jahre neu gewählt. Beider Wahl hat jeder Wähler zwei Stimmen: Mit der ersten Stimme(Erststimme) darf man sich für einen Politiker aus der eigenenRegion entscheiden, mit der zweiten Stimme (Zweitstimme)wählt man eine Partei, der man zutraut, die eigene Meinung ambesten zu vertreten. Nach der Wahl werden die Stimmen ausgezählt. Die Partei mit den meisten Stimmen darf auch die meistenPolitiker in den Bundestag schicken.Außerdem erhalten die Politiker mit den meisten Erststimmenauf jeden Fall ebenfalls einen Platz im Bundestag. Im Anschlussan ihre eigene Wahl wählen die vom Volk gewählten Politikerdann den/die Bundeskanzler/in. Er wird also nicht direkt vomVolk gewählt. Man spricht auch von einer „indirekten Wahl“.Im Herbst können deine Eltern also den/die neue/n Bundeskanzler/in nicht direkt, sondern nur indirekt wählen.Du willst noch mehr zum Thema Wahl wissen? Schau doch einfach im Internet unter www.logo.tivi.deAuf den Seiten von logo! kannst du unter der Rubrik „Wissen“ im Nachrichtenlexikon viele Begriffe nachschlagen und erhältstInformationen rund um das Thema Wahlen. Außerdem kannst du durch das interaktive Onlinespiel logo!Wahlcity selbst erleben,wie Wahlen funktionieren.Aufgabe 2Wähle deine Wahl!Wann wählst du?Welche der Wahlen im Schaubild ist eine direktewelche eine indirekte Wahl? Trage die Begriffeein und begründe deine Antwort.Tagtäglich gibt es viele Situationen, in denen dudie Wahl hast. Welche Situationen fallen dir ein,in denen du wählen musstest? Überlegt euch inGruppen fünf Wahl-Situationen aus eurem Alltag.1. Wahl:BundeskanzlerBegründungMitglieder des Bundestages1.PolitikerVolk2. Wahl:Schülersprecher2.BegründungSchüler3.4.3. ndung5.Beispiel: Fahre ich heute mit dem Fahrrad zurSchule oder nehme ich den Bus?Arbeitsblatt 4, capito in Zusammenarbeit mit logo!, die Kindernachrichten des ZDFAufgabe 1

Das Superwahljahr 2009Bei demokratischen Wahlen wählen die BürgerPersonen und Parteien, von denen sie eine Zeitlang im Parlament vertreten werden wollen. Esgibt in Deutschland Kommunalwahlen, Landtagswahlen, Bundestags- und Europawahlen.Aber wer wählt denn nun eigentlich was?Bei den Kommunalwahlen bestimmen die Wahlberechtigten in Städten und Gemeinden neue Stadtparlamente bzw. Stadträte.In manchen Städten werden die Bürgermeister direkt von den Bürgern gewählt, in manchen indirekt von den Stadtparlamenten.Bei den Landtagswahlen entscheiden Wähler über neue Landtage (die Parlamente der einzelnen Bundesländer). Der Ministerpräsident wird anschließend vom Landtag gewählt. Das ist für die Bürger eine indirekte Wahl.Die Europawahlen finden in allen 27 EU-Staaten gleichzeitig statt. Dabei bestimmen die Wähler jedes EU-Landes, welche Abgeordneten für ihr Land ins EU-Parlament einziehen.Bei den Bundestagswahlen legen die Wähler alle vier Jahre fest, wer ins deutsche Parlament, den Deutschen Bundestag, kommt.Die erste wichtige Aufgabe der Abgeordneten des Bundestages ist die Wahl des Bundeskanzlers.Der Bundespräsident wird von der Bundesversammlung bestimmt. Diese wird extra hierfür alle fünf Jahre zusammengerufen und setztsich aus allen Abgeordneten des Bundestages sowie Abgesandten aus den Bundesländern zusammen. Der normale Bürger hat keinendirekten Einfluss auf diese Entscheidung. Es ist eine indirekte Wahl.Superwahljahr 2009Male dasn Wochen schon einigen letzteVielleicht hast du in deden bis zumhört. In Deutschland finger“ljahahrwpe„SuWortstatt.nhleWae16 verschiedenJahresende insgesamtHier ein Überblick:n (direkte Wahl)8 Städten/GemeindeKommunalwahlen inte Wahl)Bundesländern (direkLandtagswahlen in 5te Wahl)ekhl am 23. Mai (indirBundespräsidentenwahl)Waterekahl am 7. Juni (diEuropaparlamentswhl)Waterek(dier27. SeptembBundestagswahl amAufgabe 1Bundestagswahl, Europawahl, Kommunalwahl, Landtagswahl, Bundespräsident, Partei, Ministerpräsident, Wähler, Superwahljahr, Staatsoberhaupt, Landtag, BürgermeisterdagkmelgerdwesahänmdiE U R O P A Wersdba ÄL gbcwe Hahpnmd Lö sahbnmdindmbmhgrlahkkjkaö q x jdfcsaadmbag q palsoelmeG N d L bürgermeisterwaamkweeA H L gscwerscba H gerünmmngedB undestagswahlfhtmdvuklsedd M inisterpräsidentmnswswngd L gscwe H scbaigicanawel öagabl ö agswahlssatdalnemrbsgr H fstaatsoberhauptwohesemrb B undespräsident dfsnh ö gdskain ö fbrsgveklammze ö w q gdnenlnaseTipp: Im Vorfeld der Bundestagswahl 2009 wird logo! über die Wahl berichten, Hintergründeerklären und die Spitzenkandidaten vorstellen. Hierzu werden bereits jetzt online deine Fragengesammelt. Mit diesen im Gepäck machen sich die logo!-Kinderreporter dann auf den Weg zumInterview. Die genauen Sendetermine findest du im Internet unter www.logo.tivi.deArbeitsblatt 5, capito in Zusammenarbeit mit logo!, die Kindernachrichten des ZDFIn dem Buchstabenblock sind zwölf Begriffe versteckt, die du eben gehört oder gelesen hast. Suche sie. Anschließend erklären duund dein Banknachbar euch gegenseitig kurz mit eigenen Worten, was sie bedeuten.

FDPFDP FDPWas ist eine Parteieigentlich genau?CDU CDUCDUIn einer Partei schließen sich Leute zusammen, die die gleiche politische Meinung haben. Sie haben also die gleichen Vorstellungendarüber, wie die Menschen zusammenleben sollten. Die politischen Ideen und Ziele einer Partei werden aufgeschrieben und stehen dannim Parteiprogramm. Das Parteiprogramm kann jeder lesen und sich dann überlegen, ob er die Ziele der Partei gut findet oder nicht. Wermöchte, kann Mitglied einer Partei werden. Die Mitglieder einer Partei können das Parteiprogramm mitbestimmen und setzen sich dafür ein,dass die Ideen ihrer Partei unter den Wählern bekannt werden. Vor den Wahlen betreiben sie den so genannten Wahlkampf, um möglichstviele Leute davon zu überzeugen, ihre Partei zu wählen. Aber: Nicht jeder Wähler einer Partei muss auch Mitglied sein!Die GrünenCSUCSUSPDSPD SPDWie gründet man eigentlich eine Partei?Eine Partei kann jeder gründen, der selbst wahlberechtigtist, d. h. der 18 Jahre alt ist. Jede Partei muss sich an dieRegeln der Demokratie und an die Gesetze in Deutschlandhalten. Bevor eine neue Partei an Wahlen teilnehmen darf, musssie mindestens 2.000 Unterschriften von Leuten sammeln, diedafür sind, dass die neue Partei bei den Wahlen antritt. Damiteine Partei wirkungsvoll arbeiten und ihre Ziele umsetzen kann,gibt es innerhalb jeder Partei bestimmte Aufgaben und sogenannte Ämter. Wer diese Ämter übernehmen soll, bestimmendie Parteimitglieder durch – na logo! – eine Wahl!Wer macht eigentlich was in einer Partei?Der Parteivorsitzende ist gewissermaßen der „Chef“ seiner Partei in ganz Deutschland und bestimmt maßgeblich mit, welcheMeinung die Partei zu gesellschaftlichen Fragen und Themenhat. Da die Mitglieder einer Partei meist in ganz Deutschlandverstreut leben, gründen Parteien in jedem Bundesland eineLändervertretung. Die Chefs dieser Vertretungen sinddie Landesvorsitzenden. Ein anderes Amt innerhalb der Parteiist das des Schatzmeisters. Wie der Name schon andeutet,kümmert er sich um das Geld der Partei. Außerdem gibt esnoch den Geschäftsführer, der sich um die allgemeine Organisation der Partei kümmert. Alle diese Ämter nennt man auchParteiorgane, denn ohne sie könnte eine Partei – ähnlich wieder menschliche Körper ohne Organe – nicht funktionieren.BundestagDie gegenwärtig imvertretenen Parteien:ne.de)ün en (www.grueBü nd nis 90/D ie GrCD U (www.cdu.de)CSU (www.csu.de)inke.de)Die Lin ke (www.die-le)p.dFD P (www.fdSPD (www.spd.de)Aufgabe 1In welchen Bereichen im Alltag findest du parteiähnlicheOrganisationen?Aufgabe 2Ergänze den unten stehenden Lückentext.Die gesuchten Begriffe kannst du ins Kre

1 Was heißt hier Demokratie? Die Schüler lernen unterschiedliche Regierungssysteme und die Grundlagen der Demokratie kennen. Der Einstieg erfolgt über ein Fallbeispiel, durch das die Schüler verschiedene Entscheidungs-wege kennenlernen, die sich in unterschiedlichen Regierungssys-temen wiederfinden. Im theoretischen Teil werden Grundlagen